Lohnt sich Photovoltaik? Kosten, Rendite und worauf es wirklich ankommt

EcoFlow

2026 ist ein strategisch interessantes Jahr für die Entscheidung pro Solaranlage. Modulpreise sind auf historischem Tief, Haushaltsstrompreise bleiben hoch, und gleichzeitig steht im Raum, dass die feste Einspeisevergütung für Neuanlagen ab 2027 wegfallen könnte. Wer jetzt handelt, sichert sich die aktuellen Rahmenbedingungen.

Ob sich Photovoltaik wirklich lohnt, hat aber keine pauschale Antwort. Sie hängt von Eigenverbrauch, Anlagengröße, Stromverbrauch und Nutzungsverhalten ab. Dazu kommt auch immer die Wahl zwischen einem Balkonkraftwerk mit Speicher, das leicht zu installieren ist, und einer großen Aufdach-Anlage, die zwar mehr Strom liefert, dafür aber hohe Installationskosten benötigt.

Balkonkraftwerk mit Speicher

Warum 2026 ein guter Zeitpunkt für Photovoltaik ist

Die Rahmenbedingungen für eine Solaranlage haben sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Drei Entwicklungen machen 2026 zum günstigsten Zeitpunkt seit Jahren, um seinen Strom selber über eine Solaranlage zu produzieren.

Sinkende Kosten, steigende Strompreise: die Schere öffnet sich

Die Installationskosten für eine 10-kWp-Anlage sind seit 2022 deutlich gesunken. Schlüsselfertig und ohne Speicher liegen die Preise heute bei rund 11.500 bis 14.000 Euro, was je nach Ausstattung 1.100 bis 1.400 Euro pro kWp entspricht. Allerdings ist seit April 2026 ein leichter Preisanstieg zu beobachten, nachdem chinesische Exportrabatte weggefallen sind.

Gleichzeitig bleiben die Haushaltsstrompreise hoch. Neukunden zahlen je nach Tarif rund 24 bis 25 Cent pro kWh, Bestandskunden 31 bis 33 Cent, in der Grundversorgung sind bis zu 40 Cent möglich. Durchschnittlich beträgt der Preis 37 Cent pro kWh (BDEW, Mai 2026). Selbst erzeugter Solarstrom kommt auf rund 10 bis 12 Cent pro kWh. Je nach Tarif ergibt sich eine Ersparnis von 13 bis 28 Cent pro selbst verbrauchter Kilowattstunde.

Steuerlich ist die Situation seit 2023 klar: Der Nullsteuersatz gemäß § 12 Abs. 3 UStG gilt unbefristet für Anlagen bis 30 kWp. Die Mehrwertsteuer entfällt damit komplett.

Die EEG-Deadline 2026: Warum jetzt handeln sinnvoll ist

Der aktuelle Einspeisevergütungssatz für Anlagen bis 10 kWp liegt zwischen Februar und Juli 2026 bei 7,78 Cent pro kWh, ab August 2026 bei 7,71 Cent pro kWh. Relevant ist vor allem, was danach kommt: Ein Referentenentwurf des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) sieht den Wegfall der fixen Vergütung für Neuanlagen unter 25 kWp ab 2027 vor.

Sollte dieser Entwurf in Kraft treten, wird der Eigenverbrauch noch wichtiger als heute, und Speicherlösungen gewinnen weiter an wirtschaftlicher Bedeutung. Wer jetzt eine Anlage anmeldet, sichert sich die laufenden Vergütungskonditionen für 20 Jahre. Danach muss die Frage, ob sich Photovoltaik lohnt, neu berechnet werden.

Wichtig: Der Entwurf ist noch nicht final beschlossen. Aktuelle und verbindliche Informationen sind direkt beim BMWK oder bei der Bundesnetzagentur erhältlich.

Was kostet eine Photovoltaikanlage?

Der Kaufpreis ist nur ein Teil der Rechnung. Entscheidend ist, was man für das Geld bekommt, welche Förderung abgerufen werden kann und wie sich die Gesamtinvestition über die Laufzeit verhält. Nur mit all diesen Informationen kann für den Einzelfall genau bestimmt werden, wann sich Photovoltaik lohnt.

Anschaffungskosten und Einflussfaktoren

Die Anschaffungskosten für eine eine schlüsselfertige 10-kWp-Anlage ohne Speicher, können je nach Anbieter, Region und Ausstattung unterschiedlich sein, bewegen sich jedoch zum Großteil zwischen 10.000 bis 17.000 €. Der zusätzliche Speicher kostet je nach Kapazität und Modell zwischen 5.000 und 8.000 €.

