Ab wann lohnt sich Photovoltaik mit Speicher? Kosten & Szenarien
Angesichts der hohen Strompreise in Deutschland denken viele Hausbesitzer derzeit darüber nach: „Ab wann lohnt sich Photovoltaik mit Speicher?“ Soll man jetzt investieren oder lieber noch warten? Die Realität sieht jedoch häufig so aus: Tagsüber wird der von der Photovoltaikanlage erzeugte Strom immer noch teilweise ins Netz eingespeist, während man nachts gezwungen ist, Strom zu hohen Preisen aus dem Netz zu beziehen, was die Eigenverbrauchseffizienz stark einschränkt. Gleichzeitig wird mit der schrittweisen Anpassung der EEG-Vergütung in der neuesten Politik die Lücke zwischen Einspeisevergütung und Einzelhandelspreis immer deutlicher, sodass die Steigerung des Eigenverbrauchs und der Speicher-Nutzung zur Schlüsselstrategie für die Reduzierung der Stromkosten wird.
Dieser Artikel wird die Rentabilität eines Balkonkraftwerks mit Speicher aus verschiedenen wichtigen Perspektiven analysieren, einschließlich regionaler Strompreisunterschiede, Systemkosten, Steuern und Subventionen sowie Amortisationszeiten. Gleichzeitig werden die vier wichtigsten Szenarien für die Installation präzise identifiziert, um dir zu helfen, eine fundierte Entscheidung zu treffen und jede Investition in echte Ersparnisse umzuwandeln.
Ab wann lohnt sich Photovoltaik mit Speicher? Die wirtschaftlichen Entscheidungsfaktoren
Einfach gesagt, für Haushalte in Deutschland, die folgende Bedingungen erfüllen, ist die Installation eines Speichersystems in der Regel rentabel:
Jährlicher Stromverbrauch: Mehr als 3 000 kWh;
Strompreis: Der aktuelle tatsächliche Strompreis (einschließlich Steuern und Servicegebühren) liegt über 0,30 €/kWh.
Eigenverbrauchsziele: Ziel ist es, den Eigenverbrauch durch Speicher auf über 60% zu steigern.
Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, kann das Speichersystem in der Regel in 5 bis 8 Jahren die Kosten decken.
Strompreise in Deutschland und Eigenverbrauchsrate
Der aktuelle Strompreis bestimmt direkt, wie viel ein Haushalt an Kosten sparen kann, wenn er mehr Solarstrom für den Eigenverbrauch nutzt (anstatt ihn zu einem niedrigen Preis ins Netz einzuspeisen). Daher ist der spezifische Strompreis in der jeweiligen Region die Grundlage für die Bewertung des Wertes von Speichersystemen. In Deutschland gibt es Unterschiede bei den Strompreisen zwischen den Bundesländern. Die untenstehende Tabelle, die auf dem neuen Kundentarifdurchschnitt von 2026 basiert, kann dir helfen, eine erste Einschätzung basierend auf deinem Eigenverbrauchsanteil vorzunehmen:
Bundesland | Durchschnittlicher Strompreis (€/kWh, basierend auf dem Tarif des günstigsten Anbieters) | Jährliche Stromkosten (€), basierend auf einem Verbrauch von 3 500 kWh pro Jahr |
Hamburg | 0,2660 | 931 |
Baden-Württemberg | 0,2381 | 833 |
Nordrhein-Westfalen | 0,2350 | 823 |
Rheinland-Pfalz | 0,2347 | 821 |
Saarland | 0,2334 | 817 |
Berlin | 0,2327 | 814 |
Schleswig-Holstein | 0,2289 | 801 |
Hessen | 0,2223 | 778 |
Sachsen-Anhalt | 0,2195 | 768 |
Sachsen | 0,2188 | 766 |
Hinweis: Die Daten stammen von Vergleich.de und basieren auf dem neuen Kundentarifdurchschnitt von 2026, der oft als unterste Grenze der Marktpreise gilt. Bitte ersetze die in der Tabelle angegebenen Städtepreise durch den tatsächlichen €/kWh-Wert auf deiner Rechnung, um eine genauere Berechnung der Amortisationszeit zu erhalten.
