Dach für Solar vermieten oder selbst nutzen?

EcoFlow

Eine Lagerhalle mit 800 Quadratmetern Dachfläche, Südausrichtung, kaum Verschattung. Bei vielen Eigentümern liegt genau so eine Fläche einfach brach. Wer vor dieser Situation steht, kennt die Frage: Dach für Solar vermieten oder die Fläche selbst mit einer eigenen Anlage bestücken? Beide Wege bringen am Ende Geld. Sie funktionieren aber grundlegend unterschiedlich. Die Vermietung bringt eine Pachteinnahme ohne Eigeninvestition. Der Eigenverbrauch bringt volle Kostenkontrolle, aber auch das volle unternehmerische Risiko.

Ein Mittelweg für mehr Eigenverbrauch ohne hohe Investition kann auch ein Balkonkraftwerk mit Speicher bringen.

Balkonkraftwerk mit Speicher

Wie funktioniert es, das Dach für Solar zu vermieten?

Das Prinzip ist einfach. Eine Solarfirma pachtet die Dachfläche. Sie installiert und betreibt die Anlage komplett selbst. Im Gegenzug zahlt sie eine Pacht, meist über 20 bis 40 Jahre Laufzeit. Die Anlage bleibt während dieser Zeit durchgehend Eigentum der Solarfirma, nicht des Dacheigentümers.

Geregelt wird das Ganze über einen Pachtvertrag. Darin stehen Laufzeit, Zahlungsmodalität und Zuständigkeiten für Wartung und Versicherung. Manche Verträge sehen eine Verlängerungsoption vor, andere räumen dem Dacheigentümer nach Vertragsende ein Vorkaufsrecht für die Anlage ein.

Welche Anforderungen muss die Dachfläche für Solar erfüllen?

Nicht jedes Dach eignet sich für die Vermietung. Eine Dachfläche für Solar vermieten zu wollen, setzt vor allem eine gute Ausrichtung voraus, idealerweise nach Süden. Auch der Neigungswinkel spielt eine Rolle, um 30 Grad gilt als optimal. Verschattung durch Bäume oder Nachbargebäude schließt viele Flächen von vornherein aus. Und schließlich muss das Dach für Montage und spätere Wartung gut zugänglich sein.

Hinzu kommt die Statik. Eine PV-Anlage bringt zusätzliches Gewicht, das die Dachkonstruktion tragen muss. Solarfirmen prüfen deshalb vor Vertragsabschluss immer den baulichen Zustand des Dachs. Ist eine Sanierung nötig, übernehmen manche Anbieter diese sogar, dafür verlängert sich meist die Vertragslaufzeit.

Vor- und Nachteile der Dachvermietung für Solar

Wer die Vermietung des Dachs für Solar als Option prüft, profitiert von einigen klaren Vorteilen. Es fallen keine Investitionskosten an. Die Betriebsverantwortung liegt komplett bei der Solarfirma. Die Pachteinnahmen sind über die gesamte Laufzeit planbar. Teils übernimmt der Pächter sogar eine ohnehin nötige Dachsanierung.

Dem stehen deutliche Nachteile gegenüber. Die Vertragsbindung dauert oft 20 bis 40 Jahre. Auf den erzeugten Strom hat der Dacheigentümer keinen eigenen Zugriff. Eine anderweitige Nutzung der Fläche ist während der gesamten Laufzeit ausgeschlossen. Auch eine mögliche Wertsteigerung der Immobilie durch eine eigene, moderne Solaranlage entfällt, denn die Fläche gehört wirtschaftlich für Jahrzehnte einem anderen Betreiber. Genau dieser fehlende Zugriff auf den eigenen Strom ist der Ausgangspunkt für den zentralen Vergleich in diesem Artikel.

Dach vermieten oder selbst mit Solar versorgen? Der Vergleich

Beide Modelle lassen sich an zwei Fragen festmachen. Was bringt am Ende mehr Geld? Und für wen passt welches Modell überhaupt?

Wirtschaftlichkeit im Vergleich

Die Pacht ist eine feste, aber begrenzte Größe. Marktbeobachtungen zeigen Werte zwischen 2 und 8 Euro pro Quadratmeter und Jahr, unabhängig vom eigenen Strompreis. Bei 800 Quadratmetern und einem mittleren Wert von 5 Euro ergeben sich daraus etwa 4.000 Euro im Jahr.

