Wie viel Strom produziert eine 10 kWp Photovoltaikanlage am Tag?
- Wie viel Strom produziert eine Photovoltaikanlage für ein Einfamilienhaus?
- Wie viel Strom produziert ein Balkonkraftwerk pro Tag?
- Wie viel Strom erzeugt eine 10-kWp-Photovoltaikanlage pro Tag in den verschiedenen Jahreszeiten?
- Welche Faktoren beeinflussen den Stromertrag einer 10 kWp Photovoltaikanlage?
- Wie lässt sich der Stromertrag und die Nutzung von Solarstrom erhöhen?
- Fazit
- FAQs
An einem klaren Junitag liefert eine 10-kWp-Anlage in Deutschland über 50 kWh. Ein Vier-Personen-Haushalt verbraucht an einem gewöhnlichen Tag dagegen rund 11 bis 12 kWh. Wie viel Strom produziert eine 10 kWp Photovoltaikanlage am Tag tatsächlich, und wie viel davon bleibt im eigenen Haus? Im Jahresmittel sind es etwa 27 kWh, an grauen Wintertagen oft weniger als 10 kWh.
Im Kleinen ist es bei einem Balkonkraftwerk mit Speicher nicht anders. Der Ertrag schwankt mit Sonne und Jahreszeit, und der Mittagsüberschuss geht ohne Puffer für wenige Cent ins Netz.

Wie viel Strom produziert eine Photovoltaikanlage für ein Einfamilienhaus?
Für ein Einfamilienhaus mit ausreichend Dachfläche ist eine Anlage mit 10 kWp in Deutschland ein typischer Wert. Als Faustformel gelten rund 1.000 kWh pro kWp und Jahr, sodass sich kleinere und größere Anlagen einfach hoch- oder herunterrechnen lassen. Standort, Ausrichtung und Wetter verschieben den Wert um mehrere Hundert kWh nach oben oder unten, jede Angabe bleibt deshalb ein Richtwert.
Wie viel Strom kann eine Photovoltaikanlage pro Tag für ein Einfamilienhaus erzeugen?
Eine 10-kWp-Anlage erzeugt im Jahresmittel etwa 26 bis 30 kWh pro Tag. Wer wissen will, wie viel Strom eine 10 kWp Photovoltaikanlage am Tag produziert, teilt den Jahresertrag von rund 10.000 kWh durch 365 und landet bei 27,4 kWh. Das ist ein Durchschnitt. Im Sommer liegen die Tageserträge bei etwa 40 bis 50 kWh, im Winter meist bei 5 bis 15 kWh. Bei wolkenlosem Himmel im Juni kann der Tagesertrag sogar 50 kWh überschreiten, vorausgesetzt, die Anlage ist optimal ausgerichtet und nicht verschattet.
Auch die Frage, wie viel Strom eine 10 kWp Anlage in der Stunde produziert, lässt sich nur mit einem Rechenbeispiel beantworten. Streng genommen geht es dabei um die Leistung in kW. Mehr als 10 kW liegen nie an, und im Alltag erreicht keine Anlage ihre Nennleistung. Über alle 8.760 Stunden eines Jahres gerechnet ergibt sich ein Mittel von 1,14 kW, an einem Sommertag mit 50 kWh und rund zwölf hellen Stunden sind es gut 4 kW, mit der Spitze am Mittag.
Wie viel Strom kann eine Photovoltaikanlage für ein Einfamilienhaus pro Jahr erzeugen?
Über das Jahr verteilt liefert eine 10-kWp-Anlage rund 9.500 bis 11.000 kWh. Wieviel Strom eine 10 kWp Photovoltaikanlage im Jahr erzeugt, entspricht dem Zwei- bis Zweieinhalbfachen des Bedarfs eines Vier-Personen-Haushalts mit 4.000 bis 4.500 kWh. Die folgende Tabelle rechnet den Wert auf andere Anlagengrößen um.
Anlagengröße | Jahresertrag (kWh) | Ø pro Tag (kWh) | Typischer Einsatz |
5 kWp | ca. 5.000 | ca. 13,7 | Reihenhaus, kleines Einfamilienhaus |
7 kWp | ca. 7.000 | ca. 19,2 | Einfamilienhaus mit mittlerem Verbrauch |
10 kWp | ca. 10.000 | ca. 27,4 | Großes Einfamilienhaus, E-Auto oder Wärmepumpe |
12 kWp | ca. 12.000 | ca. 32,9 | Großes Einfamilienhaus mit hohem Verbrauch |
15 kWp | ca. 15.000 | ca. 41,1 | Haus mit Wärmepumpe und E-Auto |
30 kWp | ca. 30.000 | ca. 82,2 | Gewerbe, Landwirtschaft, Mehrfamilienhaus |
Hinweis: Rechenbasis 1.000 kWh pro kWp und Jahr, gerundete Richtwerte.
