Balkonkraftwerk: Was ist erlaubt? Alles, was du 2026 wissen musst
Auch im Jahr 2026 bleibt das Balkonkraftwerk für deutsche Haushalte die bevorzugte Lösung, um steigenden Strompreisen zu begegnen und die Energieunabhängigkeit zu erhöhen. Egal ob Installation, Leistung, Genehmigung oder Nutzung – die Vorschriften ändern sich ständig. In „Balkonkraftwerk: Was ist erlaubt?“ erfährst du alles, was du 2026 über Balkonkraftwerke wissen musst.
Welche Neuerungen gibt es 2026 bei Balkonkraftwerken?
Von Solarpaket I, das 2024 in Kraft trat, bis hin zu den politischen Anpassungen 2025: Die Regelungen zu Balkonkraftwerken in Deutschland werden kontinuierlich gelockert.
Laut Daten des Marktstammdatenregisters (MaStR) ist die Zahl der inländisch betriebenen Balkonkraftwerke bis zum 16. März 2026 auf über 1 200 000 gestiegen. Immer mehr Menschen möchten durch Eigenverbrauch ihre Abhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz reduzieren und Energiekosten senken.
Am 1. Dezember 2025 trat die VDE-Produktnorm DIN VDE V0126‑95 offiziell in Kraft und schuf erstmals umfassende technische Vorgaben für Balkonkraftwerke. Dieser Standard ist auch ein entscheidender Faktor für die neuen Entwicklungen auf dem deutschen Photovoltaikmarkt 2026.
1. Leistungsobergrenze nach Steckertyp
Der Standard unterscheidet die maximale Systemleistung klar nach Steckertyp, sodass Nutzer je nach Installationsbedingungen frei wählen können:
Haushaltssteckdose (Schuko-Stecker): maximale Gesamtleistung der Module 960 Wp
Spezialstecker für Energieversorgung (Wieland-Stecker): maximale Gesamtleistung der Module 2 000 Wp
2. Einheitliche Leistungsbegrenzung für die Hausversorgung
Egal ob Schuko- oder Wieland-Anschluss: Wird das Balkonkraftwerk in das Hausnetz eingespeist, beträgt die maximale Ausgangsleistung des Wechselrichters strikt 800 W.
Dies ist die gesetzlich festgelegte „rote Linie“ für Balkon-Photovoltaik in Deutschland. Alle konformen Systeme müssen innerhalb dieses Rahmens betrieben werden.
3. Vereinfachung der Anschlussart: Legalisierung der Haushaltssteckdose
Unter Einhaltung der elektrischen Sicherheitsvorgaben kann das Balkonkraftwerk direkt über eine Standard-Haushaltssteckdose (Schuko) angeschlossen werden, ohne dass ein Elektriker zwingend einen Wieland-Stecker installieren muss. Normale Nutzer können die Installation und das Ein- und Ausstecken selbst durchführen, was Kosten und Komplexität erheblich reduziert.
4. Verpflichtender Schutzmechanismus
Der Standard schreibt vor, dass konforme Stecker über umfassende Sicherheitsvorkehrungen verfügen müssen, die durch folgende Maßnahmen umgesetzt werden können:
Verbesserte Haushaltsstecker mit Schutzbeschichtung
Spezielle Stecker mit integriertem Leitungsschutzschalter
Wechselrichter mit integrierter Rückstrom-, Überspannungs- und Netzausfall-Abschaltfunktion
Diese Schutzmechanismen gewährleisten, dass im Falle des Aussteckens, eines Stromausfalls oder einer Geräteanomalie die Stromversorgung schnell unterbrochen wird, um Personen und Geräte zu schützen.
5. Zweck der Veröffentlichung der VDE-Produktnorm
Eine der Kerninnovationen der DIN VDE V 0126‑95 besteht darin, den Schuko-Stecker von einer „unscharf erlaubten“ Lösung zu einem vollständig standardisierten Systemkonzept zu machen.
Es handelt sich nicht länger um eine einfache „erlaubt/nicht erlaubt“-Bewertung, sondern um ein umfassendes Regelwerk, das Leistung, Schutz, Installation und Bedienung einschließt:
Systemsicherheit hat Vorrang: Der Standard betont die Sicherheit des Gesamtsystems und prüft nicht nur einzelne Parameter von Wechselrichtern oder Modulen. Steckertyp, Schutzvorrichtungen, Abschaltlogik sowie Installations- und Bedienvorgänge müssen gemeinsam die Anforderungen erfüllen – kein Bestandteil darf fehlen.
