Wärmepumpe mit Photovoltaik: Gesamtkosten und Wirtschaftlichkeit 2026
- Warum Wärmepumpe mit Photovoltaik kombinieren?
- Vorteile der Wärmepumpe mit Photovoltaik
- Lohnt sich eine PV-Anlage mit Wärmepumpe?
- Effizienz und Praxiserfahrungen mit Photovoltaik-Wärmepumpe
- Wie lässt sich die optimale Dimensionierung einer PV-Anlage mit Wärmepumpe bestimmen?
- Heizkosten senken durch Balkonkraftwerk mit Speicher
- Fazit
- FAQs
Dank der einzigartigen Synergie aus kostengünstigem Solarstrom und hocheffizienter Wärmeumwandlung gilt die Wärmepumpe mit Photovoltaik als zentraler Baustein der deutschen Wärmewende.
Die wichtigsten Fragen dabei sind: Welche Vor- und Nachteile zeigt die Wärmepumpe mit Photovoltaik-Erfahrungen? Wie hoch sind die Kosten einer Wärmepumpe mit Photovoltaik? Wie effizient ist eine PV-Anlage mit Wärmepumpe tatsächlich? Und wie gut ist das Balkonkraftwerk mit Speicher mit einer Wärmepumpe kompatibel?Dieser Leitfaden gibt fundierte Antworten.
Warum Wärmepumpe mit Photovoltaik kombinieren?
Eine PV-Anlage mit Wärmepumpe bildet ein hocheffizientes, sauber arbeitendes Heizsystem, dessen Funktionsweise sich wie folgt gliedert:
1. Wärmeerzeugung durch die Wärmepumpe
Die Wärmepumpe nutzt Umweltwärme aus Luft, Erdreich oder Wasser und wandelt sie mithilfe elektrischer Energie in Heizwärme um.
2. Stromversorgung durch Photovoltaik
Solarenergie wird direkt zur Versorgung der Wärmepumpe genutzt. Durch den Eigenverbrauch sinkt die Abhängigkeit vom Stromnetz deutlich, ebenso die Heizstromkosten.

3. Intelligentes Energiemanagement
Überschüssiger Solarstrom wird zur Vorwärmung von Pufferspeichern genutzt oder in Batterien gespeichert. Ein intelligentes Energiemanagementsystem passt den Verbrauch an dynamische Stromtarife an und maximiert die Energieeffizienz.
4. Energiespeicher für stabile Versorgung
Ein Stromspeicher-System ist die Grundlage für eine kontinuierliche, zuverlässige Energieversorgung und gewährleistet eine unterbrechungsfreie Wärmebereitstellung.
Vorteile der Wärmepumpe mit Photovoltaik
Die Kombination aus Photovoltaik und Wärmepumpe ist mehr als eine bloße Gerätezusammenstellung – sie stellt ein intelligentes Energiesystem dar, das Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit vereint.
1. Zentrale Vorteile
Deutlich reduzierte Betriebskosten: Bei optimaler Systemauslegung lassen sich die Energiekosten um bis zu 75% senken – ein entscheidender Vorteil angesichts hoher Strompreise.
Erhöhung des Eigenverbrauchs von Solarstrom: Die Wärmepumpe mit Photovoltaik kombiniert und steigert den Eigenverbrauch von Solarenergie deutlich. In Verbindung mit einem Stromspeicher kann der Autarkiegrad sogar auf bis zu 40 % erhöht werden, was die Wirtschaftlichkeit spürbar verbessert.
Hocheffiziente Energienutzung: Wärmepumpen arbeiten wesentlich effizienter als Gas- oder Ölheizungen. In Verbindung mit sauberem Solarstrom wird dieses Effizienzpotenzial weiter verstärkt.
Beitrag zum Klima- und Umweltschutz: Beide Technologien zählen zu den erneuerbaren Energien und reduzieren CO₂-Emissionen bereits an der Quelle.
Wertsteigerung der Immobilie: Ein modernes, erneuerbares Heiz- und Stromsystem erhöht die Attraktivität und den Marktwert der Immobilie nachhaltig.
2. Zentrale Nachteile
Hohe Anfangsinvestition: Die Kosten für Wärmepumpen mit Photovoltaik liegen deutlich über denen konventioneller Heizsysteme.