Regionale Potenzialanalyse:
Wenn dein tatsächlicher Strompreis über dem lokalen Durchschnittspreis in der Tabelle liegt, wird der sofortige Nutzen der Speicherintegration höher sein.
Wenn dein Strompreis nahe oder unter dem unteren Ende der Tabelle liegt, hängt es mehr davon ab, durch eine Erhöhung des Eigenverbrauchs das Risiko zukünftiger Strompreissteigerungen zu kompensieren.
Bei der Bewertung des genannten Potenzials kann ein Balkonkraftwerk mit Speicher als flexiblere und leichter umsetzbare wirtschaftliche Option dienen. Der Installations- und Netzanschlussprozess ist vergleichsweise einfach, und mit intelligenter Energieverwaltung lässt sich der Eigenverbrauch deutlich steigern, sodass das theoretische Einsparpotenzial schneller in reale finanzielle Entlastung umgesetzt wird.
Um Haushalten mit unterschiedlichem Stromverbrauch die Umsetzung zu erleichtern, richten sich die folgenden zwei Konfigurationsansätze an verschiedene Verbrauchsgrößen und dienen als Entscheidungshilfe.
Leichtgewichtige Ausgleichslösung für die Grundlast – EcoFlow STREAM Ultra X + 4 x 520 W Starres Solarpanel
Diese Kombination kann die jährlichen Stromkosten durch Erhöhung des Eigenverbrauchsanteils effektiv senken und ist eine kostengünstige Einstiegslösung, um die tägliche Grundlast eines Haushalts zu decken:
Potenzial der Stromkostenersparnis: Bei einem Referenzstrompreis von 0,40 €/kWh und guten Erzeugungsbedingungen kann diese Konfiguration jährlich bis zu 1 993 Euro an Stromkosten einsparen. Der tatsächliche Effekt hängt jedoch von der Stromnutzung des Haushalts und den Sonnenbedingungen ab. Um genauere Ergebnisse für Ihre eigene Situation zu erhalten, wird empfohlen, einen maßgeschneiderten Energiesparrechner zu verwenden.
Präzise Abgleichung der Grundlast: Mit einer Kapazität von 3,84 kWh deckt diese Lösung den täglichen Grundstrombedarf des Haushalts (wie Kühlschrank, Router und Standby-Geräte) ab und sorgt für eine hohe Energiedrehzahl, indem die tagsüber erzeugte Energie gespeichert und für den nächtlichen Grundlastbedarf bereitgestellt wird.
Hohe Effizienz bei der Stromerzeugung: Ausgestattet mit 4 bifazialen Solarmodulen à 520 W (Wirkungsgrad 24,8 %), die sowohl direktes Sonnenlicht als auch reflektiertes Umgebungslicht nutzen können.
Vorteil der Schwachlicht-Technologie: Die STREAM-Solarmodule verfügen über eine Schwachlicht-Nutzungstechnologie, die es ihnen ermöglicht, bei unzureichender Lichtverfügbarkeit etwa 1 Stunde länger effektiv Strom zu erzeugen als der Branchendurchschnitt.
Energieeffizienzlösung für Haushalte mit hohem Energieverbrauch – EcoFlow STREAM Ultra X + 2 x STREAM AC Pro + 4 x 520 W Starres Solarpanel
Diese erweiterte Lösung vergrößert die Speicherkapazität und erweitert das Ziel von einer einfachen Grundlastabdeckung zu einem ganzheitlichen Energiemanagement, um eine größere Einsparung der Stromkosten zu erzielen:
Maximierung des Strombezugsersatzes: Eine größere Speicherkapazität kann die Netzstromkosten während der abendlichen Spitzenlast effektiver ausgleichen. Bei anhaltend schlechten Lichtverhältnissen kann dieses System in der Regel ein hohes Maß an Energieautarkie aufrechterhalten und verringert die wirtschaftlichen Verluste, die durch den Verkauf von billigem Strom an das Netz entstehen.
