Strompreise 2026: Was Entlastung und Senkung der Netzentgelte wirklich bringen

EcoFlow

Die Strompreissenkung stand zum Jahreswechsel in vielen Schlagzeilen und tatsächlich sanken die Netzentgelte 2026 im Schnitt um 1,6 Cent je Kilowattstunde. Wie viel davon auf der eigenen Rechnung landet, entscheiden Versorger, Netzgebiet und Vertrag, und ein Teil des Preises bleibt von der Entlastung ohnehin unberührt, weil Beschaffung, Steuern und Umlagen weiterlaufen.

Einen Teil der Stromkosten kann jeder Haushalt dagegen selbst beeinflussen, zum Beispiel mit einem Balkonkraftwerk mit Speicher, das Solarstrom vom Mittag in den Abend verschiebt und den Bezug aus dem Netz verringert.

Balkonkraftwerk mit Speicher auf einer Terrasse

Strompreissenkung 2026: Was sich bei den Bestandteilen ändert

Der Strompreis besteht aus drei Blöcken, nämlich aus Beschaffung und Vertrieb, aus Netzentgelten und aus Steuern, Abgaben und Umlagen. Nach der Strompreisanalyse des BDEW zahlte ein Haushalt mit 3.500 Kilowattstunden Jahresverbrauch im Januar 2026 durchschnittlich 37,2 Cent je Kilowattstunde. Die Senkung der Strompreise 2026 ging damit vor allem auf die Netzentgelte zurück, während Steuern, Abgaben und Umlagen zusammen auf dem Niveau des Vorjahres blieben.

Bestandteil

Anteil im Januar 2026

Tendenz 2026

Wer beeinflusst es

Beschaffung und Vertrieb

15,38 ct (41 %)

Zum Jahresbeginn leicht niedriger, seit dem Frühjahr deutlich teurer

Versorger und Großhandelsmarkt

Netzentgelte

9,26 ct (25 %)

Rund 1,6 ct niedriger durch den Bundeszuschuss

Netzbetreiber, Bundesnetzagentur, Bund

Stromsteuer

2,05 ct

Für Haushalte unverändert

Bund

Umlagen und Konzessionsabgabe

4,61 ct

Umlagen 2026 um 0,3 ct gestiegen

Gesetzgeber, Kommunen

Mehrwertsteuer

5,95 ct

Satz bei 19 %, Betrag folgt dem Nettopreis

Bund

Beim ersten Block hat sich die Lage seit dem Frühjahr gedreht. Laut Verivox verteuerten sich die günstigsten Neukundentarife nach Beginn des Iran-Kriegs von 24,2 Cent im Februar auf rund 28 Cent Ende März, und nach Angaben von strom-report lag der Durchschnitt am 8. Oktober 2026 bei 30,6 Cent je Kilowattstunde, rund 22 Prozent über dem Vorjahreswert. Dass der Großhandel schon 2025 anzog, belegen die Marktdaten der Bundesnetzagentur, nach denen der durchschnittliche Day-ahead-Preis um 13,8 Prozent auf 89,32 Euro je Megawattstunde stieg. Wie weit die Preise schwanken können, zeigte bereits die Strompreis-Prognose für 2026 vom Februar, die je nach Szenario Haushaltspreise zwischen 30,5 und 39 Cent je Kilowattstunde für möglich hielt.

Entlastung Strompreise: Diese Maßnahmen gelten 2026

Das Entlastungspaket des Bundes für Strom und Gas wirkt 2026 mit rund 10 Milliarden Euro, in dieser Größenordnung entlasten der Zuschuss zu den Übertragungsnetzentgelten und der Wegfall der Gasspeicherumlage Haushalte und Unternehmen zusammen. Den größten Einzelposten bildet der Netzzuschuss mit 6,5 Milliarden Euro, dazu kommt eine dauerhaft niedrigere Stromsteuer für Teile der Wirtschaft. Für private Stromkunden besteht die Entlastung bei den Strompreisen 2026 deshalb vor allem aus dem Netzzuschuss.

