Ökostrom Vergleich 2026: So finden Sie den passenden Tarif
- Wie hoch ist der Ökostrom-Anteil in Deutschland 2026?
- Was ist echter Ökostrom und woran erkennt man ihn?
- Ökostrom Preisvergleich: Ist Ökostrom wirklich teurer?
- Ökostrom Anbieter Vergleich: Darauf kommt es an
- Stromanbieter Ökostrom: Diese Anbietertypen gibt es
- Lohnt sich eigener Solarstrom zusätzlich zum Ökostrom?
- Eigenverbrauch erhöhen: Solarstrom speichern statt einspeisen
- Fazit: Der richtige Ökostrom Vergleich lohnt sich
- FAQ
Den Stromanbieter zu wechseln kann schnell zu einer großen Entscheidung werden. Auf einmal ist man konfrontiert mit unzähligen Tarifen und Gütesiegeln, die bestätigen, dass genau dieser Tarif der beste sei. Ein sauberer Ökostrom-Vergleich spart allerdings nicht nur Geld, sondern stellt auch sicher, dass der Strom tatsächlich aus erneuerbaren Quellen stammt. Dabei ergänzen sich Ökostrom aus dem Netz und eigener Solarstrom, denn der eine macht den Netzbezug grün und der andere macht ihn kleiner. Wie viel das im Haushalt ausmacht, lässt sich schon mit einem Balkonkraftwerk mit Speicher oder einer kleinen Dachanlage durchrechnen.

Wie hoch ist der Ökostrom-Anteil in Deutschland 2026?
Für jeden Vergleich des Ökostroms lohnt sich zunächst der Blick auf das Gesamtbild. Erneuerbare Energien deckten 2025 laut Umweltbundesamt rund 55,1 % des Bruttostromverbrauchs, nach 54,4 % im Vorjahr. Die Photovoltaik erzeugte dabei 91,6 TWh und damit 21 % mehr als 2024.
Der Anteil an Ökostrom im deutschen Strommix ist nicht dasselbe wie ein Ökostromtarif. Ein Tarif belegt, dass der gelieferte Strom zu 100 % aus erneuerbaren Quellen stammt, und er tut das über Herkunftsnachweise. Kennzahlen werden jährlich aktualisiert, aktuelle Angaben gibt es beim Umweltbundesamt.
Was ist echter Ökostrom und woran erkennt man ihn?
Ökostrom ist ein Marketingbegriff, und die Qualität unterscheidet sich je nach Tarif deutlich. Eine erste Orientierung zu Grünstrom und seinen Grenzen bietet der Beitrag Grüner Strom.
Das Umweltbundesamt führt das Herkunftsnachweisregister, das verhindern soll, dass Ökostrom mehrfach verkauft wird. Laut Umweltbundesamt steht jeder Herkunftsnachweis für 1 MWh erneuerbare Energie. Lieferanten müssen die entsprechende Menge entwerten, bevor sie Strom in der Stromkennzeichnung als Ökostrom ausweisen dürfen.
Bei den Gütesiegeln nennt das Umweltbundesamt das Grüner Strom Label und ok-power. Beide garantieren, dass der Ökostrombezug die Förderung von Neuanlagen unterstützt. Für weitere Label spricht die Behörde keine Empfehlung aus. Strom aus Anlagen, die nach dem EEG gefördert werden, darf nicht als Ökostrom angeboten werden.
Ökostrom Preisvergleich: Ist Ökostrom wirklich teurer?
Beim Preisvergleich Ökostrom entscheidet weniger die Stromart als die Tarifart. Die Grundversorgung ist oft teurer als aktiv gewählte Sonderverträge, und Ökostromtarife liegen häufig auf Augenhöhe mit konventionellen Tarifen.
Die gängigen Tarifarten unterscheiden sich vor allem bei Preisniveau, Preisgarantie und Eignung.
Tarifart | Preisniveau (relativ) | Preisgarantie | Eignung |
Grundversorgung | oft am höchsten | keine feste Garantie, Preise können angepasst werden | Übergang, etwa nach einem Einzug |
Sondervertrag konventionell | meist günstiger als die Grundversorgung | häufig für einen festen Zeitraum, je nach Vertrag | wer auf Preis statt Herkunft achtet |
Ökostrom | häufig auf Augenhöhe mit konventionellen Sonderverträgen | je nach Vertrag | Haushalte, die erneuerbaren Strom beziehen wollen |
Ökostrom mit Neuanlagenförderung | kann etwas höher liegen | je nach Vertrag | wer den Ausbau neuer Anlagen unterstützen möchte |
Dynamischer Tarif | schwankt mit dem Börsenpreis | keine feste Garantie | flexible Verbraucher, in der Regel mit intelligentem Zähler |
Der Strompreis setzt sich aus Arbeitspreis, Grundpreis, Netzentgelten und Abgaben zusammen. Den Arbeitspreis zahlt man je verbrauchter Kilowattstunde, den Grundpreis dagegen unabhängig vom Verbrauch. Strompreise ändern sich laufend, aktuelle Tarife prüft man deshalb über einen Vergleichsrechner.
