Wie groß darf ein Balkonkraftwerk sein? Aktuelle Regeln und maximale Leistung 2026

EcoFlow

Vier Module à 500 Wp auf dem Balkon, macht 2.000 Wp, dazwischen ein Wechselrichter, der bei 800 Watt kappt. Wer diese Zahlen zum ersten Mal liest, fragt sich zu Recht, wie groß darf ein Balkonkraftwerk sein, wenn Module und Wechselrichter offenbar zwei verschiedene Obergrenzen haben. Die Antwort hat mehrere Ebenen, und seit März 2026 ist eine weitere dazugekommen.

Balkonkraftwerk, wie viel Watt erlaubt ist, das ist die Kurzform derselben Frage, und die Antwort hängt davon ab, ob Module oder Wechselrichter gemeint sind. Ein Balkonkraftwerk mit Speicher verschiebt diese Grenzen weiter. Der Speicher übernimmt die Rolle des Wechselrichters und kann dabei mehr Modulleistung verarbeiten, als am Schuko-Stecker sonst erlaubt ist.

Balkonkraftwerk im Mehrfamilienhaus

Wie groß darf ein Balkonkraftwerk sein?

Streng genommen steckt hinter der Frage, wie groß ein Balkonkraftwerk sein darf, gleich dreimal derselbe Wortlaut mit drei verschiedenen Bedeutungen. Gemeint sein kann die elektrische Leistung, die Anzahl der Module oder die physische Fläche auf dem Balkon. Nur die erste ist gesetzlich geregelt.

Welche maximale Leistung darf ein Balkonkraftwerk haben?

Zwei Werte zählen, wenn es um die maximale Leistung für Balkonkraftwerke geht. Der Wechselrichter darf höchstens 800 Watt in das Hausnetz einspeisen, die angeschlossenen Module dürfen zusammen bis zu 2.000 Wp leisten. Wer stattdessen wissen will, wie viel kW ein Balkonkraftwerk haben darf, rechnet einfach um, 800 Watt entsprechen 0,8 kW. Nach § 8 Abs. 5a EEG definiert genau diese Kombination ein Steckersolargerät mit vereinfachter Anmeldung. Wer fragt, wie viel Watt ein Balkonkraftwerk haben darf, bekommt damit zwei Antworten statt einer, je nachdem, ob Modul- oder Einspeiseleistung gemeint ist. Balkonkraftwerk, bis wie viel Watt erlaubt, lässt sich deshalb nur beantworten, wenn klar ist, welcher der beiden Werte gemeint ist.

Was ist der Unterschied zwischen Wechselrichterleistung und Modulleistung?

Wer wissen will, wie viel Leistung ein Balkonkraftwerk haben darf, oder gleichbedeutend, wie stark ein Balkonkraftwerk sein darf, meint damit meist beide Werte zusammen. Die Modulleistung in Wp ist eine Laborangabe unter Idealbedingungen, praller Mittagssonne, senkrechter Einstrahlung und kühlen Temperaturen. Im Alltag erreichen Module diesen Wert selten. Die Wechselrichterleistung in Watt beschreibt dagegen, wie viel Strom tatsächlich am Stecker ankommt, unabhängig davon, wie stark die Module gerade liefern. Deshalb dürfen Module rechnerisch mehr leisten als der Wechselrichter durchlässt, der Überschuss wird technisch gekappt.

Wie viele Solarmodule darf ein Balkonkraftwerk haben?

Eine feste Modulanzahl gibt es nicht. Solange die Gesamtleistung 2.000 Wp nicht übersteigt, ist es unerheblich, ob das mit zwei, drei oder vier Modulen erreicht wird. Zwei Module à 400 Wp, drei à 600 Wp oder vier à 500 Wp sind alle rechtlich gleichwertig, solange am Ende dieselbe Grenze eingehalten wird.

Konfiguration

Gesamtleistung

Zulässig?

Typischer Fall

2 × 400 Wp

800 Wp

Ja

Einstiegsset, Schuko-Anschluss

3 × 600 Wp

1.800 Wp

Ja

Schlechtwetter-Reserve

4 × 500 Wp

2.000 Wp

Ja, an der Grenze

Maximalausschöpfung am Schuko-Stecker

5 × 450 Wp

2.250 Wp

Nein, ohne Speicher

Überschreitet die Standardgrenze

Hinweis: Rechtlich zählt allein die Summe der Modulleistung, nicht die Stückzahl.

