Elektroheizung Kosten: Rechner, Beispiele nach Wohnfläche und Sparpotenzial
- Anschaffungskosten je nach Elektroheizungstyp
- Wie berechnet man die Heizkosten anhand der Wohnfläche?
- Elektroheizung Kosten nach Wohnfläche im Beispiel
- Elektroheizung Kosten pro Monat im Überblick
- Welche Elektroheizung verursacht die geringsten Stromkosten?
- Elektroheizung Kosten senken: praktische Spartipps
- Gibt es Förderungen für Elektroheizungen?
- Elektroheizung Kosten mit Solarstrom und Speicher senken
- Fazit: Elektroheizung Kosten realistisch einschätzen
- FAQ
Die Nachtspeicherheizung im Altbau läuft wieder auf Hochtouren, und die Stromrechnung im Februar zeigt es deutlich: Wer elektrisch heizt, zahlt spürbar mehr als im Sommer. Wie hoch die Elektroheizung Kosten am Ende ausfallen, hängt stark von Wohnfläche, Dämmstandard und Heizungstyp ab.
Die Anschaffung ist meist günstig, oft schon für ein paar hundert Euro zu haben. Die eigentliche Kostenfrage entscheidet sich erst im laufenden Betrieb. Auch bei einem Balkonkraftwerk mit Speicher lässt sich erzeugter Solarstrom direkt für das elektrische Heizen nutzen.

Anschaffungskosten je nach Elektroheizungstyp
Vier Bauarten dominieren den Markt: mobile Heizkörper wie Heizlüfter oder Radiatoren, Infrarotheizungen, elektrische Fußbodenheizungen und Nachtspeicherheizungen. Mobile Geräte kosten oft nur wenige Dutzend Euro und stecken einfach in der Steckdose, dafür heizen sie meist nur einzelne Räume und ziehen im Verhältnis zur abgegebenen Wärme viel Strom. Infrarotheizungen sind kaum teurer in der Anschaffung, schalten sich aber gezielt über einen Thermostat ein und aus, wodurch sie im Betrieb oft günstiger sind als klassische Heizlüfter. Elektrische Fußbodenheizungen verteilen die Wärme gleichmäßig im Raum und lassen sich unter Laminat oder Parkett nachrüsten, kosten pro Quadratmeter aber deutlich mehr als ein einzelnes Heizgerät. Nachtspeicherheizungen gelten inzwischen als Auslaufmodell: am teuersten in der Anschaffung, und der frühere Vorteil günstigerer Nachttarife ist in den meisten Netzgebieten kaum noch spürbar. Wer nach den Kosten einer Stromheizung sucht, findet je nach Gerätetyp entsprechend sehr unterschiedliche Preisspannen.
Typ | Anschaffungskosten | Leistung | Stromkosten/Std. (bei 37 ct/kWh) |
Mobile Heizkörper (Heizlüfter, Radiator) | 30-150 € | 1.000-2.500 W | 0,37-0,93 € |
Infrarotheizung | 100-800 € | 400-800 W | 0,15-0,30 € |
Elektrische Fußbodenheizung | 50-100 €/m² | ca. 100 W/m² | abhängig von Fläche |
Nachtspeicherheizung | 700-1.000 € pro Gerät | 2.000-4.000 W | 0,74-1,48 € |
Die genannten Preise sind Richtwerte, aktuelle Angebote holt man am besten direkt bei mehreren Fachbetrieben ein. Bei der Montage reicht die Spanne von 0 Euro bei reinen Steckdosengeräten bis zur vollständigen Fachbetriebsinstallation bei fest verbauten Systemen wie der elektrischen Fußbodenheizung
Wie berechnet man die Heizkosten anhand der Wohnfläche?
Eine einfache Formel liefert eine erste Orientierung: Wohnfläche in Quadratmetern, multipliziert mit dem Wärmebedarf in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr, multipliziert mit dem Strompreis pro Kilowattstunde. Das Ergebnis sind die jährlichen Heizkosten. Wie hoch der Wärmebedarf ausfällt, hängt fast ausschließlich von der Dämmung ab: Ein gut gedämmtes Gebäude kommt mit etwa 50 bis 100 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr aus, bei durchschnittlicher Dämmung sind es 100 bis 130 Kilowattstunden, schlecht gedämmte Altbauten liegen bei 130 bis 200 Kilowattstunden. Beim Strompreis lohnt sich ein realistischer Wert: Laut BDEW lag der durchschnittliche Haushaltsstrompreis 2026 bei rund 37 Cent pro Kilowattstunde, aktuelle Tarife schwanken aber je nach Anbieter und Zeitpunkt und lassen sich über Vergleichsportale prüfen. So lassen sich die Kosten einer Elektroheizung grob überschlagen, bevor überhaupt ein Angebot eingeholt wird.