Ökostrom Anbieter Vergleich: Darauf kommt es an
Beim Ökostrom Anbieter Vergleich führt der günstigste Arbeitspreis nicht automatisch zum günstigsten Tarif. Grundpreis, Laufzeit und Konditionen entscheiden mit.
Arbeitspreis und Grundpreis richtig vergleichen
Das Beispiel nutzt zwei fiktive Tarife und keine echten Angebote. Tarif A kostet 30 Cent je kWh und 12 € Grundpreis im Monat, Tarif B kostet 28 Cent je kWh und 20 € im Monat.
Jahresverbrauch | Tarif A (Beispiel) | Tarif B (Beispiel) |
3.500 kWh | 1.194 € | 1.220 € |
6.000 kWh | 1.944 € | 1.920 € |
Bei 4.800 kWh im Jahr kosten beide Tarife gleich viel. Darunter ist Tarif A günstiger, darüber Tarif B. Wer wenig Strom aus dem Netz bezieht, etwa weil eine eigene Solaranlage einen Teil deckt, profitiert deshalb vom niedrigen Grundpreis.
Laufzeit, Preisgarantie, Boni und versteckte Kosten
Neben den Preisen entscheiden die Vertragsbedingungen darüber, was ein Tarif am Ende kostet.
Kriterium | Worauf man achten sollte |
Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist | lange Bindung und frühe Fristen erschweren den Wechsel zu einem besseren Tarif |
Preisgarantie | klären, welche Preisbestandteile sie umfasst |
Neukundenbonus | gilt meist nur im ersten Jahr und verzerrt den Vergleich |
Vorkasse und Kaution | binden Geld und sind ein Warnsignal |
Paketpreise | feste Verbrauchsmengen machen Mehr- oder Minderverbrauch teuer |
Preisanpassungsklauseln | regeln, wann und wie der Anbieter die Preise ändern darf |
Deshalb sollte man den Preis im zweiten Jahr prüfen und nicht nur die Kosten im ersten Jahr betrachten.
Stromanbieter Ökostrom: Diese Anbietertypen gibt es
Preise und Boni ändern sich zu schnell für ein Ranking, deshalb ist der Blick auf die Anbietertypen mit ihren Vor- und Nachteilen sinnvoller. Wer einen konkreten Anbieter prüfen möchte, kann in den Verzeichnissen der Gütesiegel Grüner Strom Label und ok-power nachsehen, welche Anbieter dort geführt werden.
Anbietertyp | Stärken | Schwächen | Worauf achten |
Reine Ökostromanbieter | liefern ausschließlich erneuerbaren Strom | Preisniveau kann höher liegen | Gütesiegel und Stromkennzeichnung |
Stadtwerke und Regionalversorger | regionale Nähe und oft persönlicher Service | Angebot und Preise stark unterschiedlich | Anteil erneuerbarer Energien im Gesamtangebot |
Töchter großer Konzerne | große Auswahl an Tarifen, meist stabile Bonität | Konzern verkauft insgesamt oft viel fossilen Strom | Stromkennzeichnung des gesamten Anbieters |
Anbieter mit dynamischem Tarif | Preis folgt dem Börsenstrom, Verbrauch lässt sich verschieben | schwankende Kosten, Planbarkeit gering | intelligenter Zähler und eigene Flexibilität |
Das Umweltbundesamt rät dazu, bei einem Lieferanten, der überwiegend fossilen Strom verkauft und nur einen kleinen Ökostromtarif anbietet, den Anbieter zu wechseln und nicht nur den Tarif. Ein Lieferant mit insgesamt viel erneuerbarem Strom ist wirksamer.
So gelingt der Wechsel zum Ökostromanbieter
Vertrag und Kündigungsfrist prüfen. Die Frist steht im aktuellen Vertrag und bleibt auch bei schnellem Wechsel bestehen.
Verbrauch ablesen. Die Jahresmenge in kWh steht auf der letzten Abrechnung.
Tarif auswählen. Dafür vergleicht man Arbeitspreis, Grundpreis und Konditionen.
Wechsel beauftragen. Der neue Anbieter kündigt in der Regel den alten Vertrag, dafür braucht er eine Vollmacht.