Definition der 960 Wp-Leistung: Die 960 Wp für die Schuko-Lösung sind ein Standardwert, der nicht nur gesetzlich vorgeschrieben ist, sondern die optimale Balance zwischen Belastbarkeit der Haushaltssteckdose und Sicherheitsreserven darstellt.
Vergleich mit der 2 000 Wp-Lösung: Die Wieland-Energie-Stecker-Lösung unterstützt bis zu 2 000 Wp Modul-Spitzenleistung und eignet sich innerhalb des Standardrahmens für Nutzer, die eine höhere Stromerzeugung anstreben.
6. Besonderes Augenmerk: Balkonkraftwerk mit Speicher
Es ist wichtig zu beachten, dass diese technischen Standards für Balkonkraftwerke mit Speicher nicht geeignet sind. Dennoch stellt ein solches System aus Sicht der Eigenverbrauchssteigerung, Erhöhung der Energieunabhängigkeit und Kosteneinsparung eine hochwertige Option für die häusliche Energiewende dar.
Am Beispiel des EcoFlow STREAM Ultra: Dieses Gerät kombiniert Wechselrichter und Speicher in einem System und kann unter optimalen Bedingungen jährlich bis zu 1 109 € einsparen.
Tagsüber wird der Sonnenstrom vorrangig für den Haushaltsverbrauch genutzt; überschüssige Energie wird in der Batterie gespeichert und kann bei bewölktem Wetter oder kurzen Stromausfällen als Notstromversorgung dienen, um den Grundbedarf des Haushalts zu decken. Die Ausgangsleistung des Geräts beträgt 1 200 W und kann gleichzeitig Geräte wie Kühlschrank (150 W), Router (10 W), Beleuchtung (80 W) und einen kleinen Wasserkocher (800 W) stabil versorgen, sodass der tägliche Haushaltsstrombedarf zuverlässig gedeckt ist.
Die Basiskapazität der Batterie beträgt 1,92 kWh. In Kombination mit dem EcoFlow STREAM Ultra X lässt sich die Kapazität auf bis zu 21,12 kWh erweitern; die Ausgangsleistung steigt synchron auf 2 300 W, sodass auch größere Haushaltsgeräte über längere Zeit betrieben werden können – für eine flexiblere Nutzung der Energie.
Für Haushalte mit höherem Energiebedarf kann das EcoFlow STREAM Ultra X + 4 × 450 W starres Solarpanel gewählt werden. Dieses System vereint Solarmodule, Wechselrichter und Batteriespeicher in einer Einheit und stellt eine vollständige Photovoltaik-Speicherlösung für den Haushalt dar – von Stromerzeugung über Speicherung bis hin zur Nutzung. Unter optimalen Bedingungen können damit jährlich bis zu 1 993 € Stromkosten eingespart werden.
Das System verfügt über eine Speicherkapazität von 3,84 kWh und eine Ausgangsleistung von 1 200 W, was den typischen Haushaltsstrombedarf in Deutschland abdeckt. Bei steigendem Energiebedarf lässt sich die Kapazität durch Parallelschaltung auf bis zu 23 kWh erweitern, um auch Spitzenlasten beim Waschen oder Kochen problemlos zu bewältigen.
Die Lösung ist mit vier 450-W-Solarmodulen ausgestattet, die eine Umwandlungseffizienz von 23 % erreichen und sowohl direktes Sonnenlicht als auch reflektiertes Umgebungslicht effektiv nutzen, um die Stromerzeugung zu maximieren. Zusätzlich sorgt die Low-Light-Technologie dafür, dass selbst bei schwacher Sonneneinstrahlung das Solarpotenzial optimal ausgeschöpft wird.
Das System kann in Verbindung mit Echtzeit-Wettervorhersagen arbeiten und die Lade- und Entladezyklen intelligent steuern: Vor eintretendem Schlechtwetter oder in Zeiten niedriger Strompreise wird gezielt Energie gespeichert; während der Strompreisspitzen wird vorrangig gespeicherte Energie genutzt. Dadurch reduziert sich der Anteil des Strombezugs aus dem öffentlichen Netz erheblich, die Haushaltsstromkosten werden planbarer und leichter steuerbar, was die Einsparpotenziale weiter erhöht.