Der Eigenverbrauch funktioniert anders. Jede selbst erzeugte und verbrauchte Kilowattstunde spart den vollen Netzstrompreis, nicht nur eine Pacht. Bei aktuellen Strompreisen von rund 30 bis 37 Cent pro Kilowattstunde kann allein diese Ersparnis die Pachteinnahme übersteigen, je nach Anlagengröße und Verbrauch. Ein Rechenbeispiel: Wer jährlich 3.000 Kilowattstunden selbst erzeugten Strom nutzt statt einzuspeisen, spart bei 33 Cent pro Kilowattstunde rund 990 Euro, mehr als die 4.000 Euro Pacht aus dem Beispiel oben allerdings noch nicht. Erst bei entsprechend größerer Anlage und höherem Eigenverbrauch kehrt sich das Verhältnis um. Als grobe Orientierung reicht bei vielen Haushalten schon eine Eigenverbrauchsquote von 30 bis 40 Prozent, um wirtschaftlich mit der Vermietung gleichzuziehen.

Hinweis: Diese Werte sind Richtwerte aus aktuellen Marktbeobachtungen, keine Garantie für den Einzelfall. Die tatsächliche Pacht und die tatsächliche Ersparnis hängen von Lage, Größe, Verbrauch und Vertragspartner ab.

Für wen sich welches Modell eignet

Die Dachvermietung passt zu Eigentümern mit hohem Strombedarf an einem anderen Ort. Sie passt auch zu allen mit wenig Eigenkapital oder ohne Interesse an technischer Verantwortung. Für Flächen, die sich ohnehin nicht sinnvoll selbst nutzen lassen, etwa große Gewerbedächer, ist sie oft die praktischere Wahl. Auch Landwirte mit großen Stall- oder Scheunendächern greifen häufig auf dieses Modell zurück, statt selbst in eine Anlage zu investieren.

Der Eigenverbrauch passt eher zu allen, die ihre Stromkosten aktiv senken wollen. Das gilt besonders für Ein- und Zweifamilienhäuser mit Süddach. Wer dabei die passende Speicherkapazität wählt, kann den Eigenverbrauchsanteil noch einmal deutlich steigern.

Eigenverbrauch erhöhen statt Dachfläche für Solar zu vermieten

Wer sich für die eigene Nutzung entscheidet, statt die Fläche zu vermieten, sollte sich eine Frage stellen. Wie viel des erzeugten Solarstroms landet tatsächlich im eigenen Haushalt, statt ins Netz eingespeist zu werden? Ein Speicher ist dabei der wirksamste Hebel. Er fängt den Überschuss vom Mittag auf. Er stellt ihn abends bereit, statt ihn für die Einspeisevergütung abzugeben. Bei EcoFlow gibt es dafür zwei passende Lösungen.

Passende Lösung: STREAM 5000 oder AC 5000

Wer neu in die Eigenversorgung einsteigt, statt das Dach zu verpachten, ist mit dem STREAM 5000 gut bedient. Der Speicher fängt den Solarüberschuss vom Mittag auf und macht ihn abends nutzbar. Die Speicherkapazität von 5,024 kWh lässt sich auf bis zu 90 kWh erweitern. Das schafft auch bei größeren Dachflächen und entsprechend höherem Solarertrag genug Puffer.

STREAM 5000
Speicherkapazität: 5.024 Wh, erweiterbar bis auf 90 kWh PV-Eingangsleistung 5.000 W AC-Ausgangsleistung netzunabhängig 3.000 W AC-Ausgangsleistung netzgekoppelt 800-3.000 W Unterstützt einen breiten Betriebstemperaturbereich von -20 °C bis 55 °C Bis zu 10.000 Lade- und Entladezyklen Gewicht 45,4 kg

Wer bereits eine PV-Anlage nutzt und den Eigenverbrauchsanteil nachträglich erhöhen will, findet im STREAM AC 5000 die passende Ergänzung. Das gesamte System muss dafür nicht neu aufgebaut werden. Er bietet dieselbe Kapazität von 5,024 kWh sowie eine AC-Ausgangsleistung von 800 bis 3.000 Watt netzgekoppelt. Beide Modelle führen per App durch die Einrichtung und übernehmen die Energieverteilung danach automatisch. Welches der beiden Modelle die bessere Wahl ist, hängt letztlich davon ab, ob überhaupt schon eine Solaranlage auf dem Dach installiert ist.

