Stromverbrauch 4 Personen: Von der Berechnung bis zur Kostenersparnis

EcoFlow

Vor dem Hintergrund schwankender Energiekosten und kontinuierlich steigender Strompreise ist es für einen Vierpersonenhaushalt der erste Schritt zur Optimierung des Haushaltsbudgets, den Stromverbrauch von 4 Personen genau zu verstehen. Neben der Entwicklung grundlegender Energiespargewohnheiten ist die Installation eines Balkonkraftwerks mit Speicher inzwischen eine beliebte Lösung, um die Abhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz zu verringern. In diesem Artikel analysieren wir ausführlich den durchschnittlichen Stromverbrauch eines Vierpersonenhaushalts, die wichtigsten Einflussfaktoren, die Berechnung von Stromverbrauch und Stromkosten sowie konkrete Maßnahmen zur Kostensenkung. Damit erhalten Familien eine fundierte Grundlage für die Erstellung eines effektiven Energiesparplans.

Wie hoch ist der durchschnittliche Stromverbrauch eines Vierpersonenhaushalts?

Im Allgemeinen liegt der durchschnittliche jährliche Stromverbrauch eines Vierpersonenhaushalts in einem Bereich von 2 600 kWh bis 4 700 kWh. Das entspricht einem durchschnittlichen monatlichen Verbrauch von etwa 217 bis 392 kWh sowie einem täglichen Verbrauch von 7 bis 13 kWh. Auf Grundlage des aktuellen Strompreisniveaus (für Bestandskunden durchschnittlich etwa 31,2 Cent/kWh) können sich die jährlichen Stromkosten eines typischen Vierpersonenhaushalts auf etwa 811 Euro bis 1 466 Euro belaufen. Je nach Haushaltsstruktur zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede im Verbrauchsverhalten. Nachfolgend drei typische Beispiele:

  • Typische vierköpfige Familie (Eltern mit zwei schulpflichtigen Kindern): Der Verbrauch zeigt meist zwei Spitzenzeiten – morgens und abends. Morgens entsteht ein erhöhter Strombedarf bei der Frühstücksvorbereitung, während abends vor allem Waschen, Geschirrspülen und das Laden elektronischer Geräte zu den Hauptverbrauchszeiten gehören. Durch die tägliche Nutzung von Computern und Lernbeleuchtung durch die Kinder bleibt die Grundlast vergleichsweise stabil.

  • Berufstätige in einer Wohngemeinschaft (WG): In Großstädten wie Berlin oder Hamburg ist diese Wohnform unter jungen Berufstätigen weit verbreitet. Tagsüber ist der Stromverbrauch meist sehr gering, während abends jedes Mitglied eigene elektronische Geräte nutzt. Dadurch fällt die Spitzenlast häufig deutlich höher und kurzfristiger aus als in einem klassischen Familienhaushalt.

  • Vierpersonenhaushalt mit Kleinkindern oder älteren Menschen: Da sich tagsüber häufig Personen zu Hause aufhalten, besteht auch tagsüber ein kontinuierlicher Strombedarf. In Haushalten mit Kleinkindern steigt insbesondere der Bedarf für Wäsche und Warmwasser. Bei älteren Menschen erhöht zudem die stärkere Nutzung von Geräten für das Raumklima, etwa Zusatzheizungen, den Gesamtverbrauch.

Wichtige Einflussfaktoren auf den Stromverbrauch eines Vierpersonenhaushalts

Der konkrete Stromverbrauch von 4 Personen wird hauptsächlich durch die folgenden vier Faktoren bestimmt:

  • Größe der Wohnfläche: Sie beeinflusst direkt die Grundlast sowie den Energieverbrauch zusätzlicher externer elektrischer Anlagen.

  • Art der Warmwasserbereitung: Ob Warmwasser elektrisch erzeugt wird, ist ein zentraler Faktor für Unterschiede bei den Stromkosten.

  • Anzahl und Energieeffizienz der Haushaltsgeräte: Diese bestimmen maßgeblich die Effizienz des täglichen Stromverbrauchs.

  • Saisonale Schwankungen: Der Bedarf an Beleuchtung, unterstützender Heizung und Kühlgeräten verändert sich zyklisch im Jahresverlauf.

