Zwei Balkonkraftwerke an einem Zähler: Das müssen Sie wissen

EcoFlow

Immer mehr deutsche Haushalte möchten ihre Stromerzeugung durch die Installation zusätzlicher Balkonkraftwerke mit Speicher erweitern. Dadurch stellt sich eine zentrale Frage: Ist der Betrieb von zwei Balkonkraftwerken an einem Zähler zulässig? Welche Details müssen bei einer regelkonformen Umsetzung beachtet werden? Und wie lassen sich potenzielle Risiken vermeiden?

Warum möchte man zwei Balkonkraftwerke an einem Zähler betreiben?

Einige Nutzer möchten zwei Balkonkraftwerke an einem Zähler betreiben. Die Hauptgründe dafür sind:

1. Erhöhung der Stromerzeugung

Die Leistung eines einzelnen Balkonkraftwerks ist in der Regel begrenzt und reicht oft nicht aus, um den täglichen Strombedarf vollständig zu decken.

Durch die Installation eines zweiten Systems kann die gesamte installierte Photovoltaikleistung direkt erhöht werden. Dadurch steigt die erzeugte Solarstrommenge deutlich, sodass mehr Haushaltsgeräte mit sauberer Energie betrieben werden können und die Abhängigkeit vom Netzstrom sinkt.

2. Senkung der Stromkosten

Durch die erhöhte Stromerzeugung steigt der Anteil des selbst genutzten Solarstroms im Haushalt deutlich. Dadurch muss weniger Strom aus dem öffentlichen Netz bezogen werden. Vor dem Hintergrund kontinuierlich steigender Strompreise können zwei gleichzeitig betriebene Balkonkraftwerke die monatlichen Stromkosten stärker reduzieren und langfristig Geld sparen.

3. Höhere Versorgungssicherheit

Durch den gleichzeitigen Einsatz von zwei Photovoltaiksystemen steigt die Systemredundanz. Selbst wenn eines der Geräte aufgrund eines Defekts, einer Wartung oder ungünstiger Lichtverhältnisse vorübergehend ausfällt, kann das andere weiterhin Strom erzeugen. Dadurch bleibt die Grundversorgung stabil und die Stromversorgung insgesamt zuverlässiger.

4. Flexiblere Installation

Der Anschluss von zwei Geräten an denselben Stromzähler erfordert keinen zusätzlichen Zähler und keine aufwendige Neuverlegung von Leitungen, wodurch die Installation einfacher wird.

Gleichzeitig können die Solarmodule flexibler ausgerichtet und positioniert werden. So lassen sich Balkonflächen, Wände und andere begrenzte Flächen besser nutzen, das Sonnenlicht effizienter ausschöpfen und die gesamte Anlage freier und variabler planen.

Dürfen zwei Balkonkraftwerke an einem Zähler betrieben werden?

Gemäß dem deutschen Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) sowie den einschlägigen Vorgaben der Bundesnetzagentur gilt: Unter demselben Stromzähler dürfen mehrere PV-Anlagen betrieben werden. Daher ist der Betrieb von zwei Balkonkraftwerken an einem Zähler grundsätzlich zulässig, allerdings müssen die Leistungsgrenzen strikt eingehalten werden:

  • Die gesamte Wechselrichterleistung darf 800 W nicht überschreiten

  • Die Gesamtspitzenleistung der Solarmodule darf 2 000 Wp nicht überschreiten

Lohnt sich der Betrieb von zwei Balkonkraftwerken an einem Zähler?

Ob sich zwei Balkonkraftwerke an einem Zähler lohnen, hängt vom Stromverbrauch, den Installationsbedingungen, der Verkabelung sowie den Gesamtkosten ab.

Situationen, in denen sich die Installation lohnt

  • Hoher Haushaltsstromverbrauch: Für Haushalte mit vielen elektrischen Geräten oder mit Bedarf zum Laden eines Elektroautos kann die höhere Stromerzeugung durch zwei Anlagen den Netzstrombezug deutlich reduzieren und langfristig die Stromkosten spürbar senken.

