Solarzelle Aufbau und Funktion: So entsteht Solarstrom

EcoFlow

Wer eine Solaranlage oder ein Balkonkraftwerk plant, stößt schnell auf die Frage, was in der Solarzelle eigentlich passiert, bevor daraus nutzbarer Strom wird. Aufbau und Funktionsweise bestimmen maßgeblich, wie viel Strom eine Zelle liefert und welcher Zelltyp sich für welchen Einsatz eignet. Ohne dieses Grundwissen bleiben die Angaben auf einem Modul-Datenblatt reine Zahlenkolonnen. Wer sich näher mit einem Balkonkraftwerk mit Speicher beschäftigt, kann es danach tatsächlich einordn

Solarmodule als Balkonkraftwerk

Wie funktioniert eine Solarzelle?

Am Anfang jeder Stromerzeugung steht ein physikalischer Effekt. Klingt fast zu einfach, um eine ganze Industrie zu tragen.

Der photoelektrische Effekt einfach erklärt

Photonen aus dem Sonnenlicht treffen auf die Zelle. Dabei lösen sie Elektronen aus ihrer Bindung im Silizium, jedes einzelne Photon überträgt seine Energie an genau ein Elektron. Das Elektron löst sich aus dem Atomverbund und wird frei beweglich. Ohne diesen photoelektrischen Effekt bliebe die Zelle einfach ein Stück Halbleitermaterial. Kein Stromfluss, keine Nutzung.

Vom Sonnenlicht zum nutzbaren Gleichstrom

Das elektrische Feld am p-n-Übergang lenkt die freigesetzten Elektronen in eine gerichtete Bewegung, statt sie ungeordnet im Kristall treiben zu lassen. Am Ende steht Gleichstrom, kurz DC. Für den Hausgebrauch taugt der noch nicht. Ein Wechselrichter wandelt ihn zunächst in Wechselstrom um, mit dem sich Haushaltsgeräte betreiben lassen. Diese Funktionsweise einer Solarzelle bildet die Grundlage jeder Photovoltaikanlage, ob auf dem Dach oder am Balkon.

Der Aufbau einer Solarzelle im Detail

Unter der glänzenden Oberfläche liegt ein mehrschichtiges System. Jede Schicht im Aufbau einer Solarzelle übernimmt dabei eine eigene Aufgabe.

Frontkontakt und Antireflexschicht

Ein dünnes Metallgitter auf der Vorderseite leitet den erzeugten Strom ab, ohne zu viel Lichteinfall zu blockieren. Darüber liegt die Antireflexschicht aus Siliziumnitrid. Sie reduziert Reflexionsverluste und gibt der Zelle gleichzeitig ihre typisch bläuliche Farbe.

N-dotierte und p-dotierte Siliziumschicht

Die obere Schicht ist mit Phosphor dotiert, negativ geladen durch einen Elektronenüberschuss. Die untere Schicht trägt eine Bordotierung und ist positiv geladen, dort fehlen nämlich Elektronen. Reines Silizium allein würde kaum Strom liefern. Erst die gezielte Dotierung macht die Zelle überhaupt funktionsfähig.

Der p-n-Übergang als Herzstück der Zelle

An der Grenzschicht zwischen n- und p-Bereich entsteht das elektrische Feld. Es treibt den gesamten Ladungstransport in der Zelle an und ermöglicht damit den Stromfluss. Auf der Unterseite schließt ein Rückkontakt aus Aluminium den Stromkreis.

Welche Arten von Solarzellen gibt es?

Je nach Herstellungsverfahren unterscheidet sich der Aufbau von Solarzellen deutlich in Wirkungsgrad, Optik und Einsatzgebiet gleichermaßen.

Monokristalline Solarzellen

Monokristalline Zellen werden aus einem einzigen Siliziumkristall gefertigt. Der Wirkungsgrad liegt bei 20 bis 24 Prozent, TOPCon-Zellen schaffen auf Zellebene sogar bis zu 26 Prozent. Diese Technologie dominiert heute den Markt für neue Anlagen fast vollständig. Der Preisvorteil einfacherer Alternativen ist praktisch verschwunden.

Polykristalline Solarzellen

Polykristalline Zellen bestehen aus vielen kleinen Kristallkörnern statt aus einem einzigen Block. Ihr Wirkungsgrad bleibt bei 15 bis 18 Prozent, spürbar niedriger als bei monokristallinen Zellen. Für dieselbe Leistung brauchen sie mehr Fläche, ein klarer Nachteil bei begrenztem Dach. Am Markt spielen sie kaum noch eine Rolle, seit der frühere Preisvorteil geschrumpft ist.