Senkung Netzentgelte: Der Bundeszuschuss im Überblick

Der Bund zahlt 2026 aus dem Klima- und Transformationsfonds 6,5 Milliarden Euro an die vier Übertragungsnetzbetreiber, sodass die Entgelte für die Nutzung der Höchstspannungsnetze sinken. Bei den Haushalten kommt die Senkung der Netzentgelte nur über die Stromlieferanten an, die den Vorteil in ihre Preise einrechnen können, aber nicht müssen. Eine gesetzliche Pflicht zur Weitergabe an Endkunden besteht nicht.

Für 2027 bis 2029 plant der Bund noch 5,525 Milliarden Euro pro Jahr, knapp eine Milliarde weniger als 2026. Die Übertragungsnetzbetreiber haben am 1. Oktober 2026 vorläufige Entgelte veröffentlicht, im Durchschnitt 3,54 Cent je Kilowattstunde nach 2,86 Cent in diesem Jahr, und ohne Zuschuss lägen sie bei 6,52 Cent. Endgültig sind die Werte erst, wenn das Gesetz für die Jahre 2027 bis 2029 verabschiedet ist.

Stromsteuer und Gasspeicherumlage: Wer profitiert?

Die Stromsteuer beträgt für Haushalte weiterhin 2,05 Cent je Kilowattstunde. Den EU-Mindestsatz zahlen seit dem 1. Januar 2026 dauerhaft rund 600.000 Unternehmen des produzierenden Gewerbes sowie die Land- und Forstwirtschaft, was den Bund etwa 3 Milliarden Euro im Jahr kostet. Private Haushalte gehören nicht dazu.

Die Gasspeicherumlage entfällt ab 2026 vollständig, wirkt aber auf der Gasrechnung und nicht auf der Stromrechnung. Ob die Stromsteuer künftig für alle sinkt, ist eine offene Debatte. Der BDEW fordert eine Strompreissenkung über die Stromsteuer, und das Absenken auf 0,1 Cent würde nach Rechnung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) bei 3.500 Kilowattstunden rund 68 Euro im Jahr sparen, während die Bundesregierung auf die Haushaltslage verweist.

Die Regeln entwickeln sich weiter, solange das Gesetz für 2027 bis 2029 aussteht, und maßgeblich bleiben die Veröffentlichungen von Bundesregierung, Bundeswirtschaftsministerium und Bundesnetzagentur.

Entlastung der Strompreise nach Region: Netzgebiete im Vergleich

Wie hoch die Entlastung der Strompreise ausfällt, hängt weniger vom Bundesland als vom Netzgebiet ab. Über 800 Verteilnetzbetreiber legen ihre Entgelte selbst fest. In einer Stichprobe von 25 Netzbetreibern ermittelte der vzbv für 2026 Entlastungen zwischen 18 Euro in Rostock und 109 Euro in Mainz, im Schnitt waren es 56 Euro bei 3.500 Kilowattstunden. Je Kilowattstunde reicht die von ene't ausgewertete Spanne von 1,27 Cent bei E.DIS bis 2,58 Cent bei Avacon.

Netzgebiet

Entlastung in ct/kWh

Einordnung (Stand: November 2025)

Avacon

2,58

Größte Senkung im Beispiel

Hamburger Energienetze

2,38

Deutlich über dem Mittel

SWM (München)

1,48

Im unteren Mittelfeld

Bayernwerk

1,36

Unter dem Bundesmittel

E.DIS

1,27

Geringste Senkung im Beispiel

Auch zwischen den Bundesländern liegen die Werte weit auseinander. Nach Verivox sanken die Netzentgelte 2026 gegenüber 2025 in Berlin und Brandenburg um 23 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern um 22 Prozent und in Bremen nur um 8 Prozent, im Bundesschnitt um 16 Prozent. Welche Preise Haushalte in der Grundversorgung tatsächlich zahlen, zeigen die Zahlen von stromauskunft im Oktober 2026 für 3.500 Kilowattstunden.

