Photovoltaik in Frankfurt: Lohnt sich eine Solaranlage?
- Photovoltaik in Frankfurt: Standort und Sonneneinstrahlung
- Aktueller Stand des Solarausbaus in Frankfurt
- Warum sich eine Investition in Photovoltaik jetzt lohnt
- Was kostet eine Solaranlage in Frankfurt?
- Welche Förderungen gibt es für Photovoltaik in Frankfurt?
- Worauf sollten Sie vor der Installation achten?
- Eigenverbrauch erhöhen: Photovoltaik mit Speicher in Frankfurt
- Fazit: Lohnt sich Photovoltaik in Frankfurt?
- FAQ
Lohnt sich eine Solaranlage in der Mainmetropole und welche Förderungen greifen aktuell? Diese Frage stellt sich in Frankfurt anders als in vielen anderen deutschen Städten, denn die Ausgangsbedingungen sind überdurchschnittlich gut.
Rund 1.700 bis 1.800 Sonnenstunden und eine Globalstrahlung von etwa 1.100 bis 1.160 kWh pro Quadratmeter im Jahr sprechen laut DWD und wieistmeinsolar.de eine klare Sprache: Frankfurt liegt über dem deutschen Bundesdurchschnitt. Wie sich das auf den aktuellen Solarausbau auswirkt, warum sich eine Investition gerade jetzt lohnt, was eine Anlage kostet, welche Förderungen greifen, worauf man vor der Installation achten sollte und wie sich der Eigenverbrauch steigern lässt, das klärt dieser Artikel.
Für den Einstieg reicht oft schon ein Balkonkraftwerk mit Speicher, bevor eine größere Dachanlage überhaupt zur Debatte steht.

Photovoltaik in Frankfurt: Standort und Sonneneinstrahlung
Jeder Standort hat eine unterschiedliche Sonneneinstrahlung. Durchschnittswerte zu den Sonnenstunden in einer Stadt oder Region geben jedoch einen guten Hinweis darauf, ob sich eine Solaranlage lohnt.
Sonnenstunden und Globalstrahlung im Überblick
Zwischen 1.700 und 1.800 Sonnenstunden pro Jahr, eine Globalstrahlung von 1.100 bis 1.160 kWh/m². Das sind die Zahlen, an denen sich Frankfurt gegenüber anderen deutschen Großstädten messen lassen kann. Laut DWD liegt der bundesweite Durchschnitt spürbar darunter. Für Anlagenbetreiber bedeutet das konkret: ein Kilowattpeak installierter Leistung erzeugt in Frankfurt tendenziell mehr Strom im Jahr als im deutschen Mittel.
Aktueller Stand des Solarausbaus in Frankfurt
Marktstammdatenregister-Auswertungen zählen Frankfurt zu den führenden hessischen Städten bei besonders gut für PV geeigneten Dachflächen. Die Zahl der installierten Anlagen und Speicher wächst kontinuierlich, begünstigt auch durch die kommunale Förderung, die seit 2023 läuft. Über 1.000 Mini-PV-Anlagen mit zusammen rund 190 kWp Leistung hat allein der städtische Klimabonus seit seinem Start finanziell unterstützt, ein Hinweis darauf, wie stark die Nachfrage in der Stadt tatsächlich ist.
Warum sich eine Investition in Photovoltaik jetzt lohnt
Zwei Entwicklungen sprechen aktuell für einen zeitnahen Einstieg, eine langfristige und eine, die mit einem konkreten Datum verknüpft ist.
Steigende Strompreise und Unabhängigkeit
Selbst erzeugter Strom senkt langfristig die Stromkosten, unabhängig davon, wie sich der Markt entwickelt. Wer heute investiert, entkoppelt einen Teil des eigenen Verbrauchs von künftigen Preisschwankungen, ein Effekt, der sich über 20 oder mehr Jahre Anlagenlaufzeit deutlich bemerkbar macht.
Zeitfenster bei der Einspeisevergütung beachten
Ein Referentenentwurf des Bundes sieht vor, die feste EEG-Einspeisevergütung für neue Anlagen bis 25 kWp ab 2027 abzuschaffen. Final beschlossen ist das Stand Anfang 2026 noch nicht, aber wer die Anlage vor dem 1. Januar 2027 in Betrieb nimmt, sichert sich nach aktuellem Stand noch die 20-jährige Vergütung.