Hohe Lastabgleichung und schnelle Ladeflexibilität: Diese Lösung eignet sich für Haushalte mit Wärmepumpe, Wandladeeinheit oder mehreren leistungsstarken Geräten. Durch das Parallelschalten von zwei AC Pro Geräten erhöht sich die Eingangsleistung des Systems auf der Wechselstromseite auf 2 300 W. Dies ermöglicht nicht nur eine Anpassung des Stromflusses in größerem Maßstab, um das Risiko hoher Stromkosten abzufedern, sondern verbessert auch die Fähigkeit, bei günstigeren Strompreisen in den Nachtstunden schnell Energie zu speichern.
Skalierbare Energiebilanz: Mit einer Speicherkapazität von 7,68 kWh und einer Photovoltaik-Einspeisungsleistung von 2 000 W entsteht ein stark ausbalanciertes System für Stromerzeugung und -speicherung.
Kosten für Photovoltaikanlagen, Steuern und Subventionen
Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Beurteilung von „ab wann lohnt sich Photovoltaik mit Speicher“ ist die Anfangsinvestition. Obwohl die Hinzufügung von Speichern die Anfangskosten erhöht, können die derzeit in Deutschland verfügbaren Steuererleichterungen und mehrstufigen Subventionen die Nettoinvestition erheblich senken.
Kostenaufbau
Die Gesamtkosten des Systems setzen sich hauptsächlich aus den Kosten für die Photovoltaikanlage und den Speicher zusammen:
Photovoltaikanlage: Die Kosten umfassen die Module (Panels), den Wechselrichter, die Befestigungs- und Verkabelungssysteme, Installationsarbeit sowie die Netzanschlussgebühren. Der Preis für ein typisches Wohn-Photovoltaiksystem in Deutschland liegt derzeit bei etwa 1 200–1 800 € / kWp, abhängig von der Qualität der Module und der Komplexität der Installation.
Speichersystem: Dies ist der Hauptkostenfaktor. Bis 2025 liegt der durchschnittliche Preis für Heimspeicherbatterien auf dem europäischen Markt bei etwa 700–750 €/kWh. Zusätzlich müssen die Kosten für das Batterie-Management-System (BMS), die Integration mit der Photovoltaikanlage und die Installationsgebühren berücksichtigt werden.
Weitere potenzielle Kosten: Dazu gehören Genehmigungen für den Netzanschluss, intelligente Zähler sowie mögliche Kosten für die Verstärkung des Dachs oder Baugenehmigungen.
Steuererleichterungen und staatliche Subventionen
Auf steuerlicher und finanzieller Ebene gibt es erhebliche Unterstützung für Wohn-Photovoltaikanlagen, die dazu beiträgt, die Einstiegshürden zu senken:
Mehrwertsteuerermäßigung: Photovoltaikanlagen, die den Anforderungen entsprechen und eine installierte Leistung von maximal 30 kWp haben, können im Kauf- und Installationsprozess von einem Nullsteuersatz auf die Mehrwertsteuer profitieren, wodurch die anfänglichen Beschaffungs- und Installationskosten direkt gesenkt werden.
Bundesförderung: Die Regierung unterstützt die Energiewende weiterhin durch den „Klima- und Transformationsfonds“.
Landes- und Kommunalförderungen: Ein Beispiel ist das SolarPLUS-Programm der Investitionsbank Berlin (IBB), das am 8. Januar 2026 wieder für Anträge geöffnet wurde. Dieses Programm bietet gestaffelte Zuschüsse für geeignete Dach-Photovoltaikanlagen und Speicher. Die Förderung für Speicher beträgt etwa 300 €/kWh, wobei der Zuschuss für ein einzelnes Projekt bis zu 15 000 € betragen kann, was dazu beiträgt, die Amortisationszeit erheblich zu verkürzen.
