Solarcarport – eine Übersicht über Kosten und Vorteile
- Die Kosten auf einen Blick – das ist die Preisspanne für einen Solarcarport
- Lohnt sich der Preis für einen eigenen Solarcarport mit Ladestation? Alle Vorteile einer solchen Investition für den Alltag
- Welche Solarpanels sind für einen Solar-Carport am besten geeignet?
- Welche Genehmigungen benötigt man für den Bau eines Solar-Carports in Deutschland?
Nicht nur bei der heimischen Energieversorgung, sondern auch in puncto Mobilität setzen viele von uns immer mehr auf Nachhaltigkeit. Mit einem E-Auto „kauft“ man sich schließlich nicht nur ein gutes Gewissen, da man die Umwelt nicht mehr mit Abgasen belastet, sondern kann auf lange Sicht sogar auch seinen Geldbeutel schonen – vor allem, wenn man gleichzeitig eine eigene Solaranlage besitzt.
Ein Solarcarport mit eigener Ladestation ist dabei für viele von uns ein Traum. So lässt sich das eigene Auto ganz bequem aufladen, wann immer es im Carport geparkt wird. Doch welche Optionen hat man eigentlich, wenn man einen Solarcarport anschaffen möchte? Mit welchem Preis muss man dabei rechnen?
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Die Kosten auf einen Blick – das ist die Preisspanne für einen Solarcarport
Ein Solarcarport hilft Ihnen dabei, Stromkosten zu sparen und Ihr E-Auto klimaschonend zu laden. Doch wie viel kostet eine solche Anlage wirklich? Hier ist zum Start eine Übersicht:
Einfacher Solarcarport ohne Speicher | 9.000 – 14.000 € | ca. 6–8 Solarpanels, Standard-Wechselrichter |
Doppelcarport mit PV-Anlage | 13.000 – 20.000 € | oft 10–14 Panels, ideal bei Süd-/West-Ausrichtung |
Mit Solarbatterie (5–10 kWh) | + 5.000 – 9.000 € | Erhöht Eigenverbrauch deutlich, macht Sie unabhängiger vom Netz |
Mit Wallbox/Ladestation | + 1.000 – 2.500 € | Abhängig von Leistung (11 kW/22 kW), Förderung möglich |
Mit bifazialen Solarpanels | + 10–20 % zu Standardmodulen | Höherer Wirkungsgrad, auch bei diffusen Lichtverhältnissen effizient |
Dank des Wegfalls der Mehrwertsteuer auf Solaranlagen und zugehörige Komponenten sparen Sie als Privatperson seit 2023 automatisch 19 % auf alle Kosten – ganz ohne einen zusätzlichen Antrag oder Aufwand. Das gilt auch für Wallboxen und Solarbatterien, wenn diese zusammen mit dem Carport installiert werden.


Das braucht man alles für einen funktionierenden Solar-Carport
Wenn Sie über den Bau eines Solarcarports nachdenken, sollten Sie sich im Vorfeld mit den wesentlichen Bauteilen und technischen Komponenten vertraut machen. Denn nur, wenn alle Elemente optimal zusammenspielen, holen Sie das Maximum aus Ihrer Anlage heraus – sowohl technisch als auch wirtschaftlich:
1. Die Unterkonstruktion:
Meist bestehen moderne Carports aus Aluminium oder verzinktem Stahl. Diese Materialien sind langlebig, witterungsbeständig und gut für die statische Aufnahme von PV-Modulen geeignet. Holz ist ebenfalls möglich, erfordert jedoch mehr Pflege.
2. Solarpanels:
Für kleine Carports reichen oft 6 bis 10 Module. Wichtig sind eine hohe Effizienz und die Umwandlungsrate.
3. Wechselrichter:
Dieser wandelt den Gleichstrom der Solarpanels in haushaltsüblichen Wechselstrom um. Bei kleineren Anlagen genügt meist ein String-Wechselrichter, bei komplexeren Systemen (z. B. Ost-West-Ausrichtung) können Mikrowechselrichter Vorteile bieten.