STREAM AC 5000
Speicherkapazität: ca. 5024 Wh, erweiterbar bis auf 90.000 Wh AC-Ausgangsleistung netzunabhängig 3.000 W AC-Ausgangsleistung netzgekoppelt 800-3.000 W Gewicht 44,6 kg (Entspricht ungefähr dem Gewicht von zwei Standard-Mikrowellen.) Lässt sich als Erweiterungsspeicher nahtlos in bestehende PV-Systeme integrieren. Ladezyklen: 10.000

Fazit: Dach vermieten für Solar oder selbst versorgen?

Die Vermietung bietet Sicherheit ohne Aufwand. Der Eigenverbrauch bietet in der Regel das größere finanzielle Potenzial, vorausgesetzt, Eigenkapital und Nutzungswille sind vorhanden. Wer sich für die Eigenversorgung entscheidet, sollte den Eigenverbrauch von Anfang an mitdenken. Ein Speicher macht dabei oft den entscheidenden Unterschied. Wer dagegen ohnehin keine Zeit oder kein Interesse an der Anlage hat, ist mit der Vermietung meist besser beraten, auch wenn dabei finanzielles Potenzial liegen bleibt.

FAQ

Was bedeutet es, das Dach für eine Solaranlage zu vermieten?

Eine Solarfirma pachtet die Dachfläche und installiert und betreibt darauf eine eigene Anlage. Der Dacheigentümer erhält dafür über die Vertragslaufzeit eine Pacht. Auf den erzeugten Strom hat er selbst aber keinen Zugriff.

Wie viel kann man mit der Vermietung einer Dachfläche für Solar verdienen?

Üblich sind laut Marktbeobachtungen 2 bis 8 Euro pro Quadratmeter und Jahr. Bei 800 Quadratmetern und einem mittleren Wert ergeben sich daraus mehrere tausend Euro pro Jahr. Diese Werte variieren je nach Lage, Größe und Vertragspartner erheblich und sind keine Garantie für den Einzelfall.

Lohnt sich die Dachvermietung mehr als eine eigene Solaranlage?

Finanziell meist nicht. Der Eigenverbrauch spart den vollen Netzstrompreis pro Kilowattstunde, die Vermietung bringt dagegen nur eine feste Pacht. Wer allerdings kein Eigenkapital investieren oder keine technische Verantwortung übernehmen will, fährt mit der Vermietung oft trotzdem besser. Auch bei sehr großen, aber ungünstig gelegenen Dächern mit hohem Sanierungsbedarf kann die Vermietung praktischer sein als eine Eigeninvestition.

Welche Voraussetzungen muss ein Dach für die Vermietung an Solarfirmen erfüllen?

Wichtig sind eine Südausrichtung, ein Neigungswinkel von ungefähr 30 Grad und ausreichende Größe. In der Praxis akzeptieren die meisten Solarfirmen erst Dächer ab etwa 600 Quadratmetern. Kleinere Einfamilienhausdächer kommen für die klassische Vermietung meist nicht infrage.

Kann man während der Vertragslaufzeit selbst Solarstrom nutzen?

In der Regel nicht. Die Anlage gehört während der gesamten Laufzeit der Solarfirma, der erzeugte Strom fließt an sie beziehungsweise ins Netz. Wer selbst Solarstrom nutzen und speichern will, etwa mit einem Balkonkraftwerk mit Speicher von EcoFlow, sollte sich von vornherein für die Eigenversorgung statt der Vermietung entscheiden.

Wie erhöht man den Eigenverbrauch einer eigenen Solaranlage?

Der wirksamste Hebel ist ein Batteriespeicher. Er speichert den Solarüberschuss vom Mittag und stellt ihn abends bereit, statt ihn ungenutzt ins Netz einzuspeisen. Lösungen wie STREAM 5000 von EcoFlow übernehmen diese Steuerung automatisch.