Amortisationszeit und Sensitivitätsanalyse
Basierend auf den Strompreisen und Kosten ist die marginale Amortisationszeit der Schlüsselindikator, um zu beurteilen, ob eine Investition in ein Speichersystem sinnvoll ist.
Grundformel zur Berechnung der Amortisationszeit
Jährlicher Anstieg des Eigenverbrauchs (kWh) = Erwartete Jahreserzeugung × (Eigenverbrauchsrate mit Speicher − Eigenverbrauchsrate nur mit Photovoltaik)
Jährliche Ersparnis (€) = jährlicher Anstieg des Eigenverbrauchs × (Strompreis vom Netz − Einspeisevergütung)
Marginale Amortisationszeit (Jahre) = Zusätzliche Investitionskosten für den Speicher ÷ jährliche Ersparnis
Typische Fallbeispielberechnung
Basierend auf den durchschnittlichen Referenzwerten des deutschen Marktes (angenommen wird ein Standard-System mit 10 kWp):
Strompreis vom Netz: 0,35 €/kWh
EEG-Einspeisevergütung: 0,075 €/kWh
Differenz des Eigenverbrauchspreises: 0,275 €/kWh
Parameter | Nur Photovoltaik-System | Photovoltaik + Speichersystem |
Jährliche Energieerzeugung | 10 000 kWh | 10 000 kWh |
Eigenverbrauchsquote | Ca. 30% | Ca. 70% |
Jährlicher Eigenverbrauch | 3 000 kWh | 7 000 kWh |
Durch Speicher erreichte zusätzliche Eigenverbrauchsmenge | / | 4 000 kWh |
Zusätzliche Kosten für den Speicher (inklusive Installation) | / | Ca. 5 500 € (beispielsweise für eine 7 kWh Batterie) |
Berechnungsergebnisse:
Jährliche Ersparnis: 4 000 kWh × 0,275 €/kWh = 1 100 €/Jahr
Marginale Amortisationszeit: 5 500 € ÷ 1 100 € ≈ 5 Jahre
(Anmerkung: Die tatsächliche Amortisationszeit wird von lokalen Strompreisen, Förderungen, Finanzierungsbedingungen, der Lebensdauer/Leistung der Batterie und dem Stromverbrauchsprofil des Haushalts beeinflusst.) Daher dient dieses Beispiel nur als grober Anhaltspunkt.
Hinweis: Ab 2026, mit weiter sinkenden Batteriepreisen und weiterhin hohen Strompreisen, wird die Amortisationszeit für Speichersysteme deutlich verkürzt. Wenn Ihre Amortisationszeit unter 8 Jahren liegt, ist dies finanziell sehr vorteilhaft.
Ab wann lohnt sich Photovoltaik mit Speicher — Rechner
Da jeder Haushalt unterschiedliche Stromverbrauchsgewohnheiten hat, dienen die oben genannten Beispiele nur als Referenz. Um die für dich am besten geeignete Antwort zu erhalten, kannst du die folgende dreistufige Berechnungsanleitung zur schnellen Selbstüberprüfung verwenden:
Stromverbrauch ermitteln: Bestätige den aktuellen Jahresverbrauch über deine Stromrechnung. Normalerweise kann die Installation eines Speichers die Eigenverbrauchsquote von etwa 30 % auf ca. 65-75 % erhöhen.
Aktuellen Strompreis einholen: Besuche eine lokale Strompreisvergleichsseite und prüfe den aktuellen Preis für deine Postleitzahl (PLZ).
Angebote vergleichen: Ziehe den „Gesamtpreis mit Speicher“ von dem „reinen Photovoltaik-Preis“ ab, um die zusätzlichen Kosten für den Speicher zu ermitteln.
Bewertungskriterium: Wenn der Wert von „Speicherkosten / (Jahresertrag x 40% x Preisunterschied)“ < 10 ist, dann ist die Installation eines Speichers unter den aktuellen Energiebedingungen eine kluge Entscheidung.