Welche Leistung darf ein Balkonkraftwerk 2026 haben?

Die Leistung von Balkonkraftwerken ist in Deutschland staatlich reguliert, anders als bei einer normalen Dachanlage gibt es hier bewusst enge Grenzen. Diese sind nicht willkürlich gewählt, sondern das Ergebnis eines Kompromisses zwischen Netzsicherheit und einfachem Zugang für Privathaushalte.

Warum sind bis zu 800 Watt Wechselrichterleistung erlaubt?

Bis Mai 2024 lag die Grenze bei 600 Watt, seither sind 800 Watt zulässig. Der Unterschied zeigt sich direkt im Ertrag. Ein 600-Watt-System liefert wegen Wirkungsverlusten an einem guten Tag rund 3,2 kWh, ein 800-Watt-System kommt auf etwa 4,8 kWh. Bei einem Tagesverbrauch von rund 5,2 kWh in einem Zwei-Personen-Haushalt ist das ein Anteil, der sich spürbar auf der Stromrechnung bemerkbar macht, selbst wenn sich diese Bestwerte nur an sonnigen Tagen erreichen lassen. Im Winter produziert ein 800-Watt-Balkonkraftwerk nach denselben Berechnungen noch etwa 1,6 kWh am Tag.

Die 800 Watt sind zugleich eine Bagatellgrenze. Bis zu diesem Wert gilt eine Anlage als Steckersolargerät, ohne Elektriker, ohne Genehmigung des Netzbetreibers vor der Installation. Wer mehr einspeisen will, landet in der Kategorie reguläre Photovoltaikanlage, mit allem, was dazugehört.

Warum dürfen die Solarmodule bis zu 2.000 Wp leisten?

Weil Module ihre Nennleistung fast nie erreichen, gibt der Gesetzgeber hier bewusst mehr Spielraum als beim Wechselrichter. Wer die Frage stellt, wie groß darf ein Balkonkraftwerk sein, wenn es auch bei Wolken noch ordentlich Strom liefern soll, findet die Antwort in genau dieser Differenz. 2.000 Wp Module gleichen aus, was bei bedecktem Himmel, am frühen Morgen oder bei Ost-West-Ausrichtung an Leistung fehlt, ohne dass die Einspeisung die sichere Obergrenze von 800 Watt überschreitet.

Wer heute fragt, wie groß ein Balkonkraftwerk sein darf, bekommt eine andere Antwort als noch vor zwei Jahren, denn das Solarpaket I hat mehr verändert als nur die Wattzahl.

Was hat sich durch das Solarpaket I geändert?

Das Solarpaket I trat am 16. Mai 2024 in Kraft und veränderte mehr als nur die Wattzahl. Vorher war die Anmeldung beim Netzbetreiber Pflicht, seither reicht die Registrierung im Marktstammdatenregister. Vorher war ein spezieller Wieland-Stecker vorgeschrieben, seither ist der gewöhnliche Schuko-Stecker ausdrücklich erlaubt, solange die Modulleistung 960 Wp nicht übersteigt. Wer 2025 nach „Balkonkraftwerk neues Gesetz 2025“ oder „Balkonkraftwerk Änderungen 2025“ gesucht hat, landete bei genau diesen Werten, und sie gelten bis heute unverändert fort.

Kriterium

Vor Mai 2024

Ab Mai 2024

Wechselrichterleistung

600 Watt

800 Watt

Modulleistung

600 Wp

2.000 Wp

Anmeldung beim Netzbetreiber

Pflicht

Entfällt, nur MaStR

Schuko-Stecker

Nicht vorgesehen

Bis 960 Wp erlaubt

Welche Regeln gelten 2026?

Die Grundwerte aus dem Solarpaket I gelten unverändert fort. 800 Watt Wechselrichter, 2.000 Wp Module bleiben Standard. Die „Balkonkraftwerk maximale Leistung 2026“ bleibt bei den bekannten 800 Watt und 2.000 Wp. Neu ist seit dem 1. März 2026 die überarbeitete Anwendungsregel VDE-AR-N 4105:2026-03, die für Anlagen mit einem Speicher als Steuereinheit die starre Modulgrenze aufweicht. Dazu mehr im übernächsten Abschnitt, das betrifft nämlich nur einen Teil der Anlagen.