Es ist jedoch zu beachten, dass die tatsächlichen Einsparungen von den individuellen Verbrauchsgewohnheiten und den Sonneneinstrahlungsbedingungen abhängen. Für eine personalisierte Einschätzung empfiehlt sich die Nutzung eines Energiesparrechners.
Balkonkraftwerk: Was ist erlaubt? Vollständige Regelungen 2026
1. Leistungsbegrenzung
Nach dem überarbeiteten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wurde die Kapazitätsgrenze von Balkonkraftwerken weiter erhöht:
Modulleistung der Photovoltaik-Module: ≤ 2 000 W
Ausgangsleistung des Wechselrichters: ≤ 800 W
2. Anmeldung und Registrierung
Keine Registrierung beim Netzbetreiber erforderlich: Nach der Installation eines Balkonkraftwerks ist keine separate Mitteilung an den Netzbetreiber mehr nötig, wodurch der Anmeldeprozess erheblich vereinfacht wird.
Marktstammdatenregister (MaStR): Die Registrierung erfolgt online, schnell und effizient.
3. Anschluss und Installation
Konformität des Schuko-Steckers: Der Anschluss des Balkonkraftwerks über eine herkömmliche Haushaltssteckdose (Schuko-Stecker) ist eine zulässige und konforme Verbindung.
Leistungsgrenze und Steckerauswahl: Verschiedene Leistungskonfigurationen erfordern unterschiedliche Steckertypen und Installationsanforderungen; Details siehe folgende Tabelle:
Modulleistung | Wechselrichter | Stecker | Installation |
Max. Leistung 960 W | 800 W | Schuko oder Wieland | Eigeninstallation |
Max. Leistung 2 000 W | 800 W | Wieland | Eigeninstallation |
Ab 2 000 W | 800 W | Steckverbinder am Verteilerkasten | Fachinstallation |
Installationsanforderungen:
Das Befestigungssystem des Balkonkraftwerks muss einem Windtest standhalten und dauerhaft an der Brüstung oder der Fassade montiert sein.
Die Vorschriften 2026 empfehlen vorrangig bohrfreie, leicht montierbare Edelstahlhaken und stabile Halterungen, um dauerhafte Schäden am Gebäude zu vermeiden. Dies ist besonders für Mieter geeignet, da die Installation bei Auszug problemlos rückgebaut werden kann.
4. Übergangsregelung für Stromzähler
Falls im Haushalt noch ein älterer mechanischer Ferraris-Zähler vorhanden ist, kann es bei überschüssiger Photovoltaik-Erzeugung zur Rückwärtsdrehung des Zählers kommen. In der Übergangsphase ist dies unproblematisch und kann weiter genutzt werden, bis der Messstellenbetreiber eine Prüfung durchführt und ggf. den Zähler austauscht. Üblicherweise beträgt diese Phase etwa 4 Monate.
5. Mieterschutz
Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) und dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG) gilt:
Vermieter oder Wohnungseigentümergemeinschaften dürfen Mietern oder Eigentümern die Installation eines Balkonkraftwerks nicht ohne triftigen Grund verwehren.
Ein Widerspruch ist nur zulässig, wenn ein berechtigter Grund vorliegt, z. B. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz oder es besteht ein extrem hohes Sicherheitsrisiko.
6. Steuern und Versicherung
Steuerliche Vorteile: Der Kauf von Balkonkraftwerken und deren Komponenten ist in der Regel von der Mehrwertsteuer (0 %) befreit, was die Anfangsinvestition für den Nutzer reduziert.
Versicherungsempfehlung: Nutzer sollten nach der Installation ihre Haftpflichtversicherung informieren. Der GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft) hat Balkonkraftwerke in den regulären Versicherungsschutz aufgenommen, einschließlich Risiken wie Sturm, Blitzschlag, Feuer und technischer Defekte, die zu Sachschäden führen könnten.
Checkliste für Kauf und Installation eines Balkonkraftwerks 2026
Für deutsche Haushalte, die ein Balkonkraftwerk installieren möchten, ist es hilfreich, den gesamten Planungs-, Installations- und Registrierungsprozess im Voraus zu kennen, um die Umsetzung effizient und regelkonform zu gestalten.
Wir haben die vollständigen Schritte für die Installation eines Balkonkraftwerks im Jahr 2026 zusammengefasst:
Vor dem Kauf: Eignung prüfen
Bevor Sie ein Gerät auswählen, sollten Sie folgende Aspekte prüfen: Eigentumsverhältnisse, Installationsmöglichkeiten und den Haushaltsstrombedarf. Je sorgfältiger die Vorabprüfung, desto passgenauer die Systemkonfiguration und besser das Nutzungserlebnis.