Wie viel Strom eine 5 kWp Photovoltaikanlage am Tag produziert, ergibt sich aus 5.000 kWh geteilt durch 365, also knapp 14 kWh. Eine 7-kWp-Anlage kommt am Tag auf rund 19 kWh. Der Ertrag einer 12 kWp PV-Anlage liegt pro Tag bei rund 33 kWh, bei einer 15-kWp-Anlage sind es etwa 41 kWh. Der Ertrag einer 30 kWp PV-Anlage beträgt pro Jahr rund 30.000 kWh, im Süden Deutschlands mit über 1.200 kWh pro kWp deutlich mehr, im Norden mit etwa 900 kWh pro kWp weniger.
Welche Faktoren beeinflussen, wie viel Strom eine PV-Anlage pro Tag produziert?
Wie viel Strom eine 10 kWp Photovoltaikanlage am Tag produziert, schwankt am stärksten mit Jahreszeit und Wetter. Ein klarer Sommertag liefert ein Vielfaches eines trüben Wintertags, und selbst innerhalb eines Monats liegen sonnige und bewölkte Tage weit auseinander. Ausrichtung, Verschattung und Modultechnik entscheiden darüber, ob eine Anlage am oberen oder am unteren Rand dieser Spanne landet. Schon ein Schornstein, der am Nachmittag zwei Modulreihen beschattet, kann den Tagesertrag spürbar drücken.
Wie viele Solarmodule braucht eine 10 kWp Photovoltaikanlage?
Die Modulzahl ergibt sich aus der Leistung je Modul. Bei 400 Wp sind es 25 Stück, bei 450 Wp gut 22 und bei 500 Wp genau 20. Als Faustwert braucht 1 kWp weniger als 4,5 Quadratmeter Dachfläche, 10 kWp brauchen also rund 45 Quadratmeter. Die PV-Leistung pro qm liegt bei etwa 0,22 kWp. Wie viel Strom 1 qm Photovoltaik am Tag erzeugt, hängt vom Standort ab und beträgt im Jahresmittel rund 0,5 bis 0,6 kWh.
Wie viel Strom produziert ein Balkonkraftwerk pro Tag?
Wie viel kW ein Balkonkraftwerk am Tag produziert, lässt sich streng genommen nicht beantworten, denn Kilowatt beschreiben eine momentane Leistung und keine Tagesmenge. Die Tagesmenge misst man in Kilowattstunden. Balkonkraftwerke sind kompakte Solarsysteme, die nach den aktuellen Regeln bis zu 800 Watt Wechselrichterleistung und 2.000 Wp Modulleistung haben dürfen und in der Regel direkt an eine Steckdose angeschlossen werden.
An einem durchschnittlichen Sommertag erzeugt ein 800-Watt-System rund 3 bis 4 kWh, je nach Standort und Wetterlage. Auf das Jahr gerechnet kann man mit 280 bis 330 kWh pro Modul rechnen, bei zwei Modulen also mit 560 bis 660 kWh. An einem trüben Wintertag bleiben bei zwei Modulen mit je 400 Wp grob 0,6 kWh übrig. Die 800 Watt sind die Höchstleistung des Wechselrichters und keine Tagesmenge. Für den Ertrag zählen ebenso die Qualität der Komponenten und die Ausrichtung.
Wie viel Strom erzeugt eine 10-kWp-Photovoltaikanlage pro Tag in den verschiedenen Jahreszeiten?
Wie viel Strom eine 10 kWp Photovoltaikanlage am Tag produziert, hängt stärker von der Jahreszeit ab als von jedem anderen Faktor. Mehr als drei Viertel des Jahresertrags entstehen im Frühling und Sommer. Herbst und Winter steuern zusammen nur 20 bis 25 Prozent bei, was bei 10 kWp aber immer noch 2.000 bis 2.500 kWh sind.
Wie unterscheidet sich der Stromertrag in den verschiedenen Jahreszeiten?
Die folgende Tabelle zeigt gerundete Richtwerte für den Tagesertrag einer 10-kWp-Anlage.