Größe des Wohnraums: Wohnung vs. Einfamilienhaus

Die Art des Wohngebäudes hat einen erheblichen Einfluss auf den Grundstromverbrauch. Wohnt ein Vierpersonenhaushalt in einem Einfamilienhaus, liegt der jährliche Stromverbrauch in der Regel höher als in einer Wohnung. Dies ist vor allem auf die größere Wohnfläche, eine höhere Anzahl an Beleuchtungspunkten sowie zusätzliche elektrische Einrichtungen wie Überwachungssysteme, Garagentorantriebe oder Gartengeräte zurückzuführen.

Wohnform

Niedriger Verbrauch (kWh/Jahr)

Üblicher Verbrauch (kWh/Jahr)

Hoher Verbrauch (kWh/Jahr)

Wohnung

ca. 2 500

ca. 3 200

ca. 4 000

Einfamilienhaus

ca. 3 500

ca. 4 500

ca. 5 500

Art der Warmwasserversorgung: mit elektrischem Warmwasserbereiter vs. ohne elektrischen Warmwasserbereiter

Die Art der Warmwasserversorgung ist ein entscheidender Faktor für die Kontrolle der Stromkosten in einem Vierpersonenhaushalt. Wird Warmwasser nicht elektrisch erzeugt, konzentriert sich der Stromverbrauch hauptsächlich auf Beleuchtung, Küche und Haushaltsgeräte. Sobald das Warmwasser jedoch ebenfalls elektrisch erhitzt wird, erhöhen alltägliche Anwendungen wie Duschen oder Geschirrspülen den jährlichen Stromverbrauch deutlich.

Warmwassersystem

Niedriger Verbrauch (kWh/Jahr)

Üblicher Verbrauch (kWh/Jahr)

Hoher Verbrauch (kWh/Jahr)

Ohne elektrischen Warmwasserbereiter (Zentralheizung)

ca. 2 700

ca. 3 200

ca. 3 700

Mit elektrischem Warmwasserbereiter (separate Elektroerwärmung)

ca. 4 300

ca. 5 200

ca. 7 000

Anzahl der Haushaltsgeräte: Basisgeräte vs. erweiterte Ausstattung mit hohem Energieverbrauch

Mit steigender Anzahl an Haushaltsgeräten erhöht sich der Stromverbrauch eines Haushalts in der Regel von einem niedrigen auf ein höheres Niveau. Pro zusätzliches Großgerät kann der jährliche Stromverbrauch um etwa 200 kWh steigen.

  • Grundausstattung: Dazu gehören Kühlschrank, Herd und Backofen, Waschmaschine, eine begrenzte Anzahl an Leuchten, Router und Fernsehern. In manchen Haushalten kommen zusätzlich Geschirrspüler und Mikrowelle hinzu.

  • Intelligente Ausstattung mit hohem Energieverbrauch: Mehrere Fernseher, Set-Top-Boxen, Spielkonsolen, Computer und Monitore, Drucker, Wäschetrockner, ein zweiter Kühlschrank oder Gefrierschrank, smarte Lautsprecher sowie zahlreiche Geräte, die dauerhaft im Stand-by-Modus verbleiben.

Ausstattungsniveau

Niedriger Verbrauch (kWh/Jahr)

Üblicher Verbrauch (kWh/Jahr)

Hoher Verbrauch (kWh/Jahr)

Energiesparende Grundausstattung (Kernhaushaltsgeräte + geringe Nutzungsfrequenz)

ca. 3 000

ca. 3 600

ca. 4 200

Intelligente Ausstattung mit hohem Energieverbrauch (mehrere Geräte + häufige Nutzung)

ca. 4 500

ca. 5 500

ca. 6 500

Saisonale Veränderungen: Kühlbedarf im Sommer vs. Beleuchtung und Heizung im Winter

Der Stromverbrauch eines Vierpersonenhaushalts schwankt im Jahresverlauf. Im Sommer wird er stärker durch Kühlung, Ventilatoren und die längeren Tageslichtzeiten beeinflusst. Im Winter steigt der Verbrauch hingegen häufig durch längere Beleuchtungszeiten, mehr Zeit zu Hause sowie eine länger anhaltende Grundlast.