  • Flexible Installationsmöglichkeiten: Solarmodule können in unterschiedlichen Ausrichtungen installiert werden, wodurch die Stromerzeugung gleichmäßiger wird. Selbst bei begrenztem Balkonplatz ist eine kompakte Installation möglich.

  • Einfache Installationsbedingungen: Wenn im Sicherungskasten bereits ein separater Stromkreis vorhanden ist, sind Aufwand und Kosten für die Erweiterung gering. Es sind weder ein neuer Stromzähler noch größere Umbauten an der Verkabelung erforderlich.

  • Wunsch nach höherer Versorgungssicherheit: Fällt eine Anlage aus oder wird gewartet, kann die andere weiterhin Strom erzeugen. Dadurch sinkt die Abhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz zusätzlich.

Nicht lohnenswerte Installationssituationen:

  • Alte elektrische Leitungen: In älteren Gebäuden mit veralteter Verkabelung und ohne freie, separate Stromkreise kann eine zusätzliche Installation Elektroarbeiten erfordern und dadurch hohe Zusatzkosten verursachen.

  • Begrenzte Anschlusskapazität: Wenn die Gesamtleistung bereits nahe am Limit von 800 W liegt, bringt die Installation eines zweiten Systems kaum zusätzlichen Nutzen.

  • Geringer Haushaltsverbrauch: Wenn ein einzelnes Gerät den Großteil des Strombedarfs bereits deckt, sind die zusätzlichen Einsparungen durch eine zweite Anlage gering und die Amortisationszeit verlängert sich deutlich.

  • Risiko von Regelverstößen: Nicht registrierte Anlagen im Marktstammdatenregister (MaStR) oder unzulässige Parallelverschaltungen führen lediglich zu Risiken ohne praktischen Mehrwert.

Für Situationen, in denen sich zwei Balkonkraftwerke an einem Zähler nicht lohnen, ist es oft sinnvoller, ein einzelnes wirtschaftlich optimiertes Balkonkraftwerk zu wählen. Damit lässt sich ein autarkeres Wohnen im Haushalt einfacher und effizienter umsetzen.

Zum Beispiel bietet der EcoFlow STREAM Ultra X eine sehr gute Wirtschaftlichkeit. Unter idealen Lichtbedingungen können die jährlichen Stromkostenersparnisse bis zu 1 993 Euro betragen. Für eine möglichst genaue Berechnung der tatsächlichen Einsparungen empfiehlt es sich, einen Energiesparrechner zu nutzen.

Für kleine Wohnungen oder Haushalte mit einem grundlegenden Strombedarf wird das Paket EcoFlow STREAM Ultra X + 4 × 450 W starre Solarpanels empfohlen. Die im Paket enthaltenen 450-W-Solarmodule sind mit einer Schwachlicht-Technologie ausgestattet und beginnen bereits bei einer extrem niedrigen Lichtstärke von 10 Wh mit der Stromerzeugung. Dadurch wird selbst geringes Umgebungslicht effizient in nutzbare Energie umgewandelt und im Haushalt gespeichert. Der STREAM Ultra X verfügt über eine Speicherkapazität von 3,84 kWh sowie eine Ausgangsleistung von 1 200 W. Damit kann er problemlos die Grundlast am Tag abdecken, die beispielsweise durch Kühlschrank, Router und mehrere mobile Geräte entsteht. Insgesamt stellt dieses System eine ideale Lösung für Nutzer dar, die ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Kosteneffizienz und Energieautarkie anstreben.

EcoFlow STREAM Ultra X + 4 x 450 W Starres Solarpanel
Jährliche Stromkosteneinsparung: bis zu ca. 1 993 € Maximale AC-Ausgangsleistung: 1 200 W Batteriekapazität: 3,84 kWh PV-Eingangsleistung: 2 000 W Wirkungsgrad der 450-W-Solarmodule: 23 %, Stromerzeugung bei schwachem Licht

Für größere Haushalte mit mehreren Personen und einem hohen Anteil an leistungsstarken Elektrogeräten eignet sich die Kombination aus EcoFlow STREAM Ultra X + STREAM AC Pro x 2 + 4 x 450 W Starre Solarpanels, um den Eigenverbrauch deutlich zu erhöhen.