Hinweis: Die Gesetzeslage kann sich ändern. Aktuelle Informationen bei der Bundesnetzagentur oder dem BMWK prüfen.
Was kostet eine Solaranlage in Frankfurt?
Zwei Zahlen bestimmen am Ende, ob sich die Anschaffung rechnet: die Investitionssumme und das, was der Staat davon abfedert.
Anschaffungskosten und Wirtschaftlichkeit
Das Investitionsvolumen richtet sich nach Anlagengröße, Speicheroption und den individuellen Dachverhältnissen. Zwei baugleiche Häuser können hier je nach Statik und Verschattung deutlich unterschiedliche Angebote erhalten.
Hinweis: Preise variieren je nach Anbieter. Bevor man sich festlegt, sollte man unbedingt verschiedene aktuelle Angebote aus der Region einholen und vergleichen.
Steuerliche Vorteile und Einspeisevergütung
Bundesweit gilt 0 Prozent Mehrwertsteuer beim Kauf von PV-Anlagen und Speichern bis 30 kWp. Die Einspeisevergütung liegt aktuell bei rund 7,78 ct/kWh bei Teileinspeisung beziehungsweise 12,34 ct/kWh bei Volleinspeisung für Anlagen bis 10 kWp, garantiert für 20 Jahre. Einkünfte aus Anlagen bis 30 kWp bleiben zudem einkommensteuerfrei, ein Detail, das viele erst beim ersten Steuerbescheid bemerken.
Welche Förderungen gibt es für Photovoltaik in Frankfurt?
Frankfurt fördert Solaranlagen auf drei Ebenen gleichzeitig, kommunal, über das Land Hessen und über den Bund.
Der Frankfurter Klimabonus im Detail
Der Klimabonus der Stadt Frankfurt bezuschusst PV-Anlagen und Speicher mit 20 Prozent der förderfähigen Kosten, bei einem Solar-Gründach steigt der Satz auf 30 Prozent. Batteriespeicher und Ladesäulen werden ebenfalls mit 20 Prozent gefördert, allerdings nur in Kombination mit einer PV-Anlage. Anders sieht es bei Balkonkraftwerken aus: Der städtische Fördertopf für Mini-PV-Anlagen ist seit Mitte 2025 ausgeschöpft, nach über 1.000 geförderten Anlagen und rund 430.000 Euro ausgezahlten Mitteln. Klassische Dachanlagen werden weiterhin gefördert.
Hinweis: Förderbedingungen und Budget können sich kurzfristig ändern. Aktuelle Infos auf frankfurt.de prüfen.
Kombination mit Landes- und Bundesförderung
Auf Landesebene bietet Hessen ein zinsgünstiges WIBank-Darlehen sowie kostenlose Beratung über die LandesEnergieAgentur Hessen. Der Bund steuert den KfW-Kredit 270 und die bereits erwähnte 0-prozentige Mehrwertsteuer bei. Alle drei Ebenen lassen sich kombinieren, solange die Gesamtförderung 90 Prozent der förderfähigen Kosten nicht übersteigt.
Worauf sollten Sie vor der Installation achten?
Zwei Stolpersteine sorgen in der Praxis am häufigsten für Verzögerungen oder verlorene Fördergelder.
Dachzustand, Ausrichtung und Verschattung
Süd-, Ost- oder Westausrichtung mit möglichst wenig Verschattung liefert die besten Erträge. In vielen Frankfurter Altbauvierteln kommt eine weitere Hürde hinzu: Bei Denkmalschutz oder in Eigentümergemeinschaften ist eine vorherige Abstimmung notwendig, teils mit der Denkmalschutzbehörde, teils mit der WEG-Versammlung.
Förderantrag vor Auftragsvergabe stellen
Ein Fehler, der immer wieder passiert und die gesamte Förderung kostet: den Auftrag zu erteilen, bevor der Antrag gestellt ist. Auf allen Förderebenen gilt dieselbe Regel, der Antrag muss vor Auftragserteilung oder Baubeginn eingereicht werden, sonst entfällt der Anspruch vollständig.
Eigenverbrauch erhöhen: Photovoltaik mit Speicher in Frankfurt
Die überdurchschnittliche Einstrahlung nützt wenig, wenn ein Großteil des erzeugten Stroms zur falschen Zeit ungenutzt bleibt.