Saisonaler Vergleich

Niedriger Verbrauch (kWh/Jahr)

Üblicher Verbrauch (kWh/Jahr)

Hoher Verbrauch (kWh/Jahr)

Sommer (vor allem Kühlung und Belüftung)

ca. 2 800

ca. 3 400

ca. 4 000

Winter (mehr Beleuchtung und höhere Haushaltslast)

ca. 3 300

ca. 4 200

ca. 4 900

Wie berechnet man den konkreten Stromverbrauch und die Stromkosten eines Vierpersonenhaushalts?

Zur Schätzung des jährlichen Stromverbrauchs Ihres Haushalts können Sie folgende Formel verwenden:

W = (N × 200 kWh) + (G × 200 kWh) + (Qm × 9 kWh) + H

Dabei gilt:

  • N (Personenzahl): 4 Personen

  • 200 kWh (Pro-Kopf-Basiswert): Dieser Wert steht für die Grundlast pro Person und umfasst das Laden persönlicher mobiler Geräte, Strom für die persönliche Hygiene sowie die grundlegende Beleuchtung des jeweiligen Wohnbereichs.

  • G (Anzahl der Großgeräte): Dazu zählen Kühlschrank, Geschirrspüler, Waschmaschine, Wäschetrockner, Backofen usw.

  • 200 kWh (Geräte-Basiswert): Dies ist ein durchschnittlicher Referenzwert für den jährlichen Stromverbrauch von Haushaltsgeräten gängiger Effizienzklassen (z. B. Klasse A oder B).

  • Qm (Wohnfläche): Pro Quadratmeter werden 9 kWh angesetzt, um den Energieverbrauch für Innenbeleuchtung und gebäudebezogene Grundausstattung abzudecken.

  • H (Korrekturwert für Warmwasser): Dieser Wert hängt von der Art der Warmwasserbereitung ab. Wird kein elektrisches Heizsystem verwendet, beträgt dieser Wert 0. Bei einem elektrischen Warmwasserbereiter sollte für einen Vierpersonenhaushalt ein zusätzlicher Verbrauch angesetzt werden (in den folgenden Beispielen 1 und 2 werden 1 600 kWh verwendet).

Beispiel 1: Typische vierköpfige Familie (Einfamilienhaus, 150 m² / 6 Großgeräte)

Da ein Einfamilienhaus eine höhere Grundlast aufweist, liegt der Energieverbrauch in der Regel im mittleren bis oberen Bereich.

Ohne elektrischen Warmwasserbereiter (Zentralheizung)

Jährlicher Gesamtstromverbrauch: (4×200) + (150×9) + (6×200) = 3 350 kWh

Stromkosten (bei durchschnittlichem Strompreis 31,2 Cent/kWh): 3 350 × 0,312 = 1 045,2 €

Mit elektrischem Warmwasserbereiter (separate Elektroerwärmung):

Der jährliche Stromverbrauch steigt auf 4 950 kWh; die jährlichen Stromkosten belaufen sich auf etwa 1 544,4 Euro.

Beispiel 2: Berufstätige in einer Wohngemeinschaft (Wohnung, 90 m² / 4 Großgeräte)

Da die Wohnung vergleichsweise kompakt ist und Strom für Gemeinschaftsbereiche nicht in die private Rechnung einfließt, liegt die Grundlast in der Regel niedrig.

Ohne elektrischen Warmwasserbereiter (Zentralheizung)

Jährlicher Gesamtstromverbrauch: (4×200) + (90×9) + (4×200) = 2 410 kWh

Stromkosten (bei durchschnittlichem Strompreis 31,2 Cent/kWh): 2 410 × 0,312 = 751,92 €

Mit elektrischem Warmwasserbereiter (separate Elektroerwärmung):

Der jährliche Stromverbrauch steigt auf 4 010 kWh; die jährlichen Stromkosten betragen etwa 1 251,12 €

Beispiel 3: Spezieller Haushalt mit Kleinkindern oder älteren Personen (Einfamilienhaus, 120 m² / 7 Großgeräte)

In diesen Haushalten ist tagsüber häufig jemand zu Hause und es besteht ein höherer Anspruch an Komfort, sodass die Gesamtlast tendenziell höher ausfällt.

