Erneuerbare Energien: Definition, Arten und Stand in Deutschland 2026

EcoFlow

Erneuerbare Energien sind keine Zukunftsvision mehr. Sie tragen schon heute den größten Teil des deutschen Strommixes. Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme verdrängen fossile Energieträger Schritt für Schritt, angetrieben von gesetzlichen Zielen und ganz einfach auch davon, dass viele Haushalte ihre Stromrechnung senken wollen. Wer selbst einsteigen will, findet über ein Balkonkraftwerk mit Speicher einen niedrigschwelligen Zugang zur eigenen Stromerzeugung.

Solar ist beliebte erneuerbare Energie für Familien

Was sind erneuerbare Energien?

Definition und Abgrenzung zu fossilen Energieträgern

Erneuerbare Energien regenerieren sich natürlich und fortlaufend. Sonne, Wind, Wasser, Biomasse, Erdwärme gehören dazu. Fossile Energieträger wie Kohle, Öl und Gas sind dagegen endlich und lassen sich nicht innerhalb menschlicher Zeiträume nachbilden. In diesem Zusammenhang fällt oft auch der Begriff „regenerative Energien". Meint im Kern dasselbe. Chancen und Grenzen der einzelnen Technologien im Detail stehen im Beitrag Erneuerbare Energien: Vor- und Nachteile, lohnt sich für alle, die tiefer einsteigen wollen.

Warum erneuerbare Energien für den Klimaschutz zentral sind

Anders als die Verbrennung fossiler Energieträger vermeiden erneuerbare Energien während des Betriebs den Ausstoß von CO2. Das ist ihr Beitrag zu den deutschen und europäischen Klimazielen. Ein zweiter Effekt fällt dabei oft unter den Tisch: Wer Energie im eigenen Land aus Sonne und Wind gewinnt, wird unabhängiger von Energieimporten.

Seit den Energiepreis-Turbulenzen der letzten Jahre ist das für viele kein Nebenaspekt mehr, sondern eines der Hauptargumente. Ganz emissionsfrei ist trotzdem keine Energiequelle, sobald man den gesamten Lebenszyklus betrachtet, also Herstellung, Nutzung und spätere Entsorgung der Anlagen zusammen. Der Betrieb mag sauber sein. Die Herstellung nicht immer.

Die wichtigsten Arten erneuerbarer Energien

Windenergie

Windenergie wird über Onshore-Anlagen an Land und Offshore-Anlagen auf See gewonnen. Mit rund 45 Prozent Anteil am erneuerbaren Strommix im ersten Halbjahr 2026 ist sie die tragende Säule der deutschen Energiewende, mit deutlichem Abstand die größte Einzelquelle. Bis 2030 sieht das EEG 2023 einen Ausbau auf 115 Gigawatt Onshore-Windleistung vor.

Ihre größte Schwäche liegt auf der Hand: Bei wenig Wind kommt auch wenig Strom, und diese schwankende Erzeugung bleibt die zentrale Herausforderung. Windenergie muss deshalb meist im Zusammenspiel mit anderen Quellen und zunehmend mit Speichertechnologien gedacht werden.

Solarenergie

Photovoltaikanlagen wandeln Sonnenlicht in Strom um, vom kleinen Balkonkraftwerk bis zur großflächigen Freiflächenanlage. Im ersten Halbjahr 2026 erreichten sie rund 34 Prozent Anteil am erneuerbaren Strommix, das EEG-Ausbauziel liegt bei 215 Gigawatt installierter Leistung bis 2030. Für Privathaushalte ist kaum eine andere erneuerbare Quelle so zugänglich. Schon kleine Anlagen lassen sich am eigenen Balkon oder Hausdach installieren, ohne dass gleich ein größeres Bauprojekt daraus wird.

Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher an einer Mietwohnung

Wasserkraft

Fließ- oder Stauwasser treibt bei der Wasserkraft die Turbinen an, eine der ältesten genutzten erneuerbaren Technologien in Deutschland überhaupt. Im ersten Halbjahr 2026 kam sie auf rund 5 Prozent Anteil am erneuerbaren Strommix. Anders als Wind und Solar liefert sie eine sehr konstante, wetterunabhängige Erzeugung, das ist ihr großer Vorteil. Ihr Nachteil: Das Ausbaupotenzial ist in Deutschland durch die geografischen Gegebenheiten begrenzt, viele geeignete Standorte sind längst genutzt.