Bundesland

Netzentgelte 2026 gegenüber 2025

Grundversorgung im Oktober 2026

Berlin

-23 %

42,86 ct/kWh

Brandenburg

-23 %

43,34 ct/kWh

Mecklenburg-Vorpommern

-22 %

44,39 ct/kWh

Nordrhein-Westfalen

-12 %

42,10 ct/kWh

Sachsen

-12 %

37,77 ct/kWh

Bremen

-8 %

34,03 ct/kWh

Deutschland (Durchschnitt)

-16 %

40,37 ct/kWh

Brandenburg liegt trotz einer Senkung von 23 Prozent bei 43,34 Cent, Bremen mit nur 8 Prozent bei 34,03 Cent, und diese Gegenüberstellung zeigt, dass Entlastung und Preisniveau zwei verschiedene Größen sind. Da jeder Netzbetreiber seine Entgelte jedes Jahr neu festlegt, können sie regional auch wieder steigen, etwa wenn der Netzausbau Kosten verursacht.

Wie viel können Haushalte 2026 tatsächlich sparen?

Für die Senkung der Netzentgelte reichen die Angaben zur Entlastung von 1,3 bis 2,4 Cent je Kilowattstunde brutto. Verivox und BDEW nennen für den Durchschnitt rund 1,7 Cent netto, inklusive Mehrwertsteuer sind das etwa 2 Cent. Die Bundesregierung rechnet für einen Haushalt mit 3.500 Kilowattstunden mit etwa 100 Euro, der vzbv fand in seiner Stichprobe dagegen im Schnitt nur 56 Euro und nach Abzug der höheren Umlagen 46 Euro, und in keinem der 25 untersuchten Netze wurden 100 Euro netto erreicht.

Aus der Spanne ergibt sich je nach Haushaltstyp eine Ersparnis von 26 bis 240 Euro im Jahr.

Haushaltstyp

Jahresverbrauch

Ersparnis bei 1,3 ct/kWh

Ersparnis bei 2,4 ct/kWh

Single

2.000 kWh

26 Euro

48 Euro

Zwei Personen

3.500 kWh

46 Euro

84 Euro

Vier Personen

5.000 kWh

65 Euro

120 Euro

Wärmepumpe und E-Auto

10.000 kWh

130 Euro

240 Euro

Wie viel davon ankommt, bestimmt am Ende der Versorger, und je nach Vertrag kann der Betrag niedriger ausfallen oder von anderen Preisbestandteilen aufgezehrt werden. Als Größenordnung taugt die Rechnung trotzdem, selbst die obere Spanne liegt bei einem Zweipersonenhaushalt unter 100 Euro.

Grenzen der Entlastung: Warum Strom teuer bleiben kann

Eine Strompreissenkung 2026 auf dem Papier ist noch keine niedrigere Rechnung. Die Weitergabe ist nicht verpflichtend, und in der Grundversorgung und in Altverträgen kommt der Effekt nicht zwangsläufig an, was der Abstand zwischen 40,37 Cent beim lokalen Grundversorger und 30,00 Cent beim günstigsten Anbieter im Oktober 2026 nach Auswertung von stromauskunft zeigt.

Das Preisniveau bleibt hoch, denn Netzausbau und Eingriffe zur Netzstabilisierung wie der Redispatch verursachen Kosten, die über die Netzentgelte verteilt werden. Der Zuschuss dämpft diese Entwicklung, ersetzt sie aber nicht. Laut Verivox war er Ende März bereits weitgehend aufgezehrt, die Neukundenpreise lagen wieder auf dem Niveau von Anfang Oktober 2025.

Mit dem geringeren Zuschuss 2027 fällt die Strompreissenkung voraussichtlich schwächer aus. Verivox rechnet je Milliarde weniger Zuschuss mit etwa 0,25 Cent höheren Netzentgelten netto, was bei einem Dreipersonenhaushalt mit 4.000 Kilowattstunden rund 12 Euro, bei einem Paar mit 2.800 Kilowattstunden rund 8 Euro und bei einem Single mit 1.500 Kilowattstunden rund 5 Euro im Jahr ausmacht.