Ohne elektrischen Warmwasserbereiter (Zentralheizung)

Jährlicher Gesamtstromverbrauch: (4×200) + (120×9) + (7×200) = 3 280 kWh

Stromkosten (bei durchschnittlichem Strompreis 31,2 Cent/kWh): 3 280 × 0,312 = 1 023,36 €

Mit elektrischem Warmwasserbereiter (separate Elektroerwärmung):

Da die Versorgung von Kleinkindern oder älteren Personen häufigere Warmwasseranwendungen erfordert, kann der Warmwasserzusatz 2 000 kWh betragen. Der geschätzte Jahresverbrauch steigt damit auf 5 280 kWh; die jährlichen Stromkosten liegen bei etwa 1 647,36 €

Faktoren, die Abweichungen zwischen berechnetem und tatsächlichem Stromverbrauch verursachen

Aus den obigen Beispielen lässt sich erkennen:

  • Ob elektrisches Warmwasser genutzt wird, ist die deutlichste Trennlinie

  • Die Wohnfläche bestimmt das untere Limit des Grundverbrauchs

  • Die Anzahl der Haushaltsgeräte entscheidet, ob der Verbrauch in den hohen Bereich steigt

Für Vierpersonenhaushalte, die sich im hohen Verbrauchsbereich befinden, können folgende Faktoren dazu führen, dass der tatsächliche Stromverbrauch weiter von der Schätzung abweicht:

  • Unterschiede im Baustandard und der Energieeffizienz: Neubauten im Standard eines KfW-Effizienzhauses verfügen über bessere Wärmedämmung und effizientere Systemkonfigurationen, wodurch die Gesamtlast niedriger und stabiler ist. Ältere Gebäude weisen hingegen meist höheren Stromverbrauch auf.

  • Häufigkeit von Homeoffice: Wenn mehrere Haushaltsmitglieder dauerhaft zu Hause arbeiten, laufen Computer und weitere Geräte tagsüber kontinuierlich, wodurch der Gesamtverbrauch typischerweise um 5 %–15 % steigt.

  • Abdeckung durch Smart-Home-Systeme: Geräte wie intelligente Lautsprecher, Thermostate, Sicherheits- und Netzwerkgeräte sind dauerhaft online und erzeugen eine konstante Grundlast (Base Load).

Wenn der Anstieg des Stromverbrauchs von 4 Personen nicht mehr nur auf einzelne Geräte zurückzuführen ist, sondern durch mehrere Faktoren gemeinsam verursacht wird, führt die ausschließliche Nutzung des Stromnetzes zu dauerhaft steigenden Stromkosten. Eine sinnvollere Strategie besteht darin, tagsüber erzeugte Energie zu speichern und nachts zu nutzen, sodass die Spitzenlast von eigenem Speicher abgedeckt wird. Balkonkraftwerke mit Speicher sind hierfür ein effektives Mittel: Sie reduzieren die Abhängigkeit vom teuren Netzstrom erheblich und sparen langfristig Stromkosten.

EcoFlow STREAM Ultra X + 4 × 450 W Starren Solarpanels eignet sich besonders für Vierpersonenhaushalte mit Standardgeräteausstattung, die primär Stromkosten senken möchten. Dank effizienter Lichtumwandlung kann dieses Bundle jährlich bis zu 1 993 € Stromkosten einsparen. Die 450-W-Solarpaneele mit Schwachlichttechnologie beginnen bereits bei einer Lichtstärke von nur 10 Wh zu laden, sodass selbst geringes Tageslicht für die häusliche Energieversorgung genutzt wird. Der STREAM Ultra X verfügt über eine Speicherkapazität von 3,84 kWh und eine Ausgangsleistung von 1 200 W, wodurch die tägliche Grundlast durch Kühlschrank, Router und mehrere mobile Geräte problemlos gedeckt werden kann. Damit ist er die ideale Wahl für Haushalte, die sowohl wirtschaftlich als auch energieautark agieren möchten.

EcoFlow STREAM Ultra X + 4 × 450 W Starres Solarpanel
Jährliche Stromkosteneinsparung: bis zu ca. 1 993 € Maximale AC-Ausgangsleistung: 1 200 W Batteriekapazität: 3,84 kWh PV-Eingangsleistung: 2 000 W Wirkungsgrad der 450-W-Solarmodule: 23 %, Stromerzeugung bei schwachem Licht