Elektroheizung Kosten nach Wohnfläche im Beispiel
Die Formel wird konkret, sobald echte Zahlen eingesetzt werden. Die folgenden Beispiele gehen von durchschnittlicher Dämmung, also 115 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr, und dem aktuellen BDEW-Durchschnittspreis von 37 Cent pro Kilowattstunde aus. Individuelle Werte können davon abweichen.
Elektroheizung Kosten bei 30 m²
Bei 30 Quadratmetern Wohnfläche, etwa einem einzelnen Zimmer oder einer kleinen Wohnung, ergeben sich bei durchschnittlicher Dämmung rund 3.450 Kilowattstunden Wärmebedarf im Jahr. Multipliziert mit 37 Cent macht das etwa 1.277 Euro pro Jahr, umgerechnet rund 106 Euro im Monat. Bei guter Dämmung sinkt der Wert auf etwa 69 Euro, bei schlechter Dämmung steigt er auf über 150 Euro im Monat.
Elektroheizung Kosten bei 60 und 100 m²
Bei 60 Quadratmetern verdoppelt sich der Wärmebedarf grob auf 6.900 Kilowattstunden, das entspricht rund 2.553 Euro im Jahr oder etwa 213 Euro im Monat. Bei 100 Quadratmetern liegt der Bedarf bei 11.500 Kilowattstunden, macht rund 4.255 Euro im Jahr oder 355 Euro im Monat. Die Kostensteigerung verläuft dabei nahezu linear zur Fläche. Ein doppelt so großes Zuhause kostet auch etwa doppelt so viel Heizstrom.
Elektroheizung Kosten bei 150 m² und mehr
Ab 150 Quadratmetern, wie bei einem freistehenden Einfamilienhaus üblich, liegt der jährliche Wärmebedarf bei rund 17.250 Kilowattstunden, das entspricht etwa 6.383 Euro im Jahr oder 532 Euro im Monat. Der übrige Haushaltsstrom für Kühlschrank, Waschmaschine und Co. ist darin noch gar nicht eingerechnet.
Elektroheizung Kosten pro Monat im Überblick
Auf den Monat umgerechnet wirken die Jahreskosten oft überschaubarer, verteilt sind sie aber alles andere als gleichmäßig.
Wohnfläche | ca. Jahreskosten | ca. Monatskosten (Durchschnitt) |
30 m² | 1.277 € | 106 € |
60 m² | 2.553 € | 213 € |
100 m² | 4.255 € | 355 € |
150 m² | 6.383 € | 532 € |
Diese Durchschnittswerte verschleiern die saisonale Realität: Zwischen November und März fällt ein Großteil der Kosten an, oft das Drei- bis Vierfache eines Sommermonats. Im Sommer bleibt meist nur der Bedarf für Warmwasser oder gelegentliches Zuheizen übrig.
Welche Elektroheizung verursacht die geringsten Stromkosten?
Im direkten Vergleich schneidet die Infrarotheizung meist am besten ab. Sie schaltet sich nur dann ein, wenn das Thermostat tatsächlich sinkt, und kommt dadurch im Betrieb oft auf etwa die Hälfte der laufenden Kosten einer Nachtspeicherheizung. Mobile Heizlüfter liegen preislich dazwischen, sie eignen sich eher für kurzes Zuheizen einzelner Räume als für dauerhaftes Heizen. Am teuersten im laufenden Betrieb bleiben klassische Nachtspeicherheizungen, der frühere Vorteil günstigerer Nachttarife ist in den meisten Netzgebieten inzwischen kaum noch spürbar.
Elektroheizung Kosten senken: praktische Spartipps
Ein Grad weniger Raumtemperatur senkt den Energieverbrauch um rund sechs Prozent, das macht sich bei Elektroheizungen besonders deutlich bemerkbar. Richtiges Stoßlüften statt gekippter Fenster hält die Wärme im Raum, während die Wände nicht auskühlen. Heizkörper, die von Möbeln oder Vorhängen verdeckt sind, verteilen ihre Wärme schlechter und lassen sich schwerer regulieren. Wer beim Heizstromtarif nicht automatisch beim Grundversorger bleibt, sondern regelmäßig vergleicht, findet oft günstigere Angebote als in der teuren Grundversorgung. Den größten Hebel bringt langfristig eine bessere Gebäudedämmung, weil sie den Wärmebedarf direkt senkt, unabhängig vom gewählten Heizungstyp.
Gibt es Förderungen für Elektroheizungen?
Für reine Stromdirektheizungen wie Infrarot- oder Nachtspeicherheizungen gibt es in der Regel keine direkte BAFA- oder KfW-Förderung, diese Systeme erfüllen die Effizienzkriterien der Bundesförderung für effiziente Gebäude nicht. Anders sieht es aus, wenn die Elektroheizung mit mindestens 65 Prozent Ökostrom oder selbst erzeugtem Solarstrom läuft und dabei ein bestehendes fossiles Heizsystem ersetzt: Dann kann sie die gesetzlichen Anforderungen an einen förderfähigen Heizungstausch erfüllen. Die dafür nötige PV-Anlage und der Speicher lassen sich wiederum über den KfW-Förderkredit 270 mitfinanzieren, aktuelle Bedingungen und Fördersätze ändern sich aber regelmäßig und sollten vor der Planung direkt bei der KfW geprüft werden.