Jahreszeit | Tagesertrag (kWh) | Was die Zahl bestimmt |
Frühling (März-Mai) | ca. 20-35 | Steigender Sonnenstand, kühle Module, wechselhaftes Wetter |
Sommer (Juni-August) | ca. 40-50, Spitzentage darüber | Lange Tage, hoher Sonnenstand, Mittagsüberschuss |
Herbst (September-November) | ca. 10-25 | Kürzere Tage, tiefere Sonne, mehr Bewölkung |
Winter (Dezember-Februar) | ca. 5-15 | Wenige helle Stunden, flacher Einfallswinkel, Nebel und Schnee |
Hinweis: Richtwerte, gerundet und stark wetterabhängig. Frühling und Herbst sind als Einordnung zwischen den beiden Extremen zu verstehen.
Wie groß die Schere ist, zeigt der Ertrag je kWp. Im Juni fallen gut 4 kWh pro kWp und Tag an, im Dezember unter 1 kWh. Bei 10 kWp entspricht das gut 40 kWh gegenüber unter 10 kWh. An vielen Wintertagen deckt die Anlage gerade den Tagesbedarf von 11 bis 12 kWh, allerdings nur in den Stunden, in denen die Sonne scheint.
Wie viel Strom benötigt ein durchschnittlicher Familienhaushalt?
Der Stromverbrauch eines Haushalts hängt stark von der Anzahl der Personen und dem individuellen Verhalten ab. Für einen Vier-Personen-Haushalt liegt der durchschnittliche Jahresverbrauch in Deutschland bei etwa 4.000 bis 4.500 kWh. Das entspricht im Schnitt rund 11 bis 12 kWh pro Tag. Mit Wärmepumpe oder E-Auto steigt dieser Wert deutlich.
Mit einer 10 kWp PV-Anlage lässt sich dieser Bedarf im Jahresschnitt vollständig decken – vorausgesetzt, der Eigenverbrauch ist durch einen Speicher optimiert. Wer gezielt große Verbraucher – etwa Waschmaschine oder Spülmaschine – in die Mittagszeit legt, nutzt den erzeugten Strom besonders effizient. Eine Solarbatterie hilft zusätzlich, Überschüsse vom Tag in die Abendstunden zu verlagern.
Was sind die größten Stromfresser im Haushalt?
Einige Geräte verbrauchen überproportional viel Energie, vor allem wenn sie alt oder ineffizient sind. Die folgende Tabelle zeigt typische Stromfresser in einem durchschnittlichen Haushalt.
Gerät | Verbrauch pro Jahr (kWh) | Einsparpotenzial |
Kühlschrank + Gefriergerät | 400-600 | bis zu 150 kWh bei einem modernen Gerät |
Waschmaschine | 200-250 | ca. 50 kWh weniger Netzbezug, wenn sie mittags mit Solarstrom läuft |
Trockner | 300-500 | bis zu 200 kWh durch Wäscheleine statt Gerät |
Spülmaschine | 200-250 | ca. 70 kWh durch Eco-Programme |
Elektroherd + Backofen | 400-500 | ca. 100 kWh durch Umluft, Deckel und passende Töpfe |
Reicht der Strom einer 10 kWp Photovoltaikanlage für einen Haushalt aus?
Rechnerisch deckt eine 10-kWp-Anlage den Jahresbedarf eines Vier-Personen-Haushalts mehr als zweimal ab. Wer nachrechnet, wie viel Strom eine 10 kWp Photovoltaikanlage am Tag produziert (rund 27 kWh), und den Tagesbedarf von 11 bis 12 kWh danebenlegt, sieht das Problem schnell. Der Strom fällt mittags an, gebraucht wird er morgens und abends. Ohne Speicher landet der Überschuss im Netz, an sonnigen Sommertagen ist das weit mehr als die Hälfte der Erzeugung.
Große Verbraucher wie Waschmaschine oder Spülmaschine in die Mittagszeit zu legen, nutzt den Strom deutlich besser. Ein Stromspeicher verschiebt den Rest in die Abendstunden.
Die finanziellen Aspekte und Förderungen einer Photovoltaikanlage
Die Ertragszahlen von oben werden erst durch Preise und Vergütungssätze zu einer Rechnung. Bei einer 10-kWp-Anlage sind Investition und Einspeisevergütung die beiden Posten, die man kennen sollte, bevor man Angebote vergleicht. Beide ändern sich derzeit schneller als in den Vorjahren.