Hohe Anforderungen an die Installation:
Photovoltaik: ausreichende Dachfläche und gute Sonneneinstrahlung erforderlich.
Wärmepumpe: Platzbedarf und bauliche Voraussetzungen, insbesondere bei Altbauten.
Energieeffizienz im Winter eingeschränkt:
Photovoltaiksystem: Im Winter sind die Tageslichtstunden kürzer und die Sonneneinstrahlung schwächer, wodurch die Stromerzeugung deutlich sinkt. Der erzeugte Solarstrom reicht oft nicht aus, um den hohen Leistungsbedarf der Wärmepumpe für die Raumheizung vollständig zu decken, sodass weiterhin Netzstrom benötigt wird.
Wärmepumpe: Luft-Wasser-Wärmepumpen verlieren bei niedrigen Außentemperaturen an Heizleistung und Effizienz. In solchen Fällen kann der Einsatz eines Zusatzheizsystems erforderlich sein, was den Energieverbrauch erhöht.
Höhere Komplexität und Wartungskosten: Das Kombisystem umfasst mehrere Komponenten wie Photovoltaikmodule, Wechselrichter, Wärmepumpeneinheit und Stromspeicher. Da Wartungsstandards und -intervalle je nach Bauteil variieren, sind regelmäßige Inspektionen durch Fachpersonal notwendig, was die laufenden Wartungskosten erhöht.
Lohnt sich eine PV-Anlage mit Wärmepumpe?
Die Kosten eines kombinierten Photovoltaik- und Wärmepumpensystems werden von mehreren Faktoren beeinflusst, darunter Anlagenauslegung, Funktionsumfang, Installationsbedingungen und Förderprogramme. Entsprechend ist die Gesamtpreisspanne einer Photovoltaik-Wärmepumpe relativ groß und lässt sich wie folgt aufschlüsseln:
Gesamtkosten einer Wärmepumpe mit Photovoltaik
Für ein Einfamilienhaus mit PV-Anlage und Wärmepumpe liegt die Gesamtinvestition in der Regel bei etwa 30 000–50 000 EUR. Wer zusätzlich einen groß dimensionierten Stromspeicher oder ein intelligentes Energiemanagementsystem integriert, muss mit weiter steigenden Kosten rechnen.
Kostenübersicht der Kernkomponenten
Gerätekomponenten | Kostenbereich | Zusätzliche Hinweise |
Photovoltaiksystem (5–10 kWp) | 9 000–20 000 EUR | Umfasst PV-Module, Montagesystem, Wechselrichter sowie grundlegende Installationskosten |
Wärmepumpensystem | 15 000–40 000 EUR | Preisunterschiede ergeben sich aus Wärmepumpentyp (Luft-, Erd- oder Wasserwärmepumpe), Leistungsgröße und dem baulichen Anpassungsaufwand |
Stromspeicher | 5 000–20 000 EUR | Die Kosten steigen mit der Speicherkapazität; zentrale Komponente zur Erhöhung des Eigenverbrauchs von Solarstrom |
Intelligentes Energiemanagementsystem | 2 000–5 000 EUR | Entspricht dem deutschen SG-Ready-Standard, ermöglicht eine intelligente Stromverteilung und steigert den Eigenverbrauchsanteil; Software- und Hardwarekosten sind separat zu berücksichtigen |
Zentrale Einflussfaktoren auf die Kosten
Hardware-Spezifikationen: Die installierte PV-Leistung und die Nennleistung der Wärmepumpe bestimmen maßgeblich die Basiskosten.
Funktionsausstattung: Die Integration eines Stromspeichers oder eines intelligenten Energiemanagementsystems erhöht die Gesamtinvestition deutlich.
Installationsbedingungen: Gebäudestruktur, Grundriss und die Kompatibilität der bestehenden Heizungsleitungen wirken sich direkt auf die Installations- und Montagekosten aus.
Marktschwankungen: Die Preisstrategien verschiedener Anbieter unterscheiden sich teils erheblich; zudem unterliegen Gerätepreise schnellen Veränderungen durch Angebot, Nachfrage und technologische Weiterentwicklungen.