Warum sich ein Speicher lohnt
Ohne Speicher wird meist nur ein Teil des erzeugten Stroms direkt genutzt, der Rest fließt für 7,78 Cent ins Netz, während der eigene Strombezug rund viermal so viel kostet. Ein passend dimensionierter Speicher verändert dieses Verhältnis spürbar, weil der mittags erzeugte Überschuss abends zur Verfügung steht, statt zum kleinen Vergütungssatz verkauft zu werden.
Passende Lösung mit EcoFlow STREAM für die Mainmetropole
Für Frankfurt mit seiner überdurchschnittlichen Einstrahlung stellt sich weniger die Frage, ob genug Solarstrom erzeugt wird, sondern was mit dem Überschuss passiert. EcoFlow bietet dafür mit der STREAM-Serie zwei aufeinander abgestimmte Modelle.
Für Neubauten und Sanierungen, bei denen PV-Anlage und Speicher gemeinsam geplant werden, liefert der STREAM 5000 mit bis zu 5.000 W Solareingang genug Kapazität, um auch die höhere Frankfurter Einstrahlung vollständig aufzunehmen, statt einen Teil ungenutzt einzuspeisen.
Bereits bestehende Anlagen, gerade die vielen über den Klimabonus geförderten Dachsysteme der letzten Jahre, lassen sich mit dem STREAM AC 5000 nachrüsten. Er wird wechselstromseitig in bestehende Solaranlagen integriert und ermöglicht es, überschüssige Solarenergie effizient zu speichern und später selbst zu nutzen. Dank seines modularen Designs lässt sich das System über mehrere Haupteinheiten und Gateways flexibel erweitern – auch für Haushalte mit höherem Energiebedarf, etwa durch Wärmepumpe oder E-Auto.
Fazit: Lohnt sich Photovoltaik in Frankfurt?
Überdurchschnittliche Sonneneinstrahlung, ein wachsender Ausbau und der Klimabonus mit bis zu 30 Prozent Förderung sprechen klar für Photovoltaik in Frankfurt. Wer die Anlage vor 2027 in Betrieb nimmt, sichert sich zusätzlich die aktuelle 20-jährige Einspeisevergütung, solange der Referentenentwurf noch nicht final beschlossen ist.
Ob sich die Investition am Ende auch wirklich rechnet, entscheidet aber weniger die Sonneneinstrahlung als der Eigenverbrauch. Ein passender Speicher macht aus einer guten Anlage eine wirtschaftlich überzeugende.
FAQ
Lohnt sich eine Solaranlage in Frankfurt?
Ja. Mit 1.700 bis 1.800 Sonnenstunden und 1.100 bis 1.160 kWh/m² Globalstrahlung liegt Frankfurt über dem Bundesdurchschnitt. Der städtische Klimabonus und ein passender Speicher wie die EcoFlow STREAM-Serie machen die Investition zusätzlich attraktiver.
Welche Förderung gibt es für Photovoltaik in Frankfurt?
Der Klimabonus der Stadt Frankfurt bezuschusst PV-Anlagen mit 20 Prozent der förderfähigen Kosten, bei Solar-Gründächern mit 30 Prozent. Speicher und Ladesäulen werden mit 20 Prozent gefördert, wenn sie mit einer PV-Anlage kombiniert sind.
Was ist der Frankfurter Klimabonus?
Ein städtisches Förderprogramm, das seit 2023 Photovoltaik, Solarthermie, Speicher, Ladesäulen und Begrünungsmaßnahmen bezuschusst. Für klassische Solaranlagen läuft das Programm nach aktuellem Stand mindestens bis Ende 2026.
Wie viele Sonnenstunden hat Frankfurt pro Jahr?
Rund 1.700 bis 1.800 Sonnenstunden, laut DWD und wieistmeinsolar.de. Damit liegt die Stadt über dem deutschen Bundesdurchschnitt.
Werden Balkonkraftwerke in Frankfurt noch gefördert?
Der spezielle Fördertopf für Mini-PV-Anlagen ist seit Mitte 2025 ausgeschöpft, nach über 1.000 bezuschussten Anlagen. Klassische Dachanlagen mit größerer Leistung werden über den Klimabonus weiterhin gefördert.
Wie lange ist die Einspeisevergütung garantiert?
Für Anlagen, die vor dem geplanten Stichtag 1. Januar 2027 in Betrieb gehen, gilt nach aktuellem Stand die volle 20-jährige Garantie. Ein Referentenentwurf zur Abschaffung für neue Kleinanlagen ist noch nicht final beschlossen.