Grenze

Auswirkung auf die Rechnung

Was Haushalte prüfen können

Keine Pflicht zur Weitergabe

Versorger kann die Senkung durch eigene Preisanpassungen ausgleichen

Preisblatt und Preisanpassungsschreiben mit dem Vorjahr vergleichen

Steigende Beschaffungskosten

Neukundentarife liegen etwa 22 % über dem Vorjahr

Preisgarantie, Laufzeit und Kündigungsfrist prüfen

Höhere Umlagen

2026 rund 0,3 ct/kWh mehr, bei 3.500 kWh etwa 10 Euro

Umlagen in der Jahresabrechnung getrennt ausweisen lassen

Geringerer Zuschuss 2027

Rund 5 bis 12 Euro mehr je nach Haushalt

Vorläufige Netzentgelte des örtlichen Netzbetreibers ansehen

Grundversorgung

Im Schnitt 10 ct/kWh teurer als der günstigste Anbieter

Wechsel in einen Vertrag mit Preisgarantie prüfen

So lassen sich Stromkosten im Haushalt senken

Die staatliche Entlastung liegt außerhalb der eigenen Reichweite, die Wahl des Tarifs, der Umgang mit Strom und die Frage nach eigener Erzeugung dagegen nicht. Sinnvoll ist die Reihenfolge von klein nach groß, ein Tarifwechsel kostet nichts, eine Solaranlage mit Speicher dagegen bindet Kapital über viele Jahre. Welche Wirkung die Eigenerzeugung hat, lässt sich mit offenen Annahmen nachrechnen.

Tarifvergleich, Verbrauch und dynamische Tarife

Den größten Spielraum bietet nach den Zahlen vom Oktober 2026 der Tarif selbst. Laut stromauskunft kostete Strom bei 3.500 Kilowattstunden beim lokalen Grundversorger im Schnitt 40,37 Cent, beim günstigsten Anbieter 30,00 Cent, ein Unterschied von rund 363 Euro im Jahr, der die Entlastung von 46 bis 84 Euro aus dem Netzzuschuss um ein Mehrfaches übersteigt. Verglichen werden sollten Arbeitspreis und Grundpreis mit dem Vorjahr, damit eine Preisanpassung auffällt.

Beim Verbrauch dient der Stromspiegel als Richtwert, nach dem ein Vierpersonenhaushalt im Einfamilienhaus ohne elektrische Warmwasserbereitung etwa 3.800 Kilowattstunden im Jahr braucht. Dynamische Tarife kommen für Haushalte infrage, die Verbrauch in günstige Stunden verschieben können, und setzen ein intelligentes Messsystem voraus.

Solaranlage mit Speicher: Beispielrechnung für einen Haushalt

Eigener Solarstrom senkt den Netzbezug unabhängig davon, wie sich Zuschuss und Beschaffungspreise entwickeln. Als Beispiel dient ein Einfamilienhaus mit vier Personen und einer Solaranlage, für die diese Annahmen gelten:

Annahme

Wert

Grundlage

Haushalt

Einfamilienhaus, 4 Personen, 4.000 kWh pro Jahr

Stromspiegel-Richtwert von 3.800 kWh ohne elektrische Warmwasserbereitung, aufgerundet

Solaranlage

5 kWp, 900 kWh pro kWp und Jahr

Ertragswert aus dem Rechenbeispiel der Verbraucherzentrale

Speicher

Rund 5 kWh, etwa 20 % Verluste beim Laden und Entladen

Verbraucherzentrale: 1.500 kWh hinein, etwa 1.200 kWh nutzbar

Strompreis

30 Cent (niedrig) und 37 Cent (hoch) je kWh

Günstigster Neukundentarif im Oktober 2026 und BDEW-Durchschnitt 2026

Einspeisevergütung

7,70 Cent je kWh

Teileinspeisung bis 10 kWp, Inbetriebnahme 1. August 2026 bis 31. Januar 2027 (laut ADAC)