Förderprogramme: Bundes- und Landesförderungen für erneuerbare Energien können die tatsächlichen Anschaffungskosten spürbar reduzieren.
Förderpolitik 2026 für Wärmepumpe mit Photovoltaik
Die deutsche Bundesregierung hat für kombinierte Photovoltaik- und Wärmepumpensysteme mehrere Förderprogramme aufgelegt. Insbesondere die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) sowie KfW-Förderprogramme können die Anfangsinvestitionen deutlich reduzieren.
Förderung für Wärmepumpen
Im Rahmen des Programms KfW 458 kann der Kauf einer Wärmepumpe mit einer Förderquote von bis zu 70 % bezuschusst werden:
Förderart | Fördersatz | Besondere Bedingungen |
Grundförderung | 30 % | Gilt für alle förderfähigen Heizsysteme |
Klimageschwindigkeitsbonus | 20 % | Frühzeitiger Austausch einer fossilen Heizung |
Einkommensbonus | 30 % | Bei zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen von max. 40 000 € |
Effizienzbonus | 5 % | Für Nutzung natürlicher Kältemittel oder spezieller Wärmequellen |
Maximale Kombinationsförderung | 70 % | Kombination aller Boni möglich, jedoch auf 70 % gedeckelt |
Förderung für Photovoltaik
Derzeit bieten viele Bundesländer und Kommunen in Deutschland für Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von bis zu 30 kW regionale Förderprogramme an, darunter Zuschüsse oder zinsvergünstigte Darlehen.
Förderprogramm | Art der Förderung |
Steuerliche Vergünstigungen | z. B. 0 % Mehrwertsteuer sowie weitere steuerliche Erleichterungen |
Einspeisevergütung der Bundesländer | Vergütung für selbst erzeugten Solarstrom, der in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird |
KfW-Darlehen und Zuschüsse | Zinsgünstige Kredite, individuelle Zinssätze und Unterstützung der Investitionskosten |
Regionale Förderprogramme | Fördermittel von Bundesländern, Städten und Gemeinden, abhängig von der jeweiligen Region |
Solarkredite | Spezielle Finanzierungsdarlehen für Solaranlagen, z. B. unter Nutzung staatlich geförderter Einspeisevergütungen als Sicherheit |
Flexible Finanzierungsmodelle | 0 EUR Anzahlung, maximale Flexibilität und vereinfachte Prozesse, kombiniert mit schlüsselfertigen Solarsystemen und Finanzierungslösungen |
Förderung für Balkonkraftwerke | Zuschüsse für Mini-PV-Anlagen zur Haushaltsstromversorgung, in der Regel ohne Einspeisung ins öffentliche Netz |
Förderung für Stromspeicher | Unterstützung beim Kauf von Batteriespeichersystemen; Höhe der Förderung abhängig von Bundesland oder Kommune |
BAFA-Förderung | z. B. Fördermittel für energieeffiziente Maßnahmen oder Energieberatungen |
Aktuelle Übersicht über Photovoltaik-Förderprogramme und Zuschüsse.
Bitte beachten Sie, dass sich die derzeit geltenden Fördermaßnahmen aufgrund von Aktualisierungen oder Anpassungen ändern können.
Für detaillierte Informationen zu Antragsvoraussetzungen, Verfahren und Förderhöhen empfiehlt es sich, die offiziellen Websites der jeweiligen Bundesländer und Kommunen zu besuchen oder sich im Kundenportal „My KfW“ zu registrieren und dort den Antrag auf Heizungsförderung einzureichen.
Zusammenhang zwischen Kosten und Ertrag
Auch wenn die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik eine vergleichsweise hohe Anfangsinvestition erfordert, lassen sich durch die eigene Solarstromerzeugung und die Verringerung des Bezugs aus dem öffentlichen Stromnetz die monatlichen Strom- und Heizkosten deutlich senken. Langfristig ist das Einsparpotenzial erheblich.