Biomasse und Geothermie

Holz, Pflanzenreste, Biogas: Aus solchen organischen Stoffen gewinnt Biomasse Energie, im ersten Halbjahr 2026 rund 15 Prozent Anteil am erneuerbaren Strommix. Geothermie nutzt dagegen Erdwärme aus dem Untergrund und bleibt trotz großem theoretischem Potenzial ein Nischenbaustein, aktuell unter 1 Prozent. Bei beiden läuft die Erzeugung planbar und rund um die Uhr, egal ob die Sonne scheint oder Wind weht. Für Biomasse sieht das EEG 2023 ein Ausbauziel von 8,4 Gigawatt Leistung bis 2030 vor.

Erneuerbare Energien in Deutschland: aktueller Stand

Anteil am Stromverbrauch 2025 und 2026

2025 lag der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch bei rund 55,1 Prozent, nach 54,4 Prozent im Jahr zuvor. Im ersten Halbjahr 2026 kletterte der Wert weiter auf rund 57 Prozent. Nicht verwechseln: Der Stromanteil ist etwas anderes als der Anteil am gesamten Bruttoendenergieverbrauch, der auch Wärme und Verkehr umfasst. Dort lag der erneuerbare Anteil 2025 nur bei rund 23,8 Prozent, spürbar niedriger als im reinen Stromsektor. Die Verteilung im erneuerbaren Strommix, 1. Halbjahr 2026, im Überblick:

Energiequelle

Anteil am erneuerbaren Strommix (1. HJ 2026)

Windenergie

rund 45 %

Solarenergie

rund 34 %

Biomasse

rund 15 %

Wasserkraft

rund 5 %

Geothermie

unter 1 %

153 Terawattstunden erneuerbarer Strom kamen im ersten Halbjahr 2026 zusammen, rund 6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum mit 145 Terawattstunden. Zur Einordnung ein Beispiel: Bei 4.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch und 57 Prozent erneuerbarem Anteil stecken rechnerisch schon rund 2.280 Kilowattstunden Wind, Sonne, Wasser, Biomasse und Erdwärme in der Jahresrechnung eines Musterhaushalts. Ganz ohne eigenes Modul auf dem Dach.

Ausbauziele bis 2030 und 2045

80 Prozent Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch bis 2030, so lautet das Ziel im Erneuerbare-Energien-Gesetz. Ab 2045 soll deutscher Strom dann nahezu treibhausgasneutral fließen. Die konkreten Ausbauziele je Technologie dienen der gesamten Branche als Richtschnur, vom großen Energieversorger bis zum kleinen Handwerksbetrieb. Nur reicht der Zubau neuer Anlagen allein nicht. Es braucht auch Stromnetze, die den zusätzlichen Strom transportieren können, und Speicher, die schwankende Erzeugung ausgleichen. Fehlt eines von beidem, bleiben selbst ambitionierte Zahlen Papier.

Rechtlicher Rahmen: das Erneuerbare-Energien-Gesetz

Was das EEG regelt

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz bildet den gesetzlichen Rahmen für Ausbau, Förderung und Einspeisung erneuerbarer Energien in Deutschland. Es definiert die Ausbaupfade und -ziele je Technologie und regelt die Grundzüge der Vergütung für eingespeisten Strom. Da das Gesetz regelmäßig novelliert wird, lohnt sich vor konkreten Entscheidungen fast immer ein Blick auf die jeweils aktuell gültige Fassung. Was heute gilt, kann in zwei Jahren schon anders aussehen. Neben den reinen Ausbauzielen enthält das EEG auch Vorgaben zur Netzanbindung neuer Anlagen und zur Registrierung im Marktstammdatenregister, relevant für Betreiber jeder Anlagengröße, vom kleinen Balkonkraftwerk bis zum großen Windpark.

Förderung und Vergütung im Überblick

Lange war die Einspeisevergütung der zentrale Anreiz für den Bau neuer Anlagen. Ihre Höhe richtet sich nach Anlagengröße und -typ. Inzwischen wird die Förderung über den Bundeshaushalt finanziert und nicht mehr, wie früher üblich, über eine Umlage auf den Strompreis. Für Privathaushalte sind vor allem Balkonkraftwerke und kleine Dachanlagen relevant, ergänzt um weitere Förderprogramme etwa der KfW, die neben dem EEG zu beachten sind.