Schritt 1: Vermieter oder Eigentümergemeinschaft informieren
Wenn Sie Mieter sind, informieren Sie vor der Installation Ihren Vermieter.
Wenn Sie Wohnungseigentümer sind, sollten Sie die Eigentümergemeinschaft oder die Hausverwaltung kontaktieren und ggf. Zustimmung einholen.
Vermieter oder Eigentümergemeinschaften dürfen die Installation in der Regel nicht verweigern, es sei denn, es bestehen berechtigte Gründe, wie z. B. Gebäudesicherheit, einheitliche Fassadengestaltung oder spezielle bauliche Risiken.
Um die Zustimmungschancen zu erhöhen, können Sie folgende Punkte hervorheben:
Installation unterstützt Energieeinsparung und Klimaschutz
Geräte sind kompakt und beeinträchtigen das Gebäude minimal
Verwendung stabiler und professioneller Montageverfahren
Bevorzugung von Lösungen, die die Gebäudefassade nicht beschädigen
Schritt 2: Installationsbedingungen prüfen
Die Wahl des Installationsortes beeinflusst direkt die Systemleistung, Sicherheit und Wartungsfreundlichkeit.
Mögliche Standorte: Terrasse, Garten, Carport, Flachdach, Schrägdach, Balkonbrüstung oder Gebäudefassade.
Ziel der Standortwahl: Module sollten möglichst unverschattet montiert werden, um optimale Stromerzeugung zu gewährleisten.
Ausrichtung und Sonneneinstrahlung: Südlich optimal, Südost/Südwest zweitrangig.
Verfügbare Fläche: Messen Sie Breite und Höhe des Installationsortes und prüfen Sie, wie viele Solarmodule sicher montiert werden können; planen Sie entsprechend der Moduldimensionen.
Verschattungsprüfung: Achten Sie auf nahe Gebäude, Bäume oder Dachüberstände, die Schatten auf die Module werfen und die Leistung beeinträchtigen könnten.
Schritt 3: Haushaltsstrombedarf berechnen
Anhand des tatsächlichen Verbrauchs lässt sich die Leistung und Speicherkapazität des Balkonkraftwerks präzise bestimmen, um Über- oder Unterdimensionierung zu vermeiden:
Jahresverbrauch schätzen: Prüfen Sie die Stromrechnungen der letzten 12 Monate, um den Gesamtjahresverbrauch zu ermitteln.
Haushaltslast einschätzen: Bestimmen Sie die Hauptverbraucher und identifizieren Sie Grundlast sowie Spitzenlast am Abend.
Speicherbedarf: Bei der Wahl der Speicherkapazität sollten Nachtverbrauch, Eigenverbrauchsquote, Spitzen- und Niedertarife sowie Backup-Bedarf berücksichtigt werden. Vorrangig sollten kritische Lasten für Nacht oder sonnenarme Zeiten abgedeckt werden, weitere Anpassung je nach Budget und Verbrauchsgewohnheiten möglich.
Empfehlung zur Speicher-Systemkonfiguration: Da sich Verbrauchsstruktur, Nachtlast und Backup-Bedarf je Haushalt unterscheiden, variiert die geeignete Speicherkapazität. Für eine erste Orientierung kann die folgende Tabelle genutzt werden:
Haushaltstyp | Jahresverbrauch | Kernlast | Empfohlene Speicherkapazität | Anpassungshinweise |
Ein-Personen-Haushalt | 1 400 kWh | Abdeckung der grundlegenden Nachtlast | 1–2 kWh | Kann kontinuierlich Geräte wie Kühlschrank, Router etc. versorgen |
Typischer 3–4-Personen-Haushalt | 2 600–4 500 kWh | Grundlast plus Ausgleich des zusätzlichen Nachtverbrauchs | 2–5 kWh | Deckt Spitzenlasten mehrköpfiger Haushalte am Abend ab |
Energieintensiver Haushalt | > 5 000 kWh | Versorgung leistungsstarker Geräte wie Wärmepumpe oder Elektrofahrzeug | ≥ 5 kWh | Modularer Aufbau empfohlen, um bei Bedarf Kapazität zu erweitern |
Schritt 4: Zusätzliche Prüfungen vor der Installation
Steckdosenprüfung: Es sollten mindestens spritzwassergeschützte Außensteckdosen mit IP44 installiert werden, um die Sicherheit zu gewährleisten und die Widerstandsfähigkeit gegen widrige Witterungsbedingungen sicherzustellen.