Speicherkosten

300 bis 700 Euro je kWh Kapazität inklusive Installation

Verbraucherzentrale für Speicher ab 5 kWh

Solarertrag und Haushaltsverbrauch ansetzen

Der Jahresertrag ergibt sich aus Anlagengröße und standortabhängigem Ertrag pro Kilowattpeak. Die Verbraucherzentrale rechnet in ihrem Leitfaden zur Planung einer Solaranlage mit 900 Kilowattstunden je Kilowattpeak, womit eine Anlage mit 5 Kilowattpeak auf 4.500 Kilowattstunden im Jahr kommt. Region und Ausrichtung verschieben den Wert, bei 800 Kilowattstunden je Kilowattpeak wären es 4.000, bei 1.000 Kilowattstunden je Kilowattpeak 5.000 Kilowattstunden, und standortgenaue Werte liefert das Online-Werkzeug PVGIS der EU-Kommission.

Den Haushaltsverbrauch entnimmt man der Jahresabrechnung und ordnet ihn mit dem Stromspiegel ein. Wichtiger als die Jahressumme ist die Verteilung über den Tag, weil Solarstrom mittags entsteht und ein großer Teil des Bedarfs morgens und abends anfällt. Nimmt man an, dass etwa die Hälfte der rund 11 Kilowattstunden Tagesverbrauch auf Abend und Nacht entfällt, bleiben rund 5,5 Kilowattstunden, die ein Speicher dieser Größe abdecken kann.

Eigenverbrauchsquote mit und ohne Speicher

Ohne Speicher nutzt ein Haushalt mit einer Anlage dieser Größe nur einen kleinen Teil des Solarstroms selbst, die Verbraucherzentrale nennt für ein ähnliches Beispiel 20 bis 30 Prozent. Mit Batterie steigt der Anteil auf 50 bis 60 Prozent, und die Autarkie, also der Anteil des Verbrauchs aus eigener Erzeugung, wächst laut Verbraucherzentrale von 25 bis 30 auf bis zu 70 Prozent. Für das Beispiel gelten 28 Prozent ohne und 55 Prozent mit Speicher.

Szenario

Erzeugte kWh

Selbst genutzte kWh

Eigenverbrauchsquote

Netzbezug kWh

Ohne Speicher

4.500

1.260

28 %

2.740

Mit 5-kWh-Speicher

4.500

2.475

55 %

1.525

Der Speicher verschiebt damit 1.215 Kilowattstunden vom Mittag in den Abend, wodurch der Netzbezug von 2.740 auf 1.525 Kilowattstunden sinkt und die Autarkie von rund 32 auf rund 62 Prozent steigt. Die eigenen Werte lassen sich mit dem Unabhängigkeitsrechner der HTW Berlin prüfen.

Amortisation: Wann sich die Investition rechnet

Der Zusatznutzen des Speichers errechnet sich aus den 1.215 Kilowattstunden, die zusätzlich im Haus bleiben, multipliziert mit dem Strompreis abzüglich der entgangenen Einspeisevergütung von 7,7 Cent. Bei 30 Cent ergibt das 271 Euro im Jahr, der Haushalt steht dann bei rund 898 statt 627 Euro Jahresvorteil aus Eigenverbrauch und Einspeisung, bei 37 Cent sind es 356 Euro. Setzt man dazu die Speicherkosten von 300 bis 700 Euro je Kilowattstunde ins Verhältnis, ergeben sich diese Amortisationszeiten:

Strompreis

Ersparnis pro Jahr

Bei 300 Euro/kWh (1.500 Euro)

Bei 500 Euro/kWh (2.500 Euro)

Bei 700 Euro/kWh (3.500 Euro)

30 Cent

271 Euro

5,5 Jahre

9,2 Jahre

12,9 Jahre

37 Cent

356 Euro

4,2 Jahre

7,0 Jahre

9,8 Jahre

Die Entlastung wirkt dabei gegenläufig, denn jeder Cent weniger Strompreis kostet den Haushalt mit Speicher rund 12 Euro im Jahr. Sinkt der Preis durch die Entlastung um 2 Cent, verlängert sich die Amortisation bei 500 Euro je Kilowattstunde und 30 Cent von 9,2 auf gut 10 Jahre, und steigt er, wie bei den Neukundentarifen seit dem Frühjahr, verkürzt sie sich entsprechend.