Kosten und Amortisationszeit einer 10 kWp Photovoltaikanlage
Nach aktuellen Marktdaten kostet eine 10-kWp-Anlage ohne Speicher rund 13.000 bis 18.000 Euro, mit einem Speicher von etwa 10 kWh rund 19.000 bis 25.000 Euro. Die Amortisation liegt bei etwa 9 bis 12 Jahren ohne Speicher und bei 12 bis 15 Jahren mit Speicher, da die Mehrkosten die zusätzliche Ersparnis zunächst übersteigen.
Variante | Investition | Amortisation |
Ohne Speicher | ca. 13.000-18.000 € | ca. 9-12 Jahre |
Mit Speicher (ca. 10 kWh) | ca. 19.000-25.000 € | ca. 12-15 Jahre |
Hinweis: Grobe Richtwerte ohne Preisgarantie. Je nach Anbieter, Region und Dachsituation können die Kosten abweichen.
Ausschlaggebend für die Wirtschaftlichkeit ist der Abstand zwischen Bezugspreis und Vergütung. Bei angenommenen 35 Cent Netzstrompreis spart eine selbst genutzte Kilowattstunde gut 27 Cent mehr, als die Einspeisung mit 7,70 Cent einbringt.
Förderungen und Einspeisevergütung
Förderprogramme für Photovoltaik reichen vom Nullsteuersatz bis zu KfW-Krediten und regionalen Zuschüssen. Für Anlagen bis 30 kWp entfällt seit 2023 die Mehrwertsteuer auf Lieferung und Installation (§ 12 Abs. 3 UStG), und die KfW vergibt über das Programm 270 zinsgünstige Kredite.
Die Einspeisevergütung beträgt für neue Anlagen bis 10 kWp seit dem 1. August 2026 7,70 Cent pro kWh bei Teileinspeisung und 12,22 Cent bei Volleinspeisung, garantiert für 20 Jahre. Der Satz sinkt alle sechs Monate um ein Prozent. Nach den Plänen der Bundesregierung zur EEG-Reform soll die feste Vergütung für neue Anlagen unter 25 kWp entfallen und nach einer Übergangsfrist durch Direktvermarktung ersetzt werden, geplant ist zunächst ein reduzierter Satz von rund 5,2 Cent. Anlagen, die bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen, behalten den aktuellen Satz. Das Gesetzgebungsverfahren läuft noch.
Hinweis: Fördersätze und Bedingungen ändern sich regelmäßig. Aktuelle Werte sollte man vor dem Kauf bei der KfW und der Bundesnetzagentur prüfen.
Welche Faktoren beeinflussen den Stromertrag einer 10 kWp Photovoltaikanlage?
Die Nennleistung von 10 kWp ist ein Laborwert, gemessen unter Standardbedingungen bei 25 Grad Celsius. Was davon auf dem Dach ankommt, entscheidet sich an vier Stellen. Jede davon lässt sich beziffern.
Standort und Sonneneinstrahlung
Die Sonneneinstrahlung variiert mit der geografischen Lage. Im Süden Deutschlands sind über 1.200 kWh pro kWp und Jahr möglich, in Norddeutschland eher um 900. Eine 10-kWp-Anlage kommt je nach Region auf etwa 9.000 bis 12.000 kWh im Jahr. Auch von Jahr zu Jahr fällt die Sonneneinstrahlung unterschiedlich aus.
Ausrichtung und Neigungswinkel
Die Südausrichtung mit einer Neigung zwischen 30 und 35 Grad bringt den höchsten Jahresertrag. Bei Ost- oder Westausrichtung erreicht die Anlage noch etwa 80 bis 90 Prozent des Maximalwerts, verteilt die Produktion aber gleichmäßiger auf Vormittag und Nachmittag. Bei Nordausrichtung fällt sie im Vergleich zum Süden um etwa 40 Prozent geringer aus. Für den Eigenverbrauch kann eine Ost-West-Belegung sinnvoll sein, da Erzeugung und Verbrauch zeitlich näher zusammenrücken.
Wetter, Verschattung und Verschmutzung der Solarmodule
Auch bei Bewölkung entsteht Strom, aber nur ein Bruchteil der Spitzenleistung. Hitze bremst die Module ebenfalls. Pro Grad über 25 Grad Celsius sinkt die Leistung um etwa 0,35 Prozent. Verschattung wirkt oft stärker als erwartet. Schornsteine, Gauben oder Bäume können den Ertrag erheblich mindern, schon ein einzelnes verschattetes Modul bremst bei Reihenschaltung den ganzen Strang. Mikro-Wechselrichter oder Leistungsoptimierer mildern das ab.