Dünnschichtzellen als Alternative

Dünnschichtzellen aus amorphem Silizium oder CIGS liefern einen deutlich geringeren Wirkungsgrad. Dafür sind sie flexibel und leicht. Wo Gewicht oder Biegsamkeit wichtiger sind als maximale Leistung, etwa bei gekrümmten Flächen oder mobilen Anwendungen, kommen sie trotzdem zum Einsatz.

Zelltyp

ca. Wirkungsgrad

Monokristallin

20-24 % (TOPCon bis zu 26 %)

Polykristallin

15-18 %

Dünnschicht (amorph/CIGS)

deutlich geringer, dafür flexibel und leicht

Wie viel Strom liefert eine einzelne Solarzelle?

Wie leistungsfähig die Funktion einer einzelnen Solarzelle tatsächlich ist, zeigt sich im Blick auf konkrete Zahlen.

Spannung und Leistung einer Standardzelle

Eine einzelne Siliziumzelle liefert nur rund 0,5 Volt und wenige Watt. Praktisch nutzbar wird das erst in Reihenschaltung, wenn sich die Spannungen mehrerer Zellen zur Modulspannung eines Solarpanels addieren.

Vom Modul zur kompletten PV-Anlage

60 bis 72 Zellen in einem Modul ergeben je nach Zelltyp zwischen 300 und 450 Watt Modulleistung. Reihen- und Parallelschaltung mehrerer Module ergibt am Ende die PV-Anlage, ihre Gesamtleistung ist schlicht die Summe aller Module. Ein Rechenbeispiel macht das greifbar. Für eine typische Aufdach-Anlage mit 8 Kilowatt Peakleistung braucht es bei 400-Watt-Modulen rund 20 Stück, bei kleineren 350-Watt-Varianten etwas mehr. Wie viele am Ende tatsächlich aufs Dach passen, entscheiden Dachfläche und Verschaltung.

Wo Solarzellen praktisch zum Einsatz kommen

Die Technik hinter dem Aufbau einer Photovoltaikzelle bleibt überall gleich. Ihre Anwendungen unterscheiden sich trotzdem stark.

Dachanlagen und Balkonkraftwerke

Die klassische Aufdach-PV-Anlage für Einfamilienhäuser bringt es je nach Dachfläche meist auf 5 bis 10 Kilowatt Peakleistung, überschüssiger Strom fließt dabei ins öffentliche Netz. Ganz anders sieht das Balkonkraftwerk aus. Es ist platzsparend, für Mieter und kleine Flächen gedacht und in Deutschland auf eine Wechselrichterleistung von 800 Watt begrenzt. Die Zelltechnologie dahinter ist bei beiden Varianten identisch, Größe, Genehmigungsaufwand und Netzanbindung unterscheiden sich trotzdem deutlich.

Mobile und netzunabhängige Anwendungen

Camping-Panels, Gartenhäuser oder Boote nutzen dieselben Solarzellen in tragbarer, oft flexibler Bauform, meist mit deutlich geringerer Leistung als ein festinstalliertes Dachmodul. Autarke Systeme kombinieren die Zellen fast immer direkt mit einem Speicher statt mit einer Einspeisung ins öffentliche Netz. Ohne Netzanschluss würde sonst jede vorbeiziehende Wolke den Betrieb angeschlossener Geräte unterbrechen.

Solarstrom mit Speicher optimal nutzen

Ohne Speicher geht ein Teil des tagsüber erzeugten Solarstroms ungenutzt verloren, sobald die Erzeugung den momentanen Verbrauch übersteigt. Die eigentliche Funktion einer Solarzelle entfaltet sich deshalb erst vollständig, wenn ein Speicher den Überschuss auffängt. Bei EcoFlow gibt es dafür passende Systeme, je nachdem, ob bereits eine Solaranlage vorhanden ist oder nicht.

Mit Solaranlage und Speicher den Eigenverbrauch maximieren

Wer noch kein eigenes Balkonkraftwerk mit Speicher besitzt, startet mit dem STREAM 5000. Der Solareingang nimmt bis zu 5.000 Watt auf. Bei einer Modulleistung von rund 400 Watt pro Panel ist da rechnerisch Platz für bis zu zwölf Module, bevor die Eingangsgrenze erreicht ist. Mit einer Speicherkapazität von 5,024 kWh, erweiterbar bis 90 kWh, lässt sich der tagsüber erzeugte Solarstrom auch nach Sonnenuntergang noch nutzen. Die Einrichtung läuft über eine schrittweise App-Anleitung, unkompliziert und mit minimalem Installationsaufwand.