Ein anschauliches Beispiel:
Angenommen, Ihre Wärmepumpe hat einen jährlichen Stromverbrauch von 6 000 kWh. Mit einer PV-Anlage mit Wärmepumpe und Stromspeicher können 1 500 kWh dieses Bedarfs selbst gedeckt werden. Bei einem Grundversorgungspreis von 44,23 ct/kWh in Deutschland (Stand 15. Januar, entsprechend 0,4423 EUR/kWh) ergibt sich allein daraus eine jährliche Ersparnis von 663,45 EUR.
Dabei bleibt es nicht bei dieser Einsparung – die Kosten- und Einsparungsdetails im Überblick:
Posten | Kosten / Einsparung | Hinweise |
Anschaffungskosten der Wärmepumpe | 28 000 EUR | Inkl. Installation und Inbetriebnahme, förderfähig |
Photovoltaiksystem mit Stromspeicher | 15 000 EUR | Inkl. PV-Module, Wechselrichter und Batteriespeicher, ausgelegt für eine stabile Versorgung der Wärmepumpe |
Gesamtinvestition (vor Förderung) | 43 000 EUR | – |
Förderabzug für die Wärmepumpe (50 %) | –14 000 EUR | Tatsächliche Investition nach Förderung: 29 000 EUR |
Gegenüber reiner Netzstromversorgung: jährliche Stromkosteneinsparung | 1 350 EUR | PV-Anlage mit Wärmepumpe bietet doppelte Effizienzgewinne und ist weniger anfällig für Netzentgelte und Umlagen |
Gegenüber Gasheizung: jährliche Heizkosteneinsparung | > 1 600 EUR | Vermeidung von Kostensteigerungen durch CO₂-Preis, Netzentgelte und Gaspreisanpassungen |
Gesamte jährliche Einsparung | > 2 950 EUR | Kürzere Amortisationszeit und langfristiger Schutz vor Energiepreisschwankungen |
Auf Basis der oben genannten Daten ergibt sich für dieses System eine Amortisationszeit von rund 10 Jahren.
Effizienz und Praxiserfahrungen mit Photovoltaik-Wärmepumpe
Die Betriebseffizienz eines kombinierten Photovoltaik- und Wärmepumpensystems schwankt je nach Jahreszeit, da sich Sonneneinstrahlung und Heizbedarf im Jahresverlauf verändern. Durch eine saisonal angepasste Betriebsstrategie lassen sich der Eigenverbrauch von Solarstrom und die Effizienz der Wärmepumpe maximieren und die Energiekosten des Haushalts deutlich senken.
Saisonale Effizienzmerkmale der Photovoltaik-Wärmepumpe
Sommer – deutlicher Effizienzvorteil: Die Photovoltaikanlage erzeugt reichlich Strom, während die Wärmepumpe in der Regel nur für die Warmwasserbereitung genutzt wird (Heizbetrieb abgeschaltet). Der selbst erzeugte Solarstrom deckt den Strombedarf der Wärmepumpe nahezu vollständig, Netzstrom wird kaum benötigt.
Frühjahr / Herbst – hohe Effizienz: Die PV-Erträge liegen zwar unter dem Sommerniveau, gleichzeitig ist der Heizbedarf gering. Ein Großteil des selbst erzeugten Solarstroms kann direkt von der Wärmepumpe genutzt werden, was zu einer hohen Eigenverbrauchsquote und einem reduzierten Netzstrombezug führt.
Winter – Unterstützung durch Zusatzkomponenten erforderlich: Aufgrund geringer Sonneneinstrahlung sinkt die Stromerzeugung der Photovoltaik, während der Heizbedarf stark ansteigt. In dieser Phase ist ein Stromspeicher mit intelligentem Lastmanagement entscheidend, um gespeicherte Solarenergie gezielt einzusetzen und einen effizienten Systembetrieb aufrechtzuerhalten.
Wärmepumpe mit Photovoltaik Erfahrungen
Nachfolgend die Messdaten eines sanierten Einfamilienhauses mit 115 m² Wohnfläche:
Gebäudestandard: Fußbodenheizung, Bodenplatte aus 24 cm starken Poroton-Ziegeln, zusätzlich 10 cm Wärmedämmung, zweifach verglaste Fenster
Photovoltaiksystem: 10,2 kWp PV-Leistung + 9,6 kWh Stromspeicher
Wärmepumpensystem: 7 kW Luft-Wasser-Wärmepumpe, Homematic-Heizungsaktoren mit Stellantrieben, wandmontierte Raumthermostate für das Erdgeschoss sowie Pumpenaktoren für die Fußbodenheizung
Praxisergebnis: Sehr gute Wohnkomfort- und Verbrauchswerte; eine kombinierte Energieautarkie von rund 65 % über einen Zeitraum von zwei Monaten wurde erreicht.