Die wichtigsten Einflussfaktoren auf den Endpreis:

  • Dachgröße und Ausrichtung: Süd ist optimal, Ost/West ergibt noch 85 bis 90 Prozent des Maximums.

  • Wechselrichtertyp: Stringwechselrichter sind günstiger, Mikrowechselrichter sind flexibler bei Teilverschattung.

  • Regionaler Installateur: Preise schwanken regional teils erheblich; Vergleichsangebote lohnen sich.

Wer günstig seinen eigenen Strom nutzen will, kann ein Balkonkraftwerk nutzen, das selbst installiert werden kann. Diese sind mit 800 Wp ab rund 400 € erhältlich und ohne Fachbetrieb installierbar.

Förderung und Finanzierung

Wer die Investition nicht vollständig aus eigenen Mitteln stemmen will, hat mehrere Wege. Das KfW-Programm 270 ist das zentrale Finanzierungsinstrument für Photovoltaik-Anlagen: bis zu 100 Prozent der Investitionskosten sind darüber finanzierbar, Antragstellung erfolgt über die eigene Hausbank. Die Zinssätze sind bonitätsabhängig und lagen Stand Januar 2026 zwischen rund 3,48 und 10,78 Prozent effektivem Jahreszins.

Darüber hinaus gibt es regionale Zuschüsse, die die Rechnung je nach Wohnort spürbar erleichtern können. Die konkrete Anlaufstelle ist zunächst die Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Wichtig: Der Antrag muss in der Regel vor Beginn der Maßnahme gestellt werden, da nachträgliche Anträge nicht anerkannt werden.

Steuerlich ist die Lage seit 2023 in § 3 Nr. 72 EStG ist klar geregelt. Einnahmen und Entnahmen aus PV-Anlagen bis 30 kWp sind vollständig von der Einkommensteuer befreit und benötigen weder Gewerbeanmeldung noch Einnahmen-Überschuss-Rechnung noch eine Umsatzsteuer-Erklärung.

Wann lohnt sich Photovoltaik und wann nicht?

Die wichtigsten Faktoren für die Wirtschaftlichkeit

Die entscheidende Stellschraube ist der Eigenverbrauch. Je mehr Solarstrom direkt im Haushalt genutzt wird, desto besser ist die Rendite. Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart den vollen Netzstrompreis, eingespeiste Kilowattstunden bringen nur rund 7,78 Cent.

Vier Faktoren bestimmen maßgeblich, ob sich eine Solaranlage lohnt:

  • Jahresverbrauch: Ab etwa 3.500 kWh rechnet sich eine Anlage für die meisten Haushalte. Wer weniger verbraucht, braucht einen besonders hohen Eigenverbrauchsanteil.

  • Ausrichtung: Süd ist ideal. Ost-/West-Ausrichtung erzielt noch 85 bis 90 Prozent des Südertrags und lohnt sich ebenfalls, verteilt den Ertrag aber gleichmäßiger über den Tag.

  • Verschattung: Ab 40 Prozent dauerhaft verschatteter Dachfläche wird die Wirtschaftlichkeit kritisch.

  • Nutzungsverhalten: Wer tagsüber zu Hause ist oder den Verbrauch zeitlich steuern kann, erhöht seinen Eigenverbrauchsanteil deutlich.

Typische Rechenbeispiele

Zwei Szenarien zeigen, was realistisch möglich ist. Ein Haushalt mit 3.000 kWh Jahresverbrauch und einer 6-kWp-Anlage für rund 8.000 € kommt auf etwa 900 € Ersparnis pro Jahr, wobei sich die Anlage nach ungefähr 9 Jahren selbst finanziert hat. Größere Haushalte mit einem Jahresverbrauch von ca. 4.500 kWh können auch eine 10-kWp-Anlage mit einem 10-kWh-Speicher für rund 20.000 € Gesamtinvestition nutzen. Hier ist die Ersparnis pro Jahr bei rund 2.330 € Ersparnis jährlich, was einer Amortisation nach etwa 8,6 Jahren entspricht.

Generell liegt die Amortisationszeit bei 8 bis 12 Jahren. Da die meisten Anlagen noch 15 Jahre nach der Amortisation weiterlaufen, fließt danach für den Rest der Lebensdauer nahezu kostenloser Strom. Dieser Teil der Rechnung geht jedoch in den meisten Diskussionen oft unter.