Der technische Vorgang des Stromlieferantenwechsels läuft seit dem 6. Juni 2025 laut Bundesnetzagentur binnen 24 Stunden ab und ist an jedem Werktag möglich. Die Kündigungsbedingungen des bisherigen Vertrags bleiben davon unberührt. Die Versorgung bleibt in jedem Fall gesichert, denn wenn ein Wechsel scheitert, muss der örtliche Grundversorger weiter liefern, wie das Umweltbundesamt festhält. Zwischenzeitlich kann allerdings die meist teurere Ersatzversorgung greifen. Wechselfristen und Regeln können sich ändern, aktuelle Angaben gibt es bei der Bundesnetzagentur.
Lohnt sich eigener Solarstrom zusätzlich zum Ökostrom?
Ökostrom macht den Netzbezug grün, Eigenstrom macht ihn kleiner. Der günstigste Strom ist deshalb der, der gar nicht erst aus dem Netz kommt. Eine Einordnung der Anschaffungskosten findet sich im Beitrag Kosten Solaranlage mit Speicher.
Das Beispiel rechnet mit einem 4-Personen-Haushalt, der 3.500 kWh Strom im Jahr verbraucht. Die Photovoltaikanlage hat 5 kWp und liefert angenommene 4.500 kWh im Jahr. Der Ökostromtarif kostet 30 Cent je kWh plus 144 € Grundpreis im Jahr, und ohne Speicher werden 30 % des Solarstroms selbst verbraucht, das sind 1.350 kWh. Die Einspeisevergütung bleibt unberücksichtigt.
Szenario | Netzbezug | Stromkosten | Ersparnis |
Ohne Solaranlage | 3.500 kWh | 1.194 € | - |
Mit Solaranlage, ohne Speicher | 2.150 kWh | 789 € | 405 € pro Jahr |
Es handelt sich um Beispielwerte. Ertrag und Eigenverbrauch hängen von Standort, Ausrichtung und Verbrauchsprofil ab.
Photovoltaik als Investition: Was Eigenstrom kostet
Kleine Dachanlagen mit bis zu 30 kWp erzeugen Strom laut der Studie des Fraunhofer ISE zu Gestehungskosten zwischen 6,3 und 14,4 Cent je kWh. Die Untergrenze gilt für Süddeutschland, die Obergrenze für Norddeutschland, und die Studie rechnet mit 30 Jahren Lebensdauer. Verglichen mit den 30 Cent je kWh im Ökostromtarif aus dem Beispiel liegt Eigenstrom damit deutlich darunter. Speicher sind in dieser Spanne allerdings nicht enthalten.
Dem stehen die Anschaffungskosten gegenüber, die sich erst über viele Jahre auszahlen. Ein Amortisationsversprechen lässt sich aus den Beispielwerten deshalb nicht ableiten.
Eigenverbrauch erhöhen: Solarstrom speichern statt einspeisen
Ohne Speicher fließen die Mittagsüberschüsse ins Netz, und abends muss wieder Strom zugekauft werden. Ehrlich bleibt die Rechnung nur mit dem Hinweis, dass die Anlage im Winter wenig liefert. Der Restbezug bleibt dann bestehen, und genau den deckt ein Ökostromtarif sauber ab. EcoFlow bietet Heimspeicher an, die den Mittagsüberschuss in die Abend- und Morgenstunden verschieben.
Wie ein Speicher den Netzbezug weiter senkt
Mit Speicher steigt die Eigenverbrauchsquote im Beispiel von 30 % auf angenommene 55 %, der Eigenverbrauch also von 1.350 kWh auf 2.475 kWh. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz nennt für ein größeres Beispielgebäude mit 10 kWp, 6 kWh Speicher und 4.000 kWh Haushaltsstrom 28 % ohne und 47 % mit Speicher. Weil die Anlage im Verhältnis zum Verbrauch hier kleiner ausfällt, nimmt das Beispiel einen etwas höheren Wert an.
Szenario | Eigenverbrauchsquote | Eigenverbrauch | Netzbezug | Kosten | Ersparnis |
Ohne Solaranlage | - | - | 3.500 kWh | 1.194 € | - |
Solaranlage ohne Speicher | 30 % | 1.350 kWh | 2.150 kWh | 789 € | 405 € |
Solaranlage mit Speicher | 55 % | 2.475 kWh | 1.025 kWh | 452 € | 742 € |
Gegenüber der Anlage ohne Speicher spart der Haushalt damit etwa 337 € im Jahr zusätzlich. Die Eigenverbrauchsquote mit Speicher hängt von Anlagengröße und Verbrauch ab. Den verbleibenden Restbezug deckt am besten ein Tarif mit niedrigem Grundpreis, weil bei geringem Netzbezug der Grundpreis stärker ins Gewicht fällt.