Wie lässt sich die optimale Dimensionierung einer PV-Anlage mit Wärmepumpe bestimmen?
Damit die PV-Anlage mit Wärmepumpe ihr maximales Effizienz- und Wirtschaftlichkeitspotenzial entfalten kann, ist die präzise Abstimmung der optimalen Leistungsgrößen beider Systeme entscheidend.
Im Folgenden werden die konkreten Methoden und Schritte zur Ermittlung der optimalen Dimensionierung von PV-Anlage und Wärmepumpe erläutert und eine fundierte Grundlage für Planung und Auslegung geschaffen.
Schritt 1: Exakte Ermittlung des gesamten Strombedarfs des Haushalts
Berechnung der Heizlast des Gebäudes: Anhand von Parametern wie Dämmstandard, beheizter Wohnfläche, Wärmedurchgangskoeffizienten von Fenstern und Türen wird die maximale Heizlast im Winter sowie ggf. die Kühllast im Sommer ermittelt. Auf dieser Basis lässt sich die erforderliche Heiz- bzw. Kühlleistung der Wärmepumpe festlegen.
Berechnung des Stromverbrauchs der Wärmepumpe: Der Stromverbrauch der Wärmepumpe ist die zentrale Grundlage für die Auslegung der PV-Leistung. Er hängt maßgeblich vom Wärmepumpentyp, der jahreszeitbedingten Leistungszahl (SPF) sowie dem tatsächlichen Heizbedarf ab. Die Berechnung erfolgt nach folgender Formel:
Täglicher Stromverbrauch der Wärmepumpe (kWh) = Heizleistung (kW) ÷ saisonale Leistungszahl (SPF) × tägliche Betriebsdauer (h)
Beispiel: Wird eine 10 kW Luft-Wasser-Wärmepumpe mit einer SPF von 4 täglich 10 h betrieben, ergibt sich ein täglicher Stromverbrauch von 10 kW ÷ 4 × 10 h = 25 kWh; bei einer jährlichen Laufzeit von 2 000 Stunden beträgt der Jahresstromverbrauch 10 kW ÷ 4 × 2 000 h = 5 000 kWh.
Nachfolgend finden Sie Richtwerte zum Stromverbrauch verschiedener Wärmepumpentypen:
Wärmepumpentyp | SPF | Jahresstromverbrauch (gut gedämmtes Einfamilienhaus) | Max. täglicher Stromverbrauch im Winter | Täglicher Stromverbrauch im Sommer (nur Warmwasser) |
Luft-Wasser-Wärmepumpe | 3,0–4,0 | 3 500–5 000 kWh | 20–30 kWh | < 5 kWh |
Erdwärmepumpe | 4,0–5,0 | < 4 000 kWh | 20–30 kWh | < 5 kWh |
Grundwasser-Wärmepumpe | 2,0–3,0 | 2 400–3 200 kW | 20–30 kWh | < 5 kWh |
Zusammenfassung: Der jährliche Stromverbrauch einer Wärmepumpe ist nicht konstant und sollte daher situationsabhängig geplant werden.
Grundlast des Gebäudes berücksichtigen: Erfassen Sie den Jahresstromverbrauch von Haushaltsgeräten wie Kühlschrank, Waschmaschine, Beleuchtung usw. (typischer Haushalt: ca. 3 000–5 000 kWh/Jahr), um den gesamten Strombedarf des Haushalts zu ermitteln.
Schritt 2: Dimensionierung der Photovoltaikanlage
Unter den klimatischen Bedingungen in Deutschland erzeugt eine Photovoltaikanlage mit 1 kWp im Jahresmittel etwa 1 000 kWh Strom. Daraus ergibt sich folgende Berechnungsformel für die erforderliche PV-Leistung:
Erforderliche PV-Leistung (kWp) = jährlicher Gesamtstromverbrauch des Haushalts (kWh) ÷ 1 000 kWh/kWp
Beispiel: Beträgt der jährliche Gesamtstromverbrauch 8 500 kWh, sollte eine PV-Anlage mit 8,5 kWp installiert werden.