STREAM 5000
Speicherkapazität: 5.024 Wh, erweiterbar bis auf 90 kWh PV-Eingangsleistung 5.000 W AC-Ausgangsleistung netzunabhängig 3.000 W AC-Ausgangsleistung netzgekoppelt 800-3.000 W Unterstützt einen breiten Betriebstemperaturbereich von -20 °C bis 55 °C Bis zu 10.000 Lade- und Entladezyklen Gewicht 45,4 kg

Ist bereits eine Solaranlage vorhanden, ohne eigenen Speicher, übernimmt stattdessen der STREAM AC 5000 genau diese Aufgabe. Er bietet dieselbe Kapazität von 5,024 kWh, erweiterbar bis 90 kWh, allerdings ohne eigenen PV-Eingang. Die vorhandene Anlage übernimmt die Stromerzeugung schließlich längst selbst. Wer mehrere Module oder eine größere Dachfläche nutzt, kann die Kapazität über zusätzliche Speichereinheiten erweitern und so einen größeren Teil des tagsüber erzeugten Solarstroms für den Abend vorhalten.

STREAM AC 5000
Speicherkapazität: ca. 5024 Wh, erweiterbar bis auf 90.000 Wh AC-Ausgangsleistung netzunabhängig 3.000 W AC-Ausgangsleistung netzgekoppelt 800-3.000 W Gewicht 44,6 kg (Entspricht ungefähr dem Gewicht von zwei Standard-Mikrowellen.) Lässt sich als Erweiterungsspeicher nahtlos in bestehende PV-Systeme integrieren. Ladezyklen: 10.000

Fazit: Aufbau und Funktion der Solarzelle im Überblick

Photoelektrischer Effekt und p-n-Übergang bilden das physikalische Grundprinzip jeder Solarzelle, unabhängig vom Zelltyp. Wie hoch der Wirkungsgrad und die tatsächliche Leistung einer Anlage am Ende ausfallen, entscheiden Zelltyp und Verschaltung gemeinsam. Ein Speicher sorgt zusätzlich dafür, dass der erzeugte Strom auch dann noch nutzbar bleibt, wenn gerade keine Sonne scheint.

FAQ

Wie ist eine Solarzelle aufgebaut?

Die Zelle besteht aus mehreren Schichten übereinander. Vorne Frontkontakt und Antireflexschicht, darunter eine n-dotierte und eine p-dotierte Siliziumschicht, unten ein Rückkontakt aus Aluminium. Den Stromfluss liefert das elektrische Feld an der Grenze zwischen den beiden Siliziumschichten.

Wie funktioniert eine Solarzelle einfach erklärt?

Licht schlägt Elektronen aus dem Silizium heraus, das elektrische Feld am p-n-Übergang schickt sie danach auf eine feste Bahn. Am Ende steht Gleichstrom, ein Wechselrichter macht daraus nutzbaren Wechselstrom für die Steckdose.

Welche Solarzellen-Art hat den höchsten Wirkungsgrad?

Monokristalline TOPCon-Zellen führen das Feld an, bis zu 26 Prozent auf Zellebene sind drin. Polykristalline und Dünnschichtzellen kommen an diesen Wert nicht heran.

Wie viel Watt liefert eine einzelne Solarzelle?

Für sich genommen liefert eine einzelne Zelle kaum etwas, nur wenige Watt bei rund 0,5 Volt. Erst 60 bis 72 in Reihe geschaltete Zellen ergeben als Modul eine praktisch nutzbare Leistung von 300 bis 450 Watt.

Was ist der Unterschied zwischen Solarzelle und Solarmodul?

Die Zelle ist die kleinste Einheit, die Strom erzeugt. Ein Modul bündelt mehrere davon in Reihe. Schließt man mehrere Module an ein System wie den STREAM 5000 von EcoFlow an, addiert sich am Solareingang die Leistung aller einzelnen Module.

Warum lohnt sich ein Speicher zusätzlich zur Solarzelle?

Ohne Speicher verpufft überschüssiger Solarstrom, sobald die Erzeugung den Verbrauch im Haus übersteigt. Ein STREAM AC 5000 von EcoFlow fängt genau diesen Überschuss auf und macht ihn auch nach Sonnenuntergang nutzbar.