Staub, Laub und Vogelkot senken den Ertrag ebenfalls. Regen wäscht einen Teil ab, eine gründliche Reinigung etwa einmal im Jahr begrenzt die Verluste.
Wirkungsgrad von Solarmodulen und Wechselrichter
Der Wirkungsgrad bestimmt, wie viel Leistung ein Modul pro Quadratmeter liefert. Ein Modul mit 425 Wp auf 1,95 Quadratmetern kommt rechnerisch auf knapp 22 Prozent. Moderne Wechselrichter arbeiten mit 96 bis 98 Prozent, hier entstehen kaum Verluste. Zwischen Modul und Steckdose gehen trotzdem typischerweise 10 bis 15 Prozent verloren, da Kabel, Temperatur und Umwandlung zusammenwirken.
Wie lässt sich der Stromertrag und die Nutzung von Solarstrom erhöhen?
Der Ertrag lässt sich nur begrenzt steigern, die Nutzung dagegen deutlich. Bei 45 kWh Erzeugung und 12 kWh Tagesverbrauch bleiben an einem Sommertag über 30 kWh übrig, selbst wenn der gesamte Verbrauch direkt aus der Anlage käme. Dort liegt der größte Hebel.
Installation und Betrieb der PV-Anlage optimieren
Am Anfang steht die Planung. Ost-West-Belegung, Optimierer bei Teilverschattung und ein passend dimensionierter Wechselrichter bestimmen, wie viel der Nennleistung tatsächlich ankommt. Im Betrieb hilft ein Monitoring per App, Ertragseinbrüche früh zu bemerken, etwa durch Laub, den Schatten eines gewachsenen Baums oder einen Defekt. Der Wechselrichter wird nach 10 bis 15 Jahren fällig. Das E-Auto lädt am besten zwischen 11 und 15 Uhr, wenn die Anlage ihre Spitze erreicht.
Eigenverbrauch mit einem Stromspeicher erhöhen
Ohne Speicher landen typischerweise 30 bis 50 Prozent des Solarstroms im eigenen Haus, mit Speicher 60 bis 80 Prozent. Der Grund liegt im Preisabstand, denn eingespeister Strom bringt 7,70 Cent, während der Netzbezug rund 35 Cent kostet. Ein 5-kWh-Speicher nimmt an einem Sommertag mit 45 kWh Erzeugung nur einen Bruchteil auf, deckt aber einen großen Teil der Abend- und Nachtstunden eines Haushalts ab, dessen Tagesverbrauch bei 11 bis 12 kWh liegt.
Solarstrom mit dem EcoFlow STREAM intelligent nutzen
EcoFlow baut mit der STREAM-Serie modulare Speicher, die zu einer bestehenden oder geplanten Dachanlage passen. Ein Speicher lädt sich mittags aus dem Überschuss und gibt den Strom abends und nachts an die Verbraucher im Haus ab. Ein Energiemanagement steuert diese Flüsse automatisch, sodass man weder täglich nachsehen noch von Hand umschalten muss, und im Local Mode läuft das System auch offline. Die Einheiten lassen sich stapeln und in der Kapazität erweitern, wenn der Verbrauch wächst, etwa durch eine Wärmepumpe oder ein E-Auto.
STREAM 5000 und STREAM AC 5000
Für beide Ausgangslagen bietet EcoFlow ein passendes Modul. Wer Dachanlage und Speicher gemeinsam plant, findet im STREAM 5000 die Lösung für die Erstinstallation. Er nimmt bis zu 5.000 W Solarleistung auf, was der Hälfte der Modulleistung einer 10-kWp-Anlage entspricht, und speichert 5,024 kWh, erweiterbar bis 90 kWh. Diese Menge trägt einen Vier-Personen-Haushalt mit 11 bis 12 kWh Tagesverbrauch rechnerisch durch knapp die Hälfte des Tages. Über die Wechselstrom-Ausgänge liefert der STREAM 5000 netzunabhängig 3.000 W und netzgekoppelt 800 bis 3.000 W. Herd, Trockner oder Wasserkocher brauchen abends dadurch weniger Netzstrom.