Empfohlene PV-Anlagengrößen für Einfamilienhäuser mit Wärmepumpe
Wohnfläche | Gesamtstromverbrauch | Empfohlene PV-Leistung | Empfohlene Speicherkapazität | Geeignete Einsatzszenarien |
100㎡ | < 6 500 kWh | < 8 kWp | < 8 kWp | Geeignet für kleine Haushalte + hocheffiziente Wärmepumpe |
100–120㎡ | 6 500–7 500 kWh | 8–9 kWp | 8–9 kWp | Geeignet für mittlere Haushalte + hocheffiziente Wärmepumpe |
120–150㎡ | 7 500–9 000 kWh | 9–11 kWp | 9–11 kWp | Geeignet für etwas größere Haushalte + hocheffiziente Wärmepumpe |
150–180㎡ | 9 000–10 500 kWh | 11–12 kWp | 11–12 kWp | Geeignet für große Haushalte / Gebäude mit geringerer Dämmung |
> 180 m² | > 10 500 kWh | > 12 kWp | > 12 kWp | Geeignet für zusätzliche Verbraucher wie Elektrofahrzeuge oder hohen Warmwasserbedarf |
Annahmen: Luft-Wasser-Wärmepumpe + Gebäude nach KfW-55-Dämmstandard
Schritt 3: Berücksichtigung regionaler Einflussfaktoren
Unterschiede bei der Sonneneinstrahlung: Nutzen Sie die Sonnenscheindauer-Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und berücksichtigen Sie zusätzlich Ausrichtung (Südausrichtung optimal), Neigungswinkel (ideal 30°–40°) sowie Verschattung durch Bäume oder hohe Gebäude.
Unterschiedliche Netz- und Vergütungspolitiken: Ist die Einspeisevergütung für Überschussstrom niedrig, empfiehlt es sich, die PV-Leistung zu erhöhen, um den Eigenverbrauch zu maximieren. Bei höherer Vergütung kann die Kapazitätsauslegung ausgewogen erfolgen, um Eigenverbrauch und Netzeinspeisung zu kombinieren.
Anpassung an besondere Einsatzszenarien: Bei begrenztem Installationsraum kann ein Balkonkraftwerk an die Wärmepumpe angeschlossen werden. Flachdächer, Schrägdächer, Gärten, Balkone und Fassaden eignen sich gleichermaßen für die Montage.
Heizkosten senken durch Balkonkraftwerk mit Speicher
Die Nutzung einer Wärmepumpe mit Photovoltaik kann dazu beitragen, die Auswirkungen steigender Strompreise in Deutschland abzumildern. Ein häufiger Aspekt beim Betrieb dieser Systeme ist die zeitliche Differenz: Wärmepumpen rufen oft Energie ab, wenn die direkte Solarstromproduktion gering ist. Ein Balkonkraftwerk mit Speicher ermöglicht es, den tagsüber erzeugten Solarstrom zwischenzulagern und ihn bedarfsgerecht für die Heizung einzusetzen. Dies erhöht den Anteil des selbst genutzten Stroms und beeinflusst die laufenden Betriebskosten.
Für Haushalte mit einem moderaten Heizbedarf stellt das EcoFlow STREAM Ultra X + 4 × 520 W starres Solarpanel mit einer Speicherkapazität von 3,84 kWh eine Lösung zur Senkung der Betriebskosten der Wärmepumpe dar.
Durch die Speicherung des Solarstroms für die Nachtstunden wird der Bezug aus dem öffentlichen Netz reduziert. Unter optimalen Bedingungen lassen sich mit diesem System (bei einem Strompreis von 0,40 €/kWh) jährliche Einsparungen von bis zu 1 993 € erzielen. Um eine genauere Prognose basierend auf dem spezifischen Energiebedarf Ihrer Wärmepumpe und dem Standort zu erhalten, ist die Nutzung eines maßgeschneiderten Energiesparrechners ratsam. Das System nutzt zudem 520-W-Solarmodule mit einem Wirkungsgrad von 24,8 %, die dank fortschrittlicher Low-Light-Technologie auch bei diffuser Sonneneinstrahlung zuverlässig Energie für den Betrieb der Wärmepumpe bereitstellen.