Wie groß sind die Solarmodule eines Balkonkraftwerks?

Neben Watt und Wp zählt für die Planung eine dritte Zahl, die in vielen Ratgebern fehlt, der Platzbedarf in Zentimetern und Quadratmetern.

Wie groß ein Balkonkraftwerk auf dem Balkon konkret sein darf, entscheidet am Ende die Fläche, nicht die Wattzahl.

Welche Maße haben typische Solarmodule?

Ein Standardmodul misst etwa 176 mal 113 Zentimeter, das sind knapp 2 Quadratmeter Fläche. Größere Modultypen kommen auf bis zu 228 Zentimeter Länge bei gleicher Breite, ohne dass sie zwangsläufig mehr Leistung bringen, sie sind lediglich pro Fläche effizienter oder weniger effizient gebaut. Jedes Modul wiegt außerdem 20 bis 25 Kilogramm.

Wie viel Platz benötigen zwei, drei oder vier Solarmodule?

Module

Fläche

Gewicht inkl. Halterung

Typische Leistung

2 Module

ca. 4 m²

ca. 50 bis 60 kg

800 Wp

3 Module

ca. 6 m²

ca. 75 bis 90 kg

1.200 bis 1.800 Wp

4 Module

ca. 8 m²

ca. 100 bis 120 kg

2.000 Wp

Hinweis: Die Fläche muss nicht zusammenhängend sein. Module lassen sich übereinander oder auf mehrere Balkone verteilen.

Was passiert, wenn ein Balkonkraftwerk mehr als 2.000 Wp hat?

Hier beginnt der Bereich, in dem sich 2026 tatsächlich etwas verändert hat, wenn auch nicht so grundlegend, wie mancher Blogtitel es klingen lässt.

Gilt eine Anlage mit mehr als 2.000 Wp noch als Steckersolargerät?

Rechtlich definiert § 8 Abs. 5a EEG ein Steckersolargerät weiterhin über eine Kombination aus höchstens 2.000 Wp Modulleistung und 800 VA Wechselrichterleistung. Seit dem 1. März 2026 gilt zusätzlich die überarbeitete Anwendungsregel VDE-AR-N 4105:2026-03, die für den technischen Netzanschluss die bisher starre 2.000-Wp-Grenze aufweicht, sofern ein Speicher als Steuereinheit die Einspeisung zuverlässig auf 800 Watt begrenzt. Maßgeblich bleibt in jedem Fall die Ausgangsleistung von 800 Watt, nicht die Modulleistung dahinter.

Wichtig ist die Einschränkung, wofür diese Lockerung gilt. Am gewöhnlichen Schuko-Stecker bleibt es bei höchstens 2.000 Wp nach der Produktnorm DIN VDE V 0126-95. Nur wenn ein Speicher zwischengeschaltet ist und die Einspeisung technisch regelt, erlaubt die neue Anwendungsregel deutlich mehr Modulleistung, in der Praxis bis zu 4.000 Watt.

Welche zusätzlichen Anforderungen gelten?

Wer die Modulgrenze über einen Speicher ausreizt, bleibt bei der Anmeldung im vereinfachten Verfahren, solange die Einspeiseleistung bei 800 Watt bleibt. Der Bundesverband Solarwirtschaft vertritt allerdings die Position, dass Anlagen mit Batteriespeicher formal nicht mehr automatisch als reines Steckersolargerät gelten und empfiehlt eine Elektrofachkraft für die Installation. Einzelne Netzbetreiber handhaben das pragmatischer als andere. Die zulässige Leistung für Balkonkraftwerke bleibt davon unberührt, solange die Einspeisung bei 800 Watt bleibt. Wer auf Nummer sicher gehen will, klärt die Einstufung vor dem Kauf mit dem eigenen Netzbetreiber.

Wann ist eine normale Photovoltaikanlage sinnvoller?

Sobald der Wechselrichter selbst mehr als 800 Watt einspeisen soll, unabhängig von jeder Modulleistung, endet der Bereich des Steckersolargeräts endgültig. Dann braucht es einen Elektriker, eine Anmeldung beim Netzbetreiber vor der Inbetriebnahme und einen Zweirichtungszähler. Für alles, was über den gelegentlichen Balkon- oder Terrassenplatz hinausgeht, etwa ein ganzes Garagendach, ist eine reguläre Dachanlage mit 5 oder 10 kWp meist die wirtschaftlichere und unkompliziertere Lösung.