Zustand der Elektroanlage: Bei Unsicherheiten bezüglich der bestehenden Hausinstallation empfiehlt sich eine komplette Überprüfung durch einen Fachelektriker, um mögliche Gefahren im Stromkreis zu vermeiden.
Während der Kaufentscheidung: Standards klären und Systemkonfiguration auswählen
Nachdem entschieden wurde, dass eine Installation sinnvoll und zulässig ist, beginnt die Auswahl der Geräte. Hierbei sollten die Kriterien Konformität, Kompatibilität, Erweiterbarkeit und langfristiger Nutzen im Vordergrund stehen.
Schritt 1: Technische Anforderungen und relevante Normen festlegen
Anschlussstandard: Einhaltung der VDE-AR-N 4105, Wechselrichterleistung ≤ 800 VA; dieser Wert muss auf dem Produktetikett oder Zertifikat deutlich ausgewiesen sein.
Produktstandard: Einhaltung der DIN VDE V 0126‑95:2025‑12; kleine Balkonkraftwerke dürfen über geschützte Schuko-Stecker an Haushaltssteckdosen angeschlossen werden, spezielle Wieland-Steckdosen sind weiterhin zulässig.
Steck- und Schutzmechanismen, Kabel sowie Montageaufbau müssen auf das Gesamtsystem abgestimmt sein, um Sicherheit und Konformität zu gewährleisten.
Speichersysteme: Vorab prüfen, ob der Speicher mit Wechselrichter, Überwachungssystem und künftiger Erweiterung kompatibel ist, um spätere Anpassungsprobleme zu vermeiden.
Schritt 2: Auswahl geeigneter Komponenten
Photovoltaik-Module: Augenmerk auf Effizienz, Größe und Langlebigkeit. Hoch effiziente Module eignen sich besonders für begrenzte Dach- oder Balkonflächen. Produkte mit guter Witterungsbeständigkeit und langfristiger Leistungssicherung steigern den langfristigen Nutzen des Systems.
Wechselrichter: Achten Sie auf Nennleistung, Wirkungsgrad, intelligente Überwachungsfunktionen und Speicherintegration. Bevorzugt werden hybride Wechselrichter mit hoher Kompatibilität, um spätere Erweiterungen zu erleichtern.
Speicherbatterie: Wählen Sie vorrangig sichere, langlebige Batteriesysteme mit Erweiterungsmöglichkeit, um flexibel auf zukünftige Veränderungen im Haushaltsstrombedarf reagieren zu können.
Montagegestelle und Zubehör: Hochwertige Montage- und Elektrozubehörteile beeinflussen nicht nur die Betriebssicherheit, sondern auch die Stabilität und Wartungskosten langfristig.
Nach der Kaufentscheidung: Installation, Registrierung und spätere Verwaltung
Nachdem die Geräteauswahl abgeschlossen ist, beginnt die entscheidende Phase von der Installation bis zur Inbetriebnahme. Es wird empfohlen, die Schritte in folgender Reihenfolge durchzuführen: Installation → Registrierung → Dokumentation → Wartung/Verwaltung.
Schritt 1: fachgerechte Installation der Geräte
Bei der Installation muss sichergestellt werden, dass die Geräte stabil montiert sind. Die Herstelleranweisungen sind strikt einzuhalten, insbesondere im Hinblick auf Wind- und Schneelasten bei hängenden Modulen. Bei Unsicherheiten sollte ein fachkundiger Installateur beauftragt werden.
Schritt 2: Registrierung im MaStR
Balkonkraftwerke müssen im Marktstammdatenregister (MaStR) registriert werden innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme. Die Schritte sind wie folgt:
MaStR-Konto erstellen und E-Mail bestätigen
Betreiberprofil anlegen (Name, Adresse etc.)