Für Haushalte, die ihre jährlichen Stromkosten deutlich senken wollen und gleichzeitig einen hohen Heizenergiebedarf haben oder eine größere Energieunabhängigkeit anstreben, ist das EcoFlow STREAM Ultra + 2 × STREAM AC Pro + 4 × 520 W Starres Solarpanel eine sinnvolle Wahl.
Das System bietet eine Gesamtspeicherkapazität von 5,76 kWh und liefert im Parallelbetrieb eine Ausgangsleistung von bis zu 2300 W, sodass es die Wärmepumpe kontinuierlich mit Strom versorgen und gleichzeitig weitere Haushaltsgeräte betreiben kann, was die Energieautarkie deutlich erhöht. Im Vergleich zu gängigen, starr gestapelten Speichersystemen erlauben die STREAM AC Pro Batteriemodule eine flexible Platzierung im Haushalt und umgehen somit Probleme durch großes Gesamtvolumen oder ortsgebundene Installationen, was für platzbegrenzte Wohnverhältnisse besonders vorteilhaft ist.
Fazit
Die Wärmepumpe mit Photovoltaik ist für deutsche Haushalte eine ideale Lösung, um Energiekosten und Umweltanforderungen in Einklang zu bringen. Mithilfe von Förderprogrammen wie der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) lassen sich die Anfangsinvestitionen deutlich reduzieren. Durch eine präzise Dimensionierung der Komponenten und die Umsetzung saisonal angepasster Betriebsstrategien kann die Systemeffizienz maximiert und eine langfristige Senkung der Stromkosten erzielt werden. Darüber hinaus hilft dieses System, Risiken durch Energiepreisschwankungen abzufedern, und fördert den Übergang zu einer sauberen, eigenständigen Energieversorgung im Haushalt. Es handelt sich somit um eine nachhaltige Investition mit langfristigem Mehrwert.
*Disclaimer: Before reading this guidance, please note that rebate programs can vary based on individual circumstances, location, and eligibility criteria. EcoFlow does not provide any assurances or guarantees concerning potential rebates associated with our products. Any information in this guidance is solely for educational purposes and shall not be construed as legal or financial advice. We recommend you consult the official program guidelines or seek professional advice for accurate and personalized information.
FAQs
Wann ist eine Photovoltaik-Wärmepumpe wirtschaftlich sinnvoll?
Sowohl neu errichtete, energieeffiziente Wohngebäude als auch Bestandsgebäude mit nachgerüsteter Dämmung und geringem Heizbedarf eignen sich für den Einsatz einer Photovoltaik-Wärmepumpe. Bei einer optimalen Systemabstimmung lassen sich die Energiekosten um bis zu 75 % senken.
Kann ich eine Wärmepumpe direkt mit Photovoltaik betreiben?
Ja. Dafür müssen jedoch zwei zentrale Voraussetzungen erfüllt sein:
Gute Wärmedämmung des Gebäudes, damit die Wärmepumpe im hocheffizienten Betriebsbereich arbeiten kann.
Kombination mit einem Stromspeicher und einem SG-Ready-fähigen Energiemanagementsystem, um geringe PV-Erträge in der Nacht oder im Winter auszugleichen und eine intelligente Stromverteilung sowie -speicherung zu ermöglichen.
Welche PV-Leistung ist erforderlich, um eine Wärmepumpe zu betreiben?
Die erforderliche PV-Anlagengröße ergibt sich aus dem Stromverbrauch der Wärmepumpe und dem allgemeinen Haushaltsstrombedarf:
Für ein normales Einfamilienhaus (Jahresstromverbrauch der Wärmepumpe 3 500–5 000 kWh + täglicher Stromverbrauch 3 000–4 000 kWh) wird eine Photovoltaikanlage mit einer Spitzenleistung von 8–10 kWp empfohlen.
Bei größeren Wohnhäusern kann die Spitzenleistung auf 11–12 kWp erhöht werden.