Wann ist ein Stromspeicher für Sie unverzichtbar? 4 Praxis-Szenarien
Daten können das Problem zwar aufzeigen, aber die tatsächliche Lebenssituation des Einzelnen ist entscheidend, um zu bestimmen, ob ein Speicher benötigt wird.
In den folgenden vier häufigen Szenarien wird der Wert eines Speichersystems am stärksten zum Tragen kommen:
Häufiges Szenario 1 – Hohe Tagesproduktion und hoher Stromverbrauch in der Nacht im Haushalt
Dies ist ein typisches Dilemma, dem viele berufstätige Familien gegenüberstehen: Die Spitzenzeiten der Photovoltaik-Stromproduktion (z. B. von 11:00 bis 14:00 Uhr) und der Haushaltsstromverbrauch (Abendessen, Beleuchtung, Waschen nach 18:00 Uhr) überschneiden sich zeitlich nicht.
Analyse der aktuellen Situation: Überschüssiger Strom, der tagsüber erzeugt wird, wird zu einem niedrigen Einspeisetarif ins Netz eingespeist, während der Strom nachts zu einem höheren Einzelhandelspreis aus dem Netz bezogen werden muss. Dieses "niedrig verkaufen, hoch kaufen"-Modell führt zu wirtschaftlichen Verlusten.
Schlüsselfaktor: Mit der signifikanten Steigerung des Eigenverbrauchsanteils in Deutschland zwischen 2024 und 2025 kann die Eigenverbrauchsquote direkt dazu beitragen, die Abhängigkeit vom teuren Stromnetz zu verringern, und die Differenz zwischen "günstigem Verkaufen und teurem Kaufen" wird in Erträge umgewandelt, was den Amortisationszeitraum erheblich verkürzt.
Praktische Empfehlungen:
Es kann sinnvoll sein, mit einem kleinen Speichersystem zu beginnen und die Auswirkungen auf die Nachtautoverwendung und Stromkosten zu beobachten.
Wählen Sie bevorzugt modulare Systeme, die eine flexible Erweiterung entsprechend dem zukünftigen Bedarf ermöglichen.
Häufiger Fall 2 – Besitz von Wärmepumpe oder E-Auto
Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge sind immer häufiger anzutreffen, jedoch steigern sie den Stromverbrauch des Haushalts erheblich und verursachen in bestimmten Zeiträumen (z. B. morgens im Winter oder nach der Rückkehr nach Hause) Spitzenstromverbrauch.
Aktuelle Analyse: Ohne Speicher beziehen diese leistungsstarken Geräte üblicherweise Strom direkt aus dem Netz, was zu erheblichen Stromkosten führt. Ein Speichersystem kann den Solarstrom tagsüber speichern und während der Spitzenverbrauchszeiten freisetzen.
Schlüsselfaktor: Für solche Nutzer sollte bei der Auswahl eines Speichersystems besonderes Augenmerk auf die kontinuierliche Entladeleistung und Entladezeit gelegt werden, nicht nur auf die Gesamtkapazität.
Praktische Empfehlungen:
Leistungsanpassung: Wenn schnelle Ladezeiten für Elektrofahrzeuge oder die kurzfristigen Spitzenlasten einer Wärmepumpe unterstützt werden müssen, sollte eine Speicherlösung mit hoher kontinuierlicher Entladeleistung gewählt werden.
Intelligente Verwaltung: In Kombination mit einem EMS (Energy Management System) kann die Priorität "Photovoltaik → Batterie → Last" eingestellt werden, um die Effizienz zu maximieren.
Häufige Situation 3 – Sehr hohe lokale Strompreise und niedriger Einspeisevergütung
In Regionen wie Hamburg, Berlin und anderen Gebieten mit hohen Strompreisen ist der Endkundenstrompreis deutlich höher als die Einspeisevergütung. Zudem führt die Anpassung der Einspeiseregelungen in Deutschland ab 2025 dazu, dass die Wirtschaftlichkeit des bloßen Stromverkaufs weiter sinkt.