Systemtyp auswählen: „Steckbare Solaranlage / Balkonkraftwerk“, nicht das normale PV-System wählen
Installationsadresse angeben
Technische Daten erfassen: Gesamtleistung, Wechselrichterleistung, Inbetriebnahmedatum, Zählernummer
Daten prüfen und absenden, Bestätigung erhalten
Bestätigungsunterlagen speichern für spätere Abfragen
Schritt 3: Wichtige Unterlagen sichern
Nach der Installation empfiehlt es sich, ein einfaches Unterlagenpaket anzulegen, das folgende Informationen enthält:
Kaufrechnung / Bestellbeleg
Produktdatenblätter (Module, Wechselrichter, Speicher)
Geräteseriennummer
MaStR-Registrierungsbestätigung
Installationsfotos
Kommunikationsprotokolle mit Vermieter oder Eigentümergemeinschaft
Garantiebedingungen und Kontaktdaten für den After-Sales-Service
Diese Unterlagen erleichtern nicht nur Garantieansprüche, sondern unterstützen auch zukünftige Erweiterungen, Förderanträge, Umzüge, Wiederverkauf oder Versicherungsfälle.
Schritt 4: Tägliche Wartung und Entsorgung von Komponenten
1. Tägliche Wartung
Die typische Lebensdauer von Solarmodulen beträgt 20–30 Jahre. Es wird empfohlen, regelmäßig einfache Sichtprüfungen durchzuführen und dabei auf folgende Punkte zu achten:
Starke Verschmutzung der Moduloberfläche
Lockerung der Halterungen
Alterung, Beschädigung oder Feuchtigkeit an Kabeln
Ungewöhnliche Erwärmung von Steckern oder Anschlüssen
2. Fehlerbehebung: Tritt während der Garantiezeit eine Funktionsstörung auf, sollte vorrangig der Markenservice oder der Installateur kontaktiert werden. Das eigenständige Öffnen von Wechselrichtern, Batterie oder anderen kritischen Komponenten wird nicht empfohlen.
3. Entsorgung und Recycling von Geräten
Sind Module oder elektrische Komponenten nicht mehr nutzbar, müssen sie über konforme Recyclingkanäle entsorgt werden. Üblicherweise können folgende Optionen genutzt werden:
Lokale Wertstoffhöfe
Spezialisierte Sammelstellen für Elektroaltgeräte
Rücknahmesysteme der Hersteller oder Vertriebspartner
Da die Vorschriften je nach Region leicht variieren können, sollten stets die örtlichen kommunalen Vorgaben beachtet werden.
Fazit
Balkonkraftwerk – Was ist erlaubt? Im Jahr 2026 sind die Installationsgrenzen für Balkonkraftwerke klarer und anwenderfreundlicher als je zuvor. Wer diese zulässigen Rahmenbedingungen kennt, kann sicherstellen, dass das Balkonkraftwerk sicher und effizient betrieben wird, von den Vorteilen Energieeinsparung und CO₂-Reduktion profitiert und die Stromkosten senkt. Gleichzeitig lassen sich Rechtsverstöße vermeiden und spätere Probleme reduzieren. So kann jeder deutsche Haushalt unbeschwert in die grüne Energiezukunft starten, einen Beitrag zur Energiewende leisten und langfristige Energiegewinne erzielen.
FAQs
Sind 4 000 W Balkonkraftwerke erlaubt?
Erreicht ein System eine Modulleistung von 4 000 W, überschreitet es in der Regel den zulässigen Rahmen für vereinfachte Balkonkraftwerke. Es wird dann eher wie ein klassisches Photovoltaiksystem behandelt. In diesem Fall müssen strengere Anforderungen an Planung, Netzanschluss, Installation und Registrierung erfüllt werden.
Ist ein Akku für ein Balkonkraftwerk meldepflichtig?
Ja, Speicherbatterien für Balkonkraftwerke müssen registriert werden.
Balkonkraftwerke können mit einem Speichersystem kombiniert werden, um die erzeugte Energie zu speichern und später zu nutzen. Der Speicher muss bei der MaStR-Registrierung angegeben werden. Je nach Anschlusskonstellation kann es zusätzlich erforderlich sein, Angaben beim Netz- oder Messstellenbetreiber zu machen, damit alle netzrelevanten Komponenten vollständig erfasst sind.
Welche Strafe droht bei zwei Balkonkraftwerken?
Die bloße Anzahl von zwei Balkonkraftwerken führt nicht automatisch zu einer Strafe.
Risiken entstehen in der Regel, wenn Leistungsgrenzen umgangen, die Systemgesamtleistung überschritten oder die Registrierungspflichten nicht eingehalten werden. In solchen Fällen kann es zu Prüfungen durch den Netzbetreiber, Nachmeldungen oder Nachrüstungen kommen. In schwerwiegenden Fällen kann es erforderlich sein, Gerätekonfigurationen anzupassen oder Geräte außer Betrieb zu nehmen.