Erneuerbare Energien in unterschiedlichen Sektoren

Stromsektor

Der Stromsektor weist in Deutschland bislang den höchsten Anteil erneuerbarer Energien aller Sektoren auf, getragen vor allem von Windenergie und Solarenergie. Zugleich bildet er die Grundlage für die Elektrifizierung weiterer Bereiche wie Wärme und Verkehr. Ohne ausreichend grünen Strom bringt auch die beste Wärmepumpe oder das beste E-Auto wenig für die Klimabilanz. Damit das klappt, braucht es mehr Netzausbau und mehr Flexibilität im System. Wind und Sonne liefern schließlich nicht auf Knopfdruck. Grundlagenwissen dazu, was Strom eigentlich ist und wie er sich physikalisch von Energie im Allgemeinen unterscheidet, hilft übrigens auch bei der praktischen Umsetzung im eigenen Zuhause.

Wärme und Verkehr

Wärmepumpen übernehmen im Wärmesektor die Hauptrolle, sie machen erneuerbaren Strom fürs Heizen nutzbar. Im Verkehr wächst dagegen die Elektromobilität als Abnehmer für erneuerbaren Strom. Nur hinken beide Bereiche beim erneuerbaren Anteil dem Stromsektor noch spürbar hinterher. Genau deshalb setzt die Energiewende auf Sektorkopplung, die gezielte Verzahnung von Strom, Wärme und Verkehr.

Wärmepumpe sind für gutes erneuerbare Energien-Konzept unverzichtbar

Wie Hausbesitzer erneuerbare Energien selbst nutzen können

Photovoltaik als Einstieg

Ein Balkonkraftwerk oder eine kleine Dachanlage reicht oft schon als Einstieg in die eigene Solarstromerzeugung. Der Netzbezug sinkt direkt durch Eigenverbrauch, und bei steigenden Strompreisen wird die eigene Erzeugung Jahr für Jahr lohnender. Trotzdem lohnt es sich, vor der Anschaffung die aktuell gültigen Förder- und Steuerregeln zu prüfen, weil sich diese im Detail ändern können. Hintergrundwissen dazu, wie Solarzellen funktionieren, hilft dabei, sich anschließend gezielter für ein passendes System zu entscheiden. Wer noch weiter denkt, findet im Konzept eines Ökohauses ein Beispiel dafür, wie sich eigene Erzeugung, Speicherung und energieeffizientes Bauen kombinieren lassen, wenn auch mit deutlich mehr Aufwand als bei einem einzelnen Balkonkraftwerk.

Speicher zur Erhöhung des Eigenverbrauchs

Ein Speicher fängt tagsüber erzeugten Solarstrom auf und stellt ihn abends zur Verfügung, dann, wenn im Haushalt ohnehin mehr Strom gebraucht wird. Das reduziert die Abhängigkeit vom öffentlichen Netz zusätzlich. Für alle, die ihren Eigenverbrauch weiter steigern wollen, ist das eine der wirksamsten Ergänzungen überhaupt. Wie hoch dieser Anteil im eigenen Haushalt realistisch ausfallen kann, lässt sich unter anderem am Begriff Autarkiegrad festmachen. Er beschreibt, wie viel des eigenen Stromverbrauchs tatsächlich selbst gedeckt wird.

Passende Lösungen für den Einstieg zuhause

STREAM 5000

Wer heute auf erneuerbare Energien zuhause umsteigen will, hat es deutlich leichter als noch vor wenigen Jahren. Merkt man schnell, sobald man sich mit dem Thema beschäftigt. EcoFlow zählt zu den Marken, die dafür Komplettlösungen anbieten, Solarstromerzeugung direkt kombiniert mit Speicherung.

Ein Beispiel: die STREAM 5000, ein integrierter Wechselrichter mit Speicherkapazität von 5,024 kWh, modular erweiterbar auf bis zu 90 kWh. Vier MPPT-Eingänge nehmen bis zu 5.000 Watt Solarleistung auf. Die AC-Ausgangsleistung liegt netzunabhängig bei 3.000 Watt, genug auch für leistungsstärkere Geräte im Haushalt, etwa eine Waschmaschine oder einen Kühlschrank während eines längeren Netzausfalls. Für Einsteiger, die von der reinen Theorie zur eigenen Erzeugung wechseln wollen, ist das ein kompletter erster Schritt in die persönliche Energiewende, ohne sich vorher durch einzelne Komponenten und Kompatibilitätsfragen kämpfen zu müssen.