Elektroheizung Kosten mit Solarstrom und Speicher senken
Eigenerzeugter Solarstrom senkt die laufenden Kosten der Elektroheizung unabhängig vom gewählten Heizungstyp, ob Infrarotpanel, Fußbodenheizung oder Nachtspeicherofen spielt dabei keine Rolle.
Wer diesen Effekt technisch nutzen will, kommt an einem Speicher kaum vorbei. EcoFlow bietet dafür zwei passende Lösungen.
STREAM 5000 und STREAM AC 5000 zur Kostensenkung nutzen
Fußbodenheizung oder Heizlüfter brauchen tagsüber oft die meiste Leistung, genau dann, wenn die PV-Anlage produziert. Der STREAM 5000 liefert dafür bis zu 5.000 W Solareingang und deckt damit auch leistungsstarke Elektroheizungen tagsüber weitgehend mit Solarstrom ab. Die 5,024 kWh Speicherkapazität, erweiterbar bis auf 90 kWh, fangen den Bedarf für den restlichen Abend auf, wenn draußen längst keine Sonne mehr scheint.
Wer bereits eine PV-Anlage betreibt und nur die fehlende Speicherkapazität ergänzen will, findet im STREAM AC 5000 die passende Lösung. Er hilft besonders in den sonnenarmen Morgen- und Abendstunden, genau dann, wenn viele Elektroheizungen ohnehin am meisten laufen.
Sicherheitstechnisch teilen sich beide Modelle dieselbe Basis: Aluminiumgehäuse, Druckentlastungsventil, bis zu 10.000 Ladezyklen sowie 10 Jahre Garantie bei 15 Jahren veranschlagter Lebensdauer, wichtige Eckdaten gerade dann, wenn ein Gerät über die gesamte Heizsaison hinweg täglich mehrfach lädt und entlädt.
Fazit: Elektroheizung Kosten realistisch einschätzen
Die Anschaffung ist meist günstig, oft schon für ein paar hundert Euro. Die eigentlichen Kosten entscheiden sich erst im Betrieb, und die hängen stark von Wohnfläche, Dämmung und Heizungstyp ab. Wer die Formel und die Beispielrechnungen aus diesem Artikel kennt, kann seine eigenen Elektroheizung Kosten realistisch einschätzen, statt sich von der ersten Jahresabrechnung überraschen zu lassen. Solarstrom und ein Speicher senken die laufenden Kosten dabei unabhängig vom gewählten Heizungstyp
FAQ
Ist eine Elektroheizung günstiger als eine Wärmepumpe?
In der Anschaffung ja, im Betrieb meist nicht. Eine Wärmepumpe wandelt eine Kilowattstunde Strom in drei bis vier Kilowattstunden Wärme um, eine Elektroheizung schafft nur eine Kilowattstunde Wärme pro Kilowattstunde Strom. Über mehrere Jahre gerechnet liegt die Wärmepumpe deshalb fast immer vorn.
Lohnt sich eine Elektroheizung im Altbau?
Eher selten als Hauptheizung. Schlecht gedämmte Altbauten kommen auf einen Wärmebedarf von 130 bis 200 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr, das treibt die Betriebskosten schnell in die Höhe. Als punktuelle Ergänzung für einzelne, selten genutzte Räume kann sich eine Elektroheizung trotzdem eignen.
Kann man eine Elektroheizung mit einer Photovoltaikanlage betreiben?
Ja, allerdings mit einer Einschränkung: PV-Anlagen liefern gerade in der Heizperiode zwischen November und März nur einen Bruchteil ihres Jahresertrags. Ein Speicher wie der STREAM 5000 von EcoFlow gleicht das teilweise aus, indem er tagsüber erzeugten Solarstrom für den Abend vorhält.
Wie hoch sind die Stromkosten einer Elektroheizung im Winter?
Deutlich höher als im Jahresdurchschnitt, oft das Drei- bis Vierfache eines Sommermonats. Bei einer 100 Quadratmeter großen, durchschnittlich gedämmten Wohnung können allein die Wintermonate mehrere Hundert Euro an Heizstrom ausmachen.
Kann ich die Heizkosten mit einem Batteriespeicher weiter senken?
Ja, ein Speicher hält tagsüber erzeugten Solarstrom für die Abend- und Morgenstunden vor, in denen viele Elektroheizungen ohnehin am meisten laufen. Modelle wie der STREAM 5000 oder STREAM AC 5000 von EcoFlow eignen sich dafür, je nachdem, ob eine PV-Anlage neu geplant oder bereits vorhanden ist.