Wann Photovoltaik sich nicht lohnt

Photovoltaik lohnt sich nicht in jeder Situation. Wenn die Installationsfläche eine reine Nordausrichtung oder starke Dauerverschattung von mehr als 40 % aufweist, ist die Investition nicht wirtschaftlich sinnvoll.

Wer darüber hinaus eine Dachsanierung innerhalb der nächsten 5 Jahre plant, sollte die Investition bis dahin verschieben, da die Demontage und Neuinstallation der Solaranlage mit erheblichen Zusatzkosten verbunden sind.

Unwirtschaftlich ist es auch, wenn ein geringer Jahresverbrauch besteht und kein Speicher geplant ist. Dadurch kann sich die Amortisationszeit schnell verlängern.

Lohnt sich Photovoltaik noch im Alter?

Rentner sind eine Gruppe, die von einer Solaranlage besonders stark profitieren kann. Der Grund liegt im Tagesrhythmus: Wer zu Hause ist, verbraucht den selbst erzeugten Strom direkt.

Warum Rentner besonders profitieren können

  • Hohe Tagesanwesenheit bedeutet hohen Eigenverbrauch; die Eigenverbrauchsquote liegt deutlich über dem Durchschnittswert berufstätiger Haushalte.

  • Inflationsschutz: Selbst erzeugter Strom ist unabhängig von der künftigen Strompreisentwicklung am Markt.

  • Steuerliche Vereinfachung: Seit 2023 entfallen Einkommensteuer und Umsatzsteuer für Anlagen bis 30 kWp, was gerade für Rentner mit überschaubaren Verwaltungskapazitäten ein echter Vorteil ist.

Was Rentner bei der Planung beachten sollten

Die häufigste Frage: Amortisiert sich die Anlage noch in meiner Nutzungsdauer? Bei einer Laufzeit von 25 bis 30 Jahren und einer Amortisationszeit von 8 bis 12 Jahren ist die Antwort für die meisten 65- bis 70-Jährigen: Ja, auch dann rechnet sich die Investition noch.

Generell muss die Nutzungsdauer einer Solaranlage im Verhältnis zu der geplanten Wohndauer im Eigenheim realistisch eingeschätzt werden. Dazu kann ungeachtet des Alters die KfW-Förderung in Anspruch genommen werden. Es ist jedoch von Vorteil, eine kostenfreie Energieberatung durch die Verbraucherzentrale in Anspruch zu nehmen, bevor man Angebote einholt.

Eigenverbrauch maximieren und mehr aus der PV-Anlage herausholen

Warum ein Speicher die Rendite deutlich verbessert

Ohne Batteriespeicher liegt die Eigenverbrauchsquote bei Solaranlagen im Durchschnitt bei rund 30 Prozent. Der Rest fließt ins Netz, wo er mit knapp 7,78 Cent pro kWh vergütet wird. Mit einem Speicher steigt die Eigenverbrauchsquote laut Stromspeicher-Inspektion 2026 der HTW Berlin auf 60 bis 80 Prozent, der Autarkiegrad auf 70 bis 80 Prozent.

Ein Speicher lohnt sich vor allem bei Haushalten mit ausgeprägtem Abendverbrauch. Strom, der mittags erzeugt wird, steht dann abends für Kühlschrank, Waschmaschine, Unterhaltungselektronik und Laptop zur Verfügung.

Passende Komplettsysteme für mehr Eigenverbrauch

Komplettsysteme, bei denen Module, Speicher und Wechselrichter aufeinander abgestimmt sind, sparen Planungsaufwand und lassen sich später leichter erweitern. EcoFlow bietet zwei Varianten an, die sich in der Praxis an unterschiedliche Haushaltsgrößen richten.

Für die meisten Einfamilienhaushalte reicht das STREAM Ultra X mit vier 520-W-Modulen aus. Die 3,82-kWh-Speicherkapazität deckt Abendspitzen durch Kühlschrank, Beleuchtung, Unterhaltungselektronik gut ab.

STREAM Ultra X + 520 W Solar Panel x 4 (3,82 kWh)
3,84 kWh und 6.000 Lebenszyklen bis 70% Kapazität Maximale AC-Ausgangsleistung: 2 300 W Maximale PV-Eingangsleistung: 2 000 W Intelligente Steuerung: Die App optimiert den Energieverbrauch und spart dadurch zusätzlich Stromkosten

Wer ein Homeoffice betreibt oder regelmäßig Waschmaschine und Geschirrspüler am Abend laufen lässt, stößt damit irgendwann an Grenzen. Für diese Fälle sind das STREAM Ultra + 2 × STREAM AC Pro + vier 520-W-Module die sinnvollere Wahl. Mit 5,76 kWh Kapazität bleibt mehr Puffer für höhere Lasten – und wer langfristig weniger vom Netz abhängig sein will, ist mit dem größeren System auf der sicheren Seite.