Analyse der aktuellen Situation: In solchen Fällen liegt der Wert der Energiespeicherung eher in der Steigerung der Energieautonomie. In Gebieten mit hohen Strompreisen ist der wirtschaftliche Nutzen, den Strom für den Eigenverbrauch zu speichern, deutlich höher als ihn ins Netz zu verkaufen.
Wichtiger Einfluss: Die Installation von Speichersystemen hilft, das Risiko zukünftiger Strompreiserhöhungen abzufedern. Durch die Erhöhung des Eigenverbrauchs wird die Abhängigkeit vom externen Energiemarkt verringert, wodurch die Auswirkungen von Marktschwankungen auf den Stromverbrauch des Haushalts reduziert werden.
Praktische Empfehlungen:
Bewertungskriterium: Wenn der lokale Strompreis höher als 0,30–0,35 €/kWh ist, sollte die „Energieautonomie“ als zentraler Faktor für die Investitionsentscheidung betrachtet werden.
Datenvergleich: Der lokale Echtzeitstrompreis sollte zusammen mit dem aktuellen Einspeisetarif (Feed-in-Tarif) in die Berechnung der Amortisationszeit einbezogen werden.
Häufiger Fall 4 – Bereits vorhandene Photovoltaikanlage mit niedriger Eigenverbrauchsquote
Viele Haushalte haben bereits vor einigen Jahren eine Photovoltaikanlage installiert. Aufgrund der damals hohen Kosten für Batteriespeicher oder einer anderen politischen Förderausrichtung wurde jedoch kein Speicher ergänzt. Dadurch wird ein großer Teil des tagsüber erzeugten Solarstroms nicht im Haushalt genutzt, sondern ins Netz eingespeist und steht zu den verbrauchsstarken Zeiten nicht zur Verfügung.
Ist Analyse: Mit der schrittweisen Absenkung der Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-Vergütung) sinken die Erträge aus dem Stromverkauf kontinuierlich, bei älteren Anlagen laufen die hohen Vergütungssätze zudem ab oder sind bereits ausgelaufen. Unter diesen Rahmenbedingungen ist der reine Einspeisebetrieb wirtschaftlich immer weniger attraktiv, während eine Erhöhung des Eigenverbrauchs zur zentralen Maßnahme wird, um die Rentabilität bestehender PV-Investitionen zu sichern.
Zentrale Auswirkungen: Durch die Nachrüstung eines Stromspeichers kann der Eigenverbrauch typischerweise von etwa 30 Prozent auf 70 Prozent oder mehr gesteigert werden. Dadurch verlängert sich die wirtschaftliche Nutzungsdauer der bestehenden Photovoltaikanlage deutlich, gleichzeitig gewinnt das System angesichts hoher Strompreise wieder an wirtschaftlicher Relevanz.
Praktische Empfehlungen:
Kompatibilitätsprüfung: Bei der Nachrüstung sollte besonders auf die technische Kompatibilität zwischen Speicher und vorhandenem Wechselrichter geachtet werden. AC-gekoppelte Speichersysteme bieten hier klare Vorteile, da sie den Umbau vereinfachen und die Installationskosten reduzieren.
Dynamische Verbrauchsanalyse: Vor der Installation empfiehlt sich der Einsatz eines intelligenten Stromzählers, um den tatsächlichen Stromverbrauch über mindestens eine Woche aufzuzeichnen. Auf dieser Basis lässt sich die benötigte Speicherkapazität präzise bestimmen und eine Überdimensionierung mit unnötigen Mehrkosten vermeiden.
Fazit
Die Antwort auf die Kernfrage „Ab wann lohnt sich Photovoltaik mit Speicher?“ wird zunehmend klarer, da sich der Energiemarkt bis 2026 verändert. Für die meisten deutschen Haushalte gilt: Wenn der tatsächliche Strompreis über 0,30 €/kWh liegt und das Ziel einer Eigenverbrauchsquote von mehr als 60 % besteht, ist die Installation eines Speichers nicht mehr nur eine finanzielle Investition, sondern eine strategische Entscheidung, um Energieautonomie zu erreichen und zukünftige Strompreisschwankungen abzufedern.