Welche Größe des Balkonkraftwerks ist für mich sinnvoll?

Die gesetzliche Obergrenze beantwortet nicht, was sinnvoll ist. Das hängt am eigenen Verbrauch, am verfügbaren Platz und daran, ob ein Speicher mitgedacht wird.

Um zu klären, wie groß ein Balkonkraftwerk für den eigenen Haushalt sinnvollerweise sein sollte, hilft ein Blick auf den Tagesverbrauch.

Welche Größe eignet sich für einen Single-Haushalt?

Bei einem Tagesverbrauch von rund 3,3 kWh reichen zwei Module mit 800 Wp meist aus, um einen spürbaren Teil der Grundlast, also Kühlschrank und Router, zu decken. Die volle 2.000-Wp-Grenze auszureizen, bringt hier wenig zusätzlichen Nutzen, da ohnehin nur ein kleiner Teil des Tages Strom gebraucht wird.

Welche Größe eignet sich für einen Zwei- oder Mehrpersonenhaushalt?

Bei 5,2 kWh oder mehr am Tag lohnt sich die höhere Modulleistung eher, besonders in Kombination mit einem Speicher. Drei bis vier Module mit 1.500 bis 2.000 Wp liefern über den Tag verteilt mehr nutzbaren Strom, gerade wenn die Ausrichtung nicht perfekt nach Süden zeigt.

Wann ist ein Speicher sinnvoll?

Ohne Speicher landet der Mittagsüberschuss ungenutzt im Netz. Die meisten Haushalte verbrauchen tagsüber wenig. Ein Speicher hebt den Eigenverbrauch nach mehreren Quellen von rund 30 auf bis zu 80 Prozent. Wer ohnehin über 2.000 Wp Modulleistung nachdenkt, sollte den Speicher gleich mitplanen, weil er wie oben beschrieben auch die technische Voraussetzung für die höhere Modulleistung nach der neuen Anwendungsregel ist.

Wie lässt sich mehr Solarstrom aus einem größeren Balkonkraftwerk nutzen?

Mehr Module ohne Speicher bedeuten in erster Linie mehr ungenutzten Überschuss. Der Speicher ist der Baustein, der aus zusätzlicher Modulleistung tatsächlich mehr Ersparnis macht.

EcoFlow STREAM als Speicherlösung

EcoFlow hat mit der STREAM-Serie modulare Speicher mit integriertem Wechselrichter entwickelt, die genau an dieser Stelle ansetzen. Sie nehmen den Mittagsüberschuss auf, begrenzen die Einspeisung zuverlässig auf die zulässige Obergrenze und geben den gespeicherten Strom abends und nachts wieder ab.

STREAM 5000

Wer Balkonkraftwerk und Speicher von Anfang an zusammen plant, nutzt den STREAM 5000. Er hat vier MPPT-Eingänge mit zusammen bis zu 5.000 W Solareingang, deutlich mehr als die 2.000 Wp am gewöhnlichen Schuko-Stecker, und speichert 5,024 kWh, erweiterbar bis 90 kWh. Genau diese Konstellation, hohe Modulleistung hinter einem Speicher, der die Einspeisung regelt, entspricht dem, was die Anwendungsregel seit März 2026 vorsieht.

STREAM 5000
Speicherkapazität: 5.024 Wh, erweiterbar bis auf 90 kWh PV-Eingangsleistung 5.000 W AC-Ausgangsleistung netzunabhängig 3.000 W AC-Ausgangsleistung netzgekoppelt 800-3.000 W Unterstützt einen breiten Betriebstemperaturbereich von -20 °C bis 55 °C Bis zu 10.000 Lade- und Entladezyklen Gewicht 45,4 kg

Über den Wechselstrom-Ausgang liefert der STREAM 5000 netzunabhängig 3.000 W und netzgekoppelt 800 bis 3.000 W. Für einen Haushalt mit mehreren Modulen ist er damit die Lösung, die aus einem größeren Balkonkraftwerk tatsächlich mehr nutzbaren Strom macht, statt den Überschuss ungenutzt einzuspeisen.