Steht die Dachanlage bereits und fehlt nur der Speicher, übernimmt der STREAM AC 5000 diese Aufgabe. Als Erweiterungsspeicher für bestehende PV-Systeme bringt er ebenfalls 5,024 kWh mit, erweiterbar bis 90 kWh, und stellt über den Wechselstrom-Ausgang netzunabhängig 3.000 W beziehungsweise netzgekoppelt 800 bis 3.000 W bereit. An einem Junitag mit 45 kWh Ertrag nimmt er tagsüber rund 5 kWh auf, der Rest fließt in den laufenden Verbrauch oder ins Netz. Weitere Einheiten lassen sich später ergänzen, falls der Verbrauch durch Wärmepumpe oder E-Auto steigt.
Fazit
Für die Planung reicht eine Rechnung. Der Jahresverbrauch mal 2,5, geteilt durch 1.000, ergibt die passende Leistung in kWp. Bei 4.000 kWh sind das 10 kWp, bei 3.000 kWh rund 7,5 kWp. Den Speicher wählt man grob so groß, dass er die Abend- und Nachtstunden trägt, also etwa die Hälfte des Tagesverbrauchs. Bei 11 bis 12 kWh sind das rund 5 kWh, und da sich Einheiten später ergänzen lassen, muss die Kapazität nicht gleich für den Endausbau reichen.
FAQs
Wie hoch ist der Leistungsverlust bei Solarmodulen?
Solarmodule verlieren im Lauf der Jahre an Leistung, das ist technisch normal. Hochwertige Module haben nach 25 Jahren meist noch 80 bis 85 Prozent ihrer ursprünglichen Leistung, im Schnitt sind es etwa 0,5 bis 0,8 Prozent Verlust pro Jahr. Materialqualität und Witterung bestimmen das Tempo, und auch Verschmutzung kann den Ertrag mindern. Eine Reinigung etwa einmal im Jahr hilft, die Verluste zu begrenzen.
Erzeugt eine Photovoltaikanlage auch ohne direkte Sonne Strom?
Auch bei Bewölkung erzeugen Photovoltaikanlagen Strom, aber weniger. Je nach Wolkenart und Lichtverhältnissen sind 10 bis 30 Prozent der Maximalleistung realistisch. Module mit gutem Schwachlichtverhalten schneiden dabei deutlich besser ab. Die Erzeugung verläuft über den Tag kontinuierlich, erreicht aber nicht die Spitzenwerte sonniger Tage. Eine Anlage mit südlicher oder südwestlicher Ausrichtung nutzt selbst diffuses Licht effektiver.
Können Solarmodule mit Mondlicht Strom erzeugen?
Rein physikalisch erzeugen Solarzellen bei ausreichender Lichtintensität Strom, Mondlicht ist dafür aber bei Weitem zu schwach. Sein Energieeintrag liegt bei weniger als 0,001 Prozent des Sonnenlichts und ist damit vernachlässigbar. Auch hocheffiziente Module können diese Strahlung nicht sinnvoll nutzen. Nachts versorgt daher im Idealfall ein Speicher wie der EcoFlow STREAM das Haus mit dem, was tagsüber übrig blieb.
Wie viele Photovoltaikmodule brauche ich für 1 kWh?
Ein typisches Solarmodul hat 400 Watt Leistung und braucht bei optimaler Einstrahlung etwa 2,5 Stunden für 1 kWh. Für 1 kWh pro Tag genügt im Frühling und Sommer bei rund 4 Sonnenstunden ein Modul mit 400 Wp, das dann etwa 1,6 kWh liefert. Im Winter erzeugt ein solches Modul nur um die 0,3 kWh am Tag, für 1 kWh täglich braucht man dann drei bis vier. Der reale Wert hängt von Einstrahlung, Wirkungsgrad und Neigungswinkel ab.
Wie viel Strom kann eine 10 kWp Photovoltaikanlage maximal am Tag produzieren?
Typisch sind im Sommer 40 bis 50 kWh am Tag. An klaren Junitagen mit kühler Luft und optimaler Ausrichtung kann der Wert darüber liegen und 50 kWh überschreiten. Die rechnerische Obergrenze aus Nennleistung und Tageslichtstunden liegt noch höher, wird aber wegen Temperatur- und Systemverlusten nie erreicht.
Wird ein PV-Speicher im Winter voll?
Ob ein Speicher im Winter voll wird, hängt von der Anlagengröße, der Sonneneinstrahlung, dem eigenen Verbrauch und der Speichergröße ab. Bei einem Tagesertrag von 5 bis 15 kWh füllt sich ein 5-kWh-Speicher nur an sonnigen Tagen oder bei geringem Verbrauch tagsüber. Ein Speicher von EcoFlow ist im Winter dennoch sinnvoll, da er auch kleine Überschüsse puffert und abends zur Verfügung stellt.