*Haftungsausschluss: Bitte beachten Sie vor dem Lesen dieser Anleitung, dass die Strompreise, staatlichen Zuschüsse und Steuererleichterungen je nach individueller Situation, Standort und Anspruchskriterien variieren können. EcoFlow übernimmt keine Verantwortung oder Garantie für die Genauigkeit der in diesem Leitfaden enthaltenen Informationen zu Strompreismodellen, Subventionen oder steuerlichen Erleichterungen. Alle Angaben in dieser Anleitung dienen ausschließlich zu Bildungszwecken und stellen keine rechtliche oder finanzielle Beratung dar. Wir empfehlen Ihnen, die offiziellen Richtlinien der jeweiligen Programme zu konsultieren oder professionelle Beratung für genaue und auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Informationen in Anspruch zu nehmen.
FAQs
Für wen lohnt sich Photovoltaik nicht?
Wenn das Dach aufgrund von Gebäuden oder Bäumen nicht effektiv durch technische Mittel verbessert werden kann, wird die Stromerzeugung erheblich unzureichend sein, und die Investition wird sich schwer amortisieren.
Wenn das Gebäude ein geschütztes historisches Denkmal ist oder die Dachstruktur alt und die Verstärkungskosten zu hoch sind, könnte die Installation eingeschränkt oder unrentabel sein.
Die gängige Amortisationszeit für Solarsysteme liegt bei 6–12 Jahren. Wenn geplant ist, das Haus in etwa 5 Jahren zu verkaufen, wird es wahrscheinlich nicht möglich sein, die Investitionskosten zurückzuerhalten.
Wenn der jährliche Stromverbrauch des Haushalts gering ist (z. B. 2 000–2 500 kWh) und keine Elektroautos oder Wärmepumpen vorhanden sind, ist der Nutzen eines großen Systems begrenzt. Es kann sinnvoller sein, ein kostengünstigeres Balkonkraftwerk als Alternative zu erwägen.
Wann wird ein Speichersystem rentabel?
Die Rentabilität eines Speichersystems hängt hauptsächlich von der „Eigenverbrauchspreisdifferenz“ ab: Die Installationskosten pro Kilowattstunde müssen auf 700–900 Euro oder weniger gesenkt werden, gleichzeitig muss der Eigenverbrauch von Haushalten durch Photovoltaikanlagen von etwa 30 % ohne Speicher auf 60–80 % steigen. Zudem muss die Preisdifferenz zwischen dem Strompreis aus dem Netz und der Einspeisevergütung mehr als 0,25–0,30 Euro pro Kilowattstunde betragen. Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, kann das System in der Regel nach etwa 5–8 Jahren Betrieb die Rentabilität erreichen (genaue Berechnungen sind jedoch erforderlich).
Photovoltaik mit und ohne Speicher – Welches ist besser?
„Besser“ hängt von den finanziellen Zielen, der Stromnutzung und den lokalen Richtlinien ab:
Ohne Speicher (reines Netzsystem): Geringe Anfangsinvestition, einfache Installation, geeignet für Haushalte mit begrenztem Budget oder denen eine schnelle Amortisation wichtig ist. Wenn der Stromverbrauch tagsüber hoch ist oder die Einspeisevergütung attraktiv ist, ist diese Lösung oft wirtschaftlicher.
Mit Speicher (einschließlich Batterien): Höhere Anfangskosten, aber deutlich höhere Autarkie (Eigenverbrauch). In Regionen mit hohen Strompreisen oder bei Haushalten mit Wärmepumpe oder Elektrofahrzeugen ist der langfristige Einsparungseffekt deutlich größer. In Verbindung mit den Förderungen und Einspeisevergütungsrichtlinien in Deutschland für 2025–2026 steigt der langfristige Wert von Speichersystemen kontinuierlich.