STREAM AC 5000

Steht das Balkonkraftwerk bereits und fehlt nur der Speicher, übernimmt diese Aufgabe der STREAM AC 5000. Er ergänzt bestehende Anlagen um 5,024 kWh, erweiterbar bis 90 kWh, unabhängig vom bereits verbauten Wechselrichter. Mehr zur Nachrüstung erklärt der Beitrag zum AC-Speicher für Balkonkraftwerke. Wer sich unsicher ist, welche Speichergröße zum eigenen System passt, findet Anhaltspunkte im Beitrag zum 5-kWh-Speicher für Balkonkraftwerke.

STREAM AC 5000
Speicherkapazität: ca. 5024 Wh, erweiterbar bis auf 90.000 Wh AC-Ausgangsleistung netzunabhängig 3.000 W AC-Ausgangsleistung netzgekoppelt 800-3.000 W Gewicht 44,6 kg Lässt sich als Erweiterungsspeicher nahtlos in bestehende PV-Systeme integrieren. Ladezyklen: 10.000

Wie wird ein Balkonkraftwerk 2026 angemeldet?

Unabhängig davon, wie groß das eigene Balkonkraftwerk am Ende sein soll, ist der administrative Teil seit dem Solarpaket I deutlich kürzer geworden als noch vor 2024.

Registrierung im Marktstammdatenregister

Jedes Balkonkraftwerk muss innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur eingetragen werden. Die Registrierung ist kostenlos, dauert etwa 10 bis 15 Minuten und läuft vollständig online.

Muss das Balkonkraftwerk beim Netzbetreiber angemeldet werden?

Bei einer Einspeiseleistung bis 800 Watt entfällt die separate Anmeldung beim Netzbetreiber, die Daten werden über das Marktstammdatenregister automatisch weitergeleitet. Erst wenn die Wechselrichterleistung diese Grenze überschreitet, wird eine reguläre Anmeldung beim Netzbetreiber vor der Inbetriebnahme nötig, mit entsprechend längerer Wartezeit.

Welche technischen Anforderungen gelten beim Anschluss?

Bis 960 Wp Modulleistung reicht ein gewöhnlicher Schuko-Stecker. Darüber, bis zur Grenze von 2.000 Wp, schreibt die Norm eine spezielle Energiesteckvorrichtung vor, umgangssprachlich Wieland-Stecker genannt. Ein alter Ferraris-Zähler, der bei Einspeisung rückwärts läuft, wird vom Netzbetreiber innerhalb weniger Wochen kostenlos getauscht, ein Grund, die Anmeldung nicht aufzuschieben.

Wird es 2026 eine weitere Erhöhung geben?

Die Frage, wie groß ein Balkonkraftwerk in Zukunft noch sein darf, lässt sich nicht abschließend beantworten. Eine feste Erhöhung der 800-Watt-Grenze ist derzeit nicht angekündigt, wohl aber die Lockerung bei der Modulleistung über Speicherlösungen, die im März 2026 bereits in Kraft getreten ist. Die zwischenzeitlich diskutierte Frage „Balkonkraftwerk 1200 Watt erlaubt ab 2025“ hat sich damit erledigt, eine Anhebung auf 1.200 Watt war zu keinem Zeitpunkt beschlossen.

Welche Leistungen dürfen Balkonkraftwerke im Ausland haben?

Die deutsche Grenze orientierte sich ursprünglich an der VDE-Anwendungsregel 4105, die europaweit als Richtwert diente. Österreich zog mit 800 Watt gleich, die Schweiz hält nach früheren Angaben an 600 Watt fest, Frankreich begrenzte Steckersolargeräte deutlich enger auf rund 300 Watt. Diese Werte ändern sich gelegentlich, wer eine Anlage aus dem Ausland mitbringt oder dort betreibt, sollte den aktuellen Stand vor Ort prüfen.

Balkonkraftwerk: Gamechanger für den Geldbeutel

Über 350.000 neue Balkonkraftwerke wurden allein bis Oktober 2024 angemeldet, mittlerweile sind es deutlich über eine Million. Ein Balkonkraftwerk 2025 kostete im Schnitt noch etwas mehr als ein vergleichbares Set heute. Ein Grund dafür sind die gesunkenen Preise, ein 800-Watt-Set liegt 2026 oft schon unter 500 Euro. Förderungen einzelner Städte und Kommunen von bis zu 500 Euro verkürzen die Amortisation weiter, ebenso der Nullsteuersatz, der für Komplettsysteme bis 800 Watt Wechselrichterleistung inklusive Speicher weiterhin gilt.