STREAM 5000
Speicherkapazität 5,024 kWh, modular erweiterbar auf bis zu 90 kWh Integrierter Wechselrichter, kein separates Gerät nötig PV-Eingangsleistung bis 5.000 W über vier MPPT-Eingänge AC-Ausgangsleistung netzunabhängig 3.000 W, netzgekoppelt 800–3.000 W Bis zu 10.000 Lade- und Entladezyklen Betriebstemperaturbereich von -20 °C bis 55 °C Batterie-Selbstheizung für zuverlässiges Laden bei Kälte 10 Jahre Garantie, ausgelegt auf 15 Jahre Lebensdauer

STREAM AC 5000

Manche Haushalte haben schon eine Solaranlage, aber noch keinen Speicher. Für sie ist die STREAM AC 5000 die passende Ergänzung. Die AC-gekoppelte Bauweise lässt sich nachrüsten, ohne in die bestehende Solaranlage einzugreifen, was sie besonders für Bestandsanlagen praktisch macht. Mit einer Speicherkapazität von ebenfalls 5,024 kWh und bis zu 10.000 Lade- und Entladezyklen erhöht sie den Eigenverbrauch spürbar. Ein größerer Teil des selbst erzeugten Solarstroms wird so tatsächlich nutzbar, statt ungenutzt ins Netz zu fließen. Besonders für Haushalte, die ihre Solaranlage schon vor Jahren installiert haben, als ein Speicher noch nicht zum Standard gehörte, ist das ein naheliegender nächster Schritt auf dem Weg zu mehr Unabhängigkeit vom öffentlichen Netz. Der breite Betriebstemperaturbereich von -20 °C bis 55 °C erlaubt zudem eine Installation in Keller, Garage oder Außenbereich, ohne zusätzliche klimatische Schutzmaßnahmen.

STREAM AC 5000
Speicherkapazität 5,024 kWh, erweiterbar auf bis zu 90 kWh AC-gekoppelte Nachrüstung bestehender Solaranlagen ohne Eingriff in die Anlage AC-Ausgangsleistung netzunabhängig 3.000 W, netzgekoppelt 800–3.000 W AC-Ladeleistung bis 3.000 W Bis zu 10.000 Lade- und Entladezyklen Betriebstemperaturbereich von -20 °C bis 55 °C Gewicht rund 44,6 kg 10 Jahre Garantie, ausgelegt auf 15 Jahre Lebensdauer

Fazit

Mehr als die Hälfte des deutschen Stromverbrauchs wird bereits durch erneuerbare Energie gedeckt, Tendenz weiter steigend. Windenergie und Solarenergie tragen dabei den größten Teil, während Wärme- und Verkehrssektor noch spürbar hinterherhinken. Ausbauziele in Gigawatt, Prozentanteile am Bruttostromverbrauch, immer neue EEG-Novellen. Klingt trocken, ist es teilweise auch. Am Ende entscheidet sich die Energiewende aber nicht in Berlin oder Brüssel allein, sondern in vielen einzelnen Haushalten, die selbst investieren. Wer einsteigen will, findet mit Balkonkraftwerk und Speicher einen niedrigschwelligen Zugang, der sich unabhängig von der großen Debatte schon heute konkret im eigenen Zuhause umsetzen lässt.

FAQs

  1. Was sind erneuerbare Energien?

Energiequellen, die sich natürlich und fortlaufend regenerieren, darunter Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme, im Gegensatz zu endlichen fossilen Energieträgern.

  1. Welche Arten erneuerbarer Energien gibt es?

Vor allem Windenergie, Solarenergie, Wasserkraft, Biomasse und Geothermie, wobei Wind und Solar aktuell den größten Anteil am deutschen Strommix stellen.

  1. Wie hoch ist der Anteil erneuerbarer Energien am deutschen Stromverbrauch aktuell?

Rund 57 Prozent im ersten Halbjahr 2026, nach 55,1 Prozent im Gesamtjahr 2025, mit dem gesetzlichen Ziel von 80 Prozent bis 2030.

  1. Was regelt das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)?

Es legt Ausbaupfade und -ziele je Technologie fest und regelt die Grundzüge von Förderung und Vergütung für eingespeisten Strom aus erneuerbaren Anlagen.

  1. In welchen Bereichen werden erneuerbare Energien in Deutschland eingesetzt?

Vor allem im Stromsektor, zunehmend aber auch in Wärme und Verkehr, etwa über Wärmepumpen, Elektromobilität und private Speicherlösungen wie die EcoFlow STREAM-Serie.

  1. Wie kann ich als Hausbesitzer selbst erneuerbare Energien nutzen?

Am einfachsten über ein Balkonkraftwerk oder eine kleine Dachanlage, ergänzt um einen Speicher wie die EcoFlow STREAM-Serie, um den Eigenverbrauch spürbar zu erhöhen.