STREAM 5000 und STREAM AC 5000 für mehr Eigenverbrauch
Wer Solaranlage und Speicher erstmals gemeinsam installiert, findet im STREAM 5000 beides in einem Gerät. Sein PV-Eingang von 5.000 W passt zur 5-kWp-Anlage aus dem Beispiel. Der Speicher fasst 5,024 kWh, erweiterbar bis 90 kWh. Das Gerät ist easy to deploy und wiegt 45,4 kg.
Hängt bereits eine PV-Anlage ohne Speicher auf dem Dach, übernimmt der STREAM AC 5000 die Nachrüstung mit minimaler Installation. Er speichert den bisher eingespeisten Mittagsüberschuss und gibt ihn am Abend wieder ab. Die zusätzlichen 1.125 kWh Eigenverbrauch aus dem Beispiel entsprechen im Jahresmittel etwa 3,1 kWh pro Tag und passen damit bequem in die 5,024 kWh Kapazität, erweiterbar bis 90 kWh. Der Wechselstromausgang liefert netzunabhängig 3.000 W und netzgekoppelt 800-3.000 W, und mit 44,6 kg.
Beide Speicher arbeiten bei Temperaturen von -20 °C bis 55 °C, schaffen bis zu 10.000 Lade- und Entladezyklen und kommen mit 10 Jahren Garantie. Per App behält man den Füllstand im Blick.
Fazit: Der richtige Ökostrom Vergleich lohnt sich
Beim Tarif zählen Herkunftsnachweis und Gütesiegel, außerdem sollten Arbeits- und Grundpreis gemeinsam betrachtet und die Konditionen geprüft werden. Im Beispiel spart eigener Solarstrom rund 405 € im Jahr, mit Speicher sind es rund 742 €. Den Restbezug deckt man am besten über einen Ökostromtarif mit niedrigem Grundpreis. Weil sich Preise laufend ändern, lohnt eine jährliche Kontrolle des Tarifs, spätestens vor dem Ende der Preisgarantie.
FAQ
Was ist beim Ökostrom Vergleich besonders wichtig?
Wichtig sind der Herkunftsnachweis, ein Gütesiegel wie Grüner Strom Label oder ok-power und die Kombination aus Arbeits- und Grundpreis. Außerdem lohnt der Blick auf Laufzeit, Preisgarantie und den Preis im zweiten Jahr. Wer wenig Netzstrom braucht, etwa mit eigener Solaranlage und einem Speicher von EcoFlow, achtet besonders auf einen niedrigen Grundpreis.
Ist Ökostrom teurer als normaler Strom?
Nicht zwingend. Entscheidend ist die Tarifart, denn Ökostromtarife liegen oft auf Augenhöhe mit konventionellen Sonderverträgen, während die Grundversorgung häufig teurer ist. Tarife mit Neuanlagenförderung können etwas höher liegen, aktuelle Preise zeigt ein Vergleichsrechner.
Woran erkenne ich echten Ökostrom?
An Herkunftsnachweisen, die der Anbieter entwertet hat, und an Gütesiegeln wie Grüner Strom Label oder ok-power, die laut Umweltbundesamt die Förderung von Neuanlagen garantieren. Zusätzlich hilft die Stromkennzeichnung des gesamten Anbieters.
Wie wechsle ich zu einem Stromanbieter mit Ökostrom?
Man prüft den aktuellen Vertrag samt Kündigungsfrist, liest den Verbrauch von der Abrechnung ab, wählt einen Tarif und beauftragt den Wechsel. Den alten Vertrag kündigt in der Regel der neue Anbieter. Der technische Wechsel dauert laut Bundesnetzagentur 24 Stunden, die Kündigungsfrist des alten Vertrags gilt aber weiter.
Wie viel Prozent des Stroms in Deutschland ist erneuerbar?
2025 deckten erneuerbare Energien laut Umweltbundesamt rund 55,1 % des Bruttostromverbrauchs, nach 54,4 % im Vorjahr. Es handelt sich um vorläufige Werte mit Stand vom 05.03.2026.
Kann man Ökostrom und eine eigene Solaranlage kombinieren?
Ja, beides ergänzt sich. Die Solaranlage senkt den Netzbezug, der Ökostromtarif deckt den Rest, besonders im Winter. Ein Speicher wie der STREAM AC 5000 von EcoFlow erhöht den Eigenverbrauch bestehender Anlagen, weil er den Mittagsüberschuss für den Abend aufnimmt.