4. Ladestation (Wallbox):
Für E-Auto-Besitzer ist die Integration einer Wallbox wichtig. Gängig sind Modelle mit 11 kW oder 22 kW Ladeleistung, am besten ist die Wallbox smart steuerbar.
5. Solarbatterie:
Ein Stromspeicher erhöht die Eigenverbrauchsquote massiv – besonders dann, wenn Sie Ihr Auto abends laden wollen, der Strom aber tagsüber erzeugt wird. Die Investition lohnt sich besonders bei hohen Strompreisen und einem hohen Tagesverbrauch.
6. Monitoring- & Steuerungssystem:
Smarte Energiemanager helfen Ihnen, Ihren Stromverbrauch gezielt zu steuern, z. B. Waschmaschine nur bei PV-Überschuss laufen zu lassen oder das Auto priorisiert zu laden. Viele Systeme sind appgesteuert und bieten transparente Auswertungen.
Lohnt sich der Preis für einen eigenen Solarcarport mit Ladestation? Alle Vorteile einer solchen Investition für den Alltag
Klar, ein Solarcarport ist zunächst eine spürbare Investition – aber eine, die sich auf mehreren Ebenen wirklich lohnt, wenn Sie ein E-Auto fahren und dieses regelmäßig zu Hause laden möchten. Statt auf teuren Netzstrom angewiesen zu sein oder an öffentliche Ladesäulen fahren zu müssen, können Sie Ihr Fahrzeug direkt zu Hause mit selbst produziertem Strom laden.
Das spart nicht nur Zeit und Nerven, sondern auch bares Geld: Bei einem durchschnittlichen Stromverbrauch von etwa 15 bis 18 Kilowattstunden pro 100 Kilometer lassen sich je nach Fahrleistung mehrere hundert Euro jährlich einsparen – bei Vielfahrern kann die Ersparnis sogar deutlich über 1.000 Euro liegen.
Noch attraktiver wird es, wenn Sie zusätzlich eine Solarbatterie integrieren. Diese speichert tagsüber erzeugten Strom, der dann abends oder nachts für das Laden des Autos oder den Betrieb von Haushaltsgeräten genutzt werden kann – ganz ohne Netzbezug. Die Eigenverbrauchsquote, die bei PV-Anlagen ohne Speicher oft bei 30 bis 35 % liegt, lässt sich mit Speicherlösung problemlos auf über 70 % steigern.
Mit einem Solarcarport leisten Sie einen aktiven Beitrag zur Energiewende und machen Ihr Zuhause ein Stück zukunftsfähiger. Nicht zuletzt steigert ein Solarcarport auch den Wert Ihrer Immobilie. Für potenzielle Käufer kann ein gut geplanter Solarcarport mit integrierter Ladestation ein entscheidender Mehrwert sein.
Welche Solarpanels sind für einen Solar-Carport am besten geeignet?
Die Auswahl der passenden Solarpanels ist wichtig, denn sie entscheidet darüber, wie effizient Ihr Carport arbeitet. Dabei ist es wichtig, dass die Panels auch auf dem begrenzten Raum eines Carport-Dachs eine umfassende Stromerzeugung ermöglichen.
Monokristalline Panels | Bifaziale Solarpanels | Glas-Glas-Module |
Welche Genehmigungen benötigt man für den Bau eines Solar-Carports in Deutschland?
Auch wenn ein Solarcarport auf den ersten Blick eher unkompliziert wirkt, ist in vielen Fällen eine Genehmigung erforderlich – vor allem, wenn bestimmte Höhen- oder Flächengrenzen überschritten werden. In vielen Bundesländern reicht zwar bei kleineren, freistehenden Konstruktionen unter 3 Metern Höhe oft eine einfache Bauanzeige, doch Denkmalschutz, Bebauungspläne oder Grenzbebauung können manchmal zusätzliche Abstimmungen nötig machen.
Unabhängig davon muss jede Photovoltaikanlage beim Netzbetreiber angemeldet und im Marktstammdatenregister eingetragen werden.