In die Rechnung gehört auch die Lebensdauer. Die Verbraucherzentrale nennt für Batteriespeicher 10 bis 15 Jahre, sodass der ungünstigste Fall mit 12,9 Jahren in die Nähe der Grenze führt, während die übrigen Fälle deutlich davor liegen. Zinsen, Wartung und eine künftig sinkende Einspeisevergütung sind in der Rechnung nicht enthalten, und rechnet man die Anschaffungskosten einer PV-Anlage mit Speicher insgesamt mit ein, verlängert sich der Zeitraum gegenüber dem reinen Speicher-Zusatz.

Modulare Heimspeicher für Neuanlage und Nachrüstung

Die Rechnung zeigt, worauf es bei einem Heimspeicher ankommt, nämlich auf die Kapazität im Verhältnis zum Abendverbrauch, auf die Zahl der Zyklen und auf die Garantie, die zusammen darüber entscheiden, ob die Amortisation von vier bis dreizehn Jahren innerhalb der Nutzungsdauer aufgeht. Zwei Ausgangslagen sind zu unterscheiden, die erste Solaranlage mit Speicher und der Speicher für eine bestehende Anlage. EcoFlow bietet für beide Fälle modulare Speicher an.

EcoFlow STREAM 5000 für die Erstinstallation

Für das Rechenbeispiel einer neuen Anlage passt der STREAM 5000 gut, seine 5,024 kWh entsprechen der angesetzten Speichergröße und der PV-Eingang von bis zu 5.000 W deckt die 5 kWp der Beispielanlage ab. Bei den rund 240 Zyklen pro Jahr, die der Zusatznutzen von 1.215 Kilowattstunden voraussetzt, wären die bis zu 10.000 Zyklen rechnerisch erst nach mehr als 30 Jahren erreicht. Mit 10 Jahren Garantie liegen fünf der sechs Rechenfälle innerhalb der Garantiezeit, der ungünstigste mit 12,9 Jahren braucht die angegebene Lebensdauer von 15 Jahren. Der Speicher wiegt 45,4 kg, ist nach Angaben von EcoFlow easy to deploy und kommt mit minimaler Installation aus.

STREAM 5000
Speicherkapazität: 5.024 Wh, erweiterbar bis auf 90 kWh PV-Eingangsleistung 5.000 W AC-Ausgangsleistung netzunabhängig 3.000 W AC-Ausgangsleistung netzgekoppelt 800-3.000 W Unterstützt einen breiten Betriebstemperaturbereich von -20 °C bis 55 °C Bis zu 10.000 Lade- und Entladezyklen Gewicht 45,4 kg

EcoFlow STREAM AC 5000 für bestehende Solaranlagen

Liegt auf dem Dach schon eine Anlage, besteht der Nutzen eines Speichers darin, von den 3.240 Kilowattstunden Überschuss des Beispiels einen Teil nicht für 7,7 Cent einzuspeisen, sondern am Abend selbst zu verbrauchen. Dafür lässt sich der STREAM AC 5000 in bestehende PV-Systeme integrieren und speichert ebenfalls 5,024 kWh, erweiterbar bis 90 kWh, falls der Verbrauch später wächst, etwa durch eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto. Er wiegt 44,6 kg und ist mit bis zu 10.000 Zyklen, 10 Jahren Garantie und 15 Jahren Lebensdauer angegeben.

STREAM AC 5000
Speicherkapazität: ca. 5024 Wh, erweiterbar bis auf 90.000 Wh AC-Ausgangsleistung netzunabhängig 3.000 W AC-Ausgangsleistung netzgekoppelt 800-3.000 W Gewicht 44,6 kg Lässt sich als Erweiterungsspeicher nahtlos in bestehende PV-Systeme integrieren. Ladezyklen: 10.000

Fazit: Entlastung nutzen und Eigenversorgung prüfen

Die Entlastung bei den Strompreisen 2026 ist real, aber begrenzt und regional verschieden. Ein Haushalt mit 3.500 Kilowattstunden kommt auf 46 bis 84 Euro im Jahr, sofern der Versorger die Senkung weitergibt, und steigende Beschaffungspreise sowie der geringere Zuschuss 2027 können einen Teil davon wieder aufzehren. Zuerst lohnt der Tarifcheck, der Abstand zwischen Grundversorgung und günstigstem Anbieter lag im Oktober 2026 im Schnitt bei 363 Euro.