Wenn ein Vierpersonenhaushalt bereits in einem Zustand mit gleichzeitiger Nutzung mehrerer Geräte, verteilter Raumnutzung und hoher Stromlast am Abend ist, stellt das EcoFlow STREAM Ultra + 2 × STREAM AC Pro + 4 × 450 W Starre Solarpanels eine umfassende Speicherlösung dar, die sich optimal an den Alltag der Familie anpasst. Die beiden STREAM AC Pro-Speicher erhöhen die Gesamtkapazität auf 5,76 kWh, und die gekoppelte Ausgangsleistung erreicht 2 300 W. Damit können mehrere Geräte gleichzeitig betrieben werden, z. B. Geschirrspüler, Kaffeemaschine und Luftreiniger, sodass die Familie auch in Spitzenlastzeiten weitgehend energieautark bleibt und die Stromkosten eines Vierpersonenhaushalts deutlich gesenkt werden. Im Unterschied zu herkömmlichen vertikal gestapelten Systemen verfolgt das STREAM AC Pro-Modul eine dezentrale Layout-Logik: Es kann flexibel in Ecken des Wohnzimmers oder im Keller platziert werden. So werden die Anforderungen an eine verteilt genutzte Raumaufteilung problemlos erfüllt.

EcoFlow STREAM Ultra + 2 × STREAM AC Pro + 4 × 450 W Starre Solarpanels
Ausgangsleistung: 2 300 Watt Speicherkapazität: ca. 5,76 kWh Maximale Solar-Eingangsleistung: 2 000 Watt Wirkungsgrad der Solarmodule: 23 % Intelligente Steuerung: Die App optimiert den Energieverbrauch und spart dadurch zusätzlich Stromkosten

Empfehlungen zur effektiven Reduzierung des Stromverbrauchs von 4 Personen

Strommanagement in den einzelnen Wohnbereichen

Durch eine gezielte Steuerung der Stromnutzung in den verschiedenen Funktionsbereichen des Haushalts können unbewusst verlorene Energieverluste wirksam verhindert werden.

Küche

  • Stellen Sie sicher, dass der Kühlschrank fern von Wärmequellen (z. B. Heizung oder Backofen) steht und die Rückseite gut belüftet ist. Lassen Sie ausreichend Platz für die Wärmeabfuhr, führen Sie regelmäßiges Abtauen durch und überprüfen Sie die Türdichtungen.

  • Die obere Ebene des Kühlfachs sollte auf 7 °C und das Gefrierfach auf -18 °C eingestellt werden.

  • Die Nutzung des Eco-Modus der Geschirrspülmaschine spart trotz längerer Laufzeit im Vergleich zum Standardprogramm deutlich Strom und Wasser.

Wohn- und Arbeitsbereich

Viele elektronische Geräte verursachen im Stand-by-Modus weiterhin Standby-Verbrauch. Es wird empfohlen, Steckdosenleisten mit physischem Schalter zu verwenden und nachts oder bei Abwesenheit TV, Audioanlagen und Computerbildschirme vollständig vom Netz zu trennen.

Badezimmer und Waschküche

Der Trockner zählt zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt.

  • Wenn möglich, bevorzugen Sie natürliches Trocknen bei gutem Wetter.

  • Falls der Trockner unvermeidbar ist, sorgen Sie dafür, dass der Filter sauber ist, um die maximale Energieeffizienz zu erhalten.

  • Stellen Sie die Waschtemperatur auf 30 °C oder 40 °C ein.

Optimierung des Warmwasserverbrauchs und Reduzierung des „versteckten Verbrauchs“

Die Warmwasserversorgung ist ein zentraler Energieverbrauchspunkt in Vierpersonenhaushalten. Zielgerichtete Maßnahmen können den durchschnittlichen Jahresstromverbrauch erheblich senken.

  • Energiesparkomponenten installieren: Durch den Einbau von energiesparenden Duschköpfen und Durchflussbegrenzern kann der Warmwasserverbrauch reduziert werden, ohne den Nutzungskomfort zu beeinträchtigen. Diese physische Drosselung senkt die Startfrequenz des Elektro-Warmwasserbereiters und damit die Betriebskosten.

  • Betriebstemperatur sinnvoll einstellen: Stellen Sie die Warmwassertemperatur auf 45 °C bis 50 °C ein. Dieser Bereich deckt den Bedarf für tägliches Duschen und Reinigen ab und vermeidet zusätzliche Wärmeverluste durch zu hohe Temperaturen.