Fazit

Wie groß darf ein Balkonkraftwerk sein, lässt sich in einem Satz zusammenfassen, höchstens 800 Watt Einspeiseleistung, in der Regel bis 2.000 Wp Modulleistung, mit mehr Spielraum nach oben, sobald ein Speicher die Einspeisung regelt. Für die Praxis zählt weniger die maximale Zahl als die passende Kombination aus Ausrichtung, Modulleistung und Speicher. Wer schlecht ausgerichtet ist oder viel Abendverbrauch hat, profitiert von der oberen Grenze und einem Speicher, wer einen makellosen Südbalkon besitzt, kommt oft schon mit zwei Modulen ans Ziel.

FAQs


Wie groß darf ein Balkonkraftwerk sein?

In der Standardkonfiguration darf ein Balkonkraftwerk bis zu 800 Watt in das Hausnetz einspeisen, die Solarmodule dürfen zusammen bis zu 2.000 Wp leisten. Seit März 2026 erlaubt eine überarbeitete Anwendungsregel bei Anlagen mit Speicher als Steuereinheit auch mehr Modulleistung, solange die Einspeisung weiterhin bei 800 Watt gedeckelt bleibt.


Wie viel Watt darf ein Balkonkraftwerk haben?

Die Wechselrichterleistung, also der tatsächlich eingespeiste Strom, ist auf 800 Watt begrenzt. Die Modulleistung darf am gewöhnlichen Schuko-Stecker bis 2.000 Wp betragen, darüber ist eine spezielle Energiesteckvorrichtung nötig. Beide Werte werden häufig verwechselt, sind aber rechtlich getrennt zu betrachten. Balkonkraftwerk Watt erlaubt, das war schon 2025 dieselbe Doppelfrage wie heute, und „Balkonkraftwerk wie viel Watt erlaubt 2025“ führte damals zur selben Antwort wie 2026.


Darf ein Balkonkraftwerk 2.000 Watt haben?

Als Modulleistung ja, als Einspeiseleistung nein. Ein Balkonkraftwerk mit 2.000 Watt Modulleistung und einem 800-Watt-Wechselrichter ist die zulässige Maximalkonfiguration für den vereinfachten Anmeldeweg. Ein Wechselrichter, der tatsächlich 2.000 Watt einspeist, würde dagegen als reguläre Photovoltaikanlage gelten.


Darf ein Balkonkraftwerk 3.000 Watt haben?

Als reine Modulleistung ist das über einen Speicher als Steuereinheit seit der neuen Anwendungsregel von März 2026 grundsätzlich möglich, am gewöhnlichen Schuko-Stecker dagegen nicht. In jedem Fall bleibt die Einspeisung ins Hausnetz auf 800 Watt begrenzt, unabhängig davon, wie viel die Module theoretisch liefern könnten. Wer über 2.000 Wp hinausgeht, sollte die Einstufung vorab mit dem Netzbetreiber klären.


Wie viel Platz braucht ein Balkonkraftwerk?

Für zwei Module mit rund 800 Wp reichen etwa 4 Quadratmeter, für vier Module mit 2.000 Wp werden rund 8 Quadratmeter fällig. Die Fläche muss nicht zusammenhängend sein, Module lassen sich übereinander montieren oder auf mehrere Balkonseiten verteilen. Ein einzelnes Standardmodul misst etwa 176 mal 113 Zentimeter und wiegt 20 bis 25 Kilogramm.


Wie groß darf ein Balkonkraftwerk auf dem Balkon sein?

Auf dem Balkon selbst setzt vor allem die Statik die Grenze, nicht das Gesetz. Standardbalkone tragen 200 bis 300 Kilogramm pro Quadratmeter, ein Balkonkraftwerk mit vier Modulen bleibt darunter, solange das Gewicht über die Fläche verteilt montiert wird. Bei älteren Balkonen oder konzentrierter Montage auf kleiner Fläche lohnt sich vorab die Einschätzung eines Statikers.

Balkonkraftwerk