Als langfristige Stellschraube bleibt die Eigenerzeugung, die von politischen Beschlüssen und jeder künftigen Strompreissenkung unabhängig rechnet. Bevor man in Speicherkapazität investiert, sollte man die eigene Rechnung mit Jahresverbrauch, Anlagenertrag und Angebotspreis je Kilowattstunde durchgehen. Im Beispiel zahlt sich ein 5-kWh-Speicher bei 500 Euro je Kilowattstunde und 30 Cent Strompreis nach 9,2 Jahren aus, während Angebote über 700 Euro je Kilowattstunde die Amortisation auf mehr als 12 Jahre dehnen.

FAQ


Sinken die Strompreise 2026 wirklich?

Zum Jahresbeginn ja, denn der durchschnittliche Haushaltspreis lag laut BDEW bei rund 37 Cent und damit 2,3 Cent unter dem Vorjahr, vor allem wegen der niedrigeren Netzentgelte. Seit dem Frühjahr steigen die Neukundentarife wieder, sodass sich die Senkung der Strompreise 2026 vor allem bei Bestandsverträgen bemerkbar macht, während Neukunden im Oktober rund 22 Prozent mehr zahlen als vor einem Jahr.


Wie viel Entlastung bringt die Senkung der Netzentgelte?

Die Senkung der Netzentgelte entlastet nach den vorliegenden Angaben um 1,3 bis 2,4 Cent je Kilowattstunde brutto, bei 3.500 Kilowattstunden also um etwa 46 bis 84 Euro im Jahr. In der Stichprobe des vzbv reichte die Spanne von 18 bis 109 Euro, im Durchschnitt waren es 56 Euro.


Muss mein Anbieter die Entlastung weitergeben?

Nein, eine gesetzliche Pflicht zur Weitergabe besteht nicht. Die Entlastung erreicht Haushalte laut Bundesregierung über die Stromlieferanten, und ein Blick in Preisblatt und Preisanpassungsschreiben zeigt, ob der Anbieter die Strompreissenkung 2026 berücksichtigt hat.

Warum fällt die Entlastung regional unterschiedlich aus?

Jeder der über 800 Verteilnetzbetreiber legt eigene Entgelte fest, und der Zuschuss wirkt je nach Gebiet unterschiedlich stark, abhängig davon, wie viel Strom aus dem Übertragungsnetz bezogen wird und wie die Kundenstruktur aussieht. Die ausgewerteten Beispiele reichen von 1,27 bis 2,58 Cent je Kilowattstunde.


Wie spare ich mit einer Solaranlage Stromkosten?

Eigener Solarstrom ersetzt Netzbezug zu 30 bis 37 Cent je Kilowattstunde, und überschüssiger Strom bringt 7,7 Cent Einspeisevergütung. Im Beispiel mit 5 kWp und 4.000 Kilowattstunden Verbrauch spart der Haushalt ohne Speicher bei 30 Cent rund 627 Euro im Jahr, und mit einem rund 5 kWh großen Speicher wie dem EcoFlow STREAM 5000 steigt der Eigenverbrauch von 28 auf 55 Prozent.


Lohnt sich ein Speicher zur Solaranlage?

Die Antwort liefert der Angebotspreis. Im Beispiel liegt die Amortisation zwischen 4,2 und 12,9 Jahren, je nachdem, ob die Kilowattstunde Kapazität 300 oder 700 Euro kostet und der Strompreis bei 37 oder 30 Cent liegt. Ist schon eine Solaranlage vorhanden, kommt als Nachrüstung zum Beispiel der EcoFlow STREAM AC 5000 infrage.

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