  • Stand-by-Zeiten von Geräten verwalten: Reduzieren Sie die Stand-by-Zeiten des Warmwasserbereiters. Schalten Sie das Gerät bei längerer Nichtnutzung ab oder aktivieren Sie den Energiesparmodus, um Energieverschwendung durch wiederholtes Aufheizen des Tanks zu vermeiden.

Aufrüstung auf energieeffiziente Hardware

Die Erneuerung von Geräten bildet die Grundlage für langfristiges Energiesparen. Zu wissen, welche Haushaltsgeräte hohe Stromverbraucher (Stromfresser) sind, hilft, einen sinnvollen Austauschplan zu erstellen. Nachfolgend sind typische Haushaltsgeräte mit geschätztem jährlichem Stromverbrauch und Energiespartipps aufgeführt:

Rang

Gerät

Geschätzter Jahresverbrauch (kWh)

Energiespartipp

1

Durchlauferhitzer

800 – 1 200

Austausch gegen elektronisch gesteuertes, effizientes Modell

2

Kühlschrank und Gefrierschrank

400 – 600

Upgrade auf EU-Effizienzklasse A-Geräte

3

Elektroherd und Backofen

400 – 500

Restwärme beim Kochen nutzen, Ofentür seltener öffnen

4

Trockner (ohne Wärmepumpe)

350 – 450

Auf Wärmepumpentrockner umrüsten, spart über 50 % Strom

5

Beleuchtungssystem (herkömmliche Glühbirnen)

300 – 400

Vollständiger Austausch auf LED-Leuchten

6

Geschirrspüler

250 – 350

Nur bei voller Beladung laufen lassen, Eco-Modus verwenden

7

Waschmaschine

200 – 300

Waschtemperatur reduzieren, Heizzeit verringern

8

Audio- und Videogeräte

150 – 250

Längere Stand-by- oder Ruhezeiten vermeiden

9

Umwälzpumpe

100 – 200

Austausch gegen hocheffiziente, regelbare Pumpe

10

Router und Smart-Home-Gateways

80 – 150

Geräte, die nicht rund um die Uhr benötigt werden, zeitlich abschalten

Fazit

Beim Stromverbrauch von 4 Personen hängt die Höhe der Stromkosten nicht primär von der Anzahl der Bewohner ab, sondern von der Wohnform, der Warmwasserversorgung, der Haushaltsgeräteausstattung und den saisonalen Lastspitzen. Daher sollte der Stromsparweg für Vierpersonenhaushalte zunächst bei kostengünstigem Management beginnen, anschließend auf Hardware-Upgrade setzen und schließlich systemische Investitionen wie ein Balkonkraftwerk mit Speicher in Betracht ziehen. Auf diese Weise können sowohl die Umwelt geschont als auch langfristige finanzielle Planbarkeit für den Haushalt gewährleistet werden.

FAQs

Wie viel kWh Strom verbraucht ein Einfamilienhaus?

Der Stromverbrauch eines Einfamilienhauses variiert stark je nach Anzahl der Bewohner und technischer Ausstattung. Im Durchschnitt liegt der jährliche Stromverbrauch eines typischen Einfamilienhauses zwischen 2 500 und 5 000 kWh. Wird zur Warmwasserbereitung ein Durchlauferhitzer verwendet, steigt der Verbrauch in der Regel zusätzlich um 1 000 bis 2 500 kWh.

Was kosten 10 Stunden Fernsehen an Strom?

Der Stromverbrauch eines Fernsehers hängt von der Bildschirmtechnologie und der Größe ab. Bei einem mittelgroßen Fernseher mit 100 W Leistung verbraucht das Gerät bei 10 Stunden Betrieb etwa 1 kWh. Bei einem durchschnittlichen Strompreis von 31,2 Cent/kWh entstehen für 10 Stunden Fernsehen ca. 0,31 €.

Wie viel kostet es, eine Waschmaschine 2 Stunden lang laufen zu lassen?

Die Betriebskosten der Waschmaschine hängen hauptsächlich von der Waschtemperatur ab. Bei einem Standardprogramm mit 60 °C verbraucht ein vollständiger 2-stündiger Waschgang etwa 0,9 bis 1,2 kWh, was bei aktuellem Strompreis ca. 0,28 bis 0,37 € kostet. Wird auf 30 °C Eco-Modus umgestellt, sinkt der Strombedarf für das Erhitzen des Wassers deutlich, wodurch die Kosten pro Waschgang etwa um die Hälfte reduziert werden können.