STREAM Ultra+STREAM AC Pro x 2+520 W Solar Panel x 4 (5,76 kwh)
Speicherkapazität: ca. 5,76 kWh Maximale AC-Ausgangsleistung: 2 300 W Maximale PV-Eingangsleistung: 2 000 W Lebensdauer: Bis zu 6.000 Ladezyklen bis 70 % Restkapazität IP-Schutzart: IP65

Fazit: Lohnt sich Photovoltaik?

Für die meisten Eigenheimbesitzer mit einem Jahresverbrauch ab 3.500 kWh ist die Antwort klar: Ja, eine Solaranlage lohnt sich. Die Rendite liegt bei 4 bis 7 Prozent pro Jahr, ist steuerfrei, planbar und unabhängig von schwankenden Energiemärkten.

2026 ist dabei ein besonders günstiger Zeitpunkt: Modulpreise auf historischem Tief, laufende Einspeisevergütung, Nullsteuersatz für die Anlage und eine absehbare politische Veränderung, die für Neuanlagen ab 2027 weniger attraktive Bedingungen schaffen könnte.

Der entscheidende Hebel ist der Eigenverbrauch. Wer ihn durch einen Speicher erhöht, verbessert die Wirtschaftlichkeit nochmals deutlich und reduziert die Abhängigkeit vom Netz.

FAQ

  1. Ab wie viel kWh Jahresverbrauch lohnt sich Photovoltaik?

Ab einem Jahresverbrauch von etwa 3.500 kWh lohnt sich eine Solaranlage für die meisten Haushalte. Bei niedrigerem Verbrauch ist ein hoher Eigenverbrauchsanteil oder ein günstiges Einzelmodulsystem wie ein Balkonkraftwerk der bessere Einstieg. Für solche Szenarien bieten beispielsweise die steckerfertigen Balkonkraftwerk-Komplettsets von EcoFlow eine unkomplizierte Möglichkeit, den täglichen Grundverbrauch direkt mit eigenem Solarstrom abzudecken.

  1. Wie lange dauert die Amortisation einer PV-Anlage 2026?

Je nach Anlagengröße, Stromverbrauch und Eigenverbrauchsanteil liegt die Amortisationszeit bei 8 bis 12 Jahren. Danach laufen die meisten Anlagen noch 15 und mehr Jahre weiter.

  1. Lohnt sich Photovoltaik ohne Speicher?

Ja, auch ohne Speicher kann sich eine Solaranlage lohnen, besonders wenn tagsüber viel Strom verbraucht wird. Ohne Speicher liegt die Eigenverbrauchsquote aber nur bei etwa 30 Prozent, was die Wirtschaftlichkeit mindert.

  1. Lohnt sich Photovoltaik auch bei Ost-West-Ausrichtung?

Ja. Ost-West-Ausrichtung erzielt noch 85 bis 90 Prozent des Ertrags einer Südausrichtung und verteilt die Erzeugung gleichmäßiger über den Tagesverlauf. Das kann den Eigenverbrauchsanteil sogar erhöhen.

  1. Lohnt sich Photovoltaik noch im Alter?

Für die meisten Rentner im Eigenheim: ja. Die Amortisationszeit von 8 bis 12 Jahren liegt gut innerhalb einer realistischen Nutzungsdauer, und die hohe Tagesanwesenheit erhöht den Eigenverbrauch überdurchschnittlich.

  1. Was passiert mit meiner PV-Anlage, wenn die Einspeisevergütung wegfällt?

Bestehende Anlagen, die vor einem möglichen Wegfall der Vergütung in Betrieb gegangen sind, behalten ihre Vergütung für 20 Jahre. Ohne Vergütung wird der Eigenverbrauch noch wichtiger. Ein Speicher kann dann einen erheblichen Teil des Stroms auffangen, der sonst vergütungslos ins Netz fließen würde. Intelligente Speichersysteme wie die von EcoFlow helfen in solchen Szenarien dabei, den Eigenverbrauchsanteil maximal zu erhöhen und den unvergüteten Strom flexibel im eigenen Haushalt zu nutzen.