In Verbindung mit zwei STREAM AC Pro-Geräten erreicht der STREAM Ultra X eine Gesamtleistung von 2 300 W sowie eine Speicherkapazität von 7,68 kWh. Damit können auch in den Abendstunden mehrere Geräte gleichzeitig betrieben werden, etwa Geschirrspüler, Kaffeemaschine oder Luftreiniger, sodass der Haushalt auch in Spitzenlastzeiten ein hohes Maß an Energieautarkie erreicht. Zudem verfügen die STREAM AC Pro Geräte über ein dezentralisiertes Installationsdesign. Sie benötigen keinen speziellen Verteilerkasten und können flexibel im Wohnzimmer, im Abstellraum oder im Keller platziert werden, wodurch eine besonders flexible Raumnutzung möglich ist.

EcoFlow STREAM UItra X + STREAM AC Pro x 2 + 4 x 450 W Starre Solarpanels
Jährliche Stromkosteneinsparung: bis zu ca. 1 993 € Maximale AC-Ausgangsleistung: 2 300 W Batteriekapazität: 7,68 kWh PV-Eingangsleistung: 2 000 W Wirkungsgrad der 450-W-Solarmodule: 23 %, Stromerzeugung bei schwachem Licht Intelligente Steuerung: Die App optimiert den Energieverbrauch und spart dadurch zusätzlich Stromkosten

Wie kann man zwei Balkonkraftwerke an einem Zähler sicher betreiben?

Für Haushalte, die zwei Balkonkraftwerke an einem Zähler betreiben möchten, sollte vor der Installation zunächst klar sein, welche Sicherheitsrisiken diese Konfiguration mit sich bringen kann. Nur so lassen sich potenzielle Gefahren gezielt vermeiden, die Installation normgerecht durchführen und einen sicheren sowiestabilenr Betrieb des gesamten Systems gewährleisten.

Sicherheitsrisiken beim Betrieb von zwei Balkonkraftwerken an einem Zähler

  • Risiko der Stromkreisüberlastung: Dies ist das häufigste und zugleich gefährlichste Risiko. Wenn die Gesamtleistung der beiden Balkonkraftwerke die Belastbarkeit des häuslichen Stromsystems überschreitet, kann es unmittelbar zum Auslösen von Sicherungen oder zum Abschalten von Leitungsschutzschaltern kommen, was die normale Stromversorgung im Haushalt beeinträchtigt. Im schlimmsten Fall kann eine Überlastung zu Überhitzung der Leitungen und zur Alterung bzw. Beschädigung der Isolierung führen, was wiederum Kurzschlüsse oder Brände verursachen und somit die Sicherheit von Personen und Eigentum gefährden kann.

  • Risiko einer elektrischen Unwucht: Wenn die beiden Balkonkraftwerke nicht korrekt angeschlossen sind, kann es zu instabiler Spannung und Stromstärke in der Leitung kommen. Dadurch können andere Haushaltsgeräte im selben Stromkreis beeinträchtigt werden. Mögliche Folgen sind häufige Geräteschäden, flackernde Beleuchtung oder das Nichtstarten von Geräten. Langfristig kann dies zudem die Lebensdauer der elektrischen Geräte verkürzen.

  • Risiko von Geräteschäden und Bediengefahren: Bei Installationsfehlern wie falscher Verdrahtung, mangelhafter Erdung oder Nichtbeachtung der Installationsvorschriften kann nicht nur die Leistungsfähigkeit beider Balkonkraftwerke beeinträchtigt werden, was zu geringerer Stromerzeugung und Systemausfällen führt, sondern es besteht auch die Gefahr von Stromschlägen, Kurzschlüssen oder Bränden während Betrieb und Wartung. Besonders bei Eigeninstallation durch nicht fachkundige Personen steigt dieses Risiko erheblich.

Nach dem Verständnis dieser Risiken kann die Installation gezielter und sicherer durchgeführt werden.

Sichere Installationsschritte für zwei Balkonkraftwerke an einem Zähler

Schritt 1: Überprüfung der Belastbarkeit des häuslichen Stromsystems

Die Bewertung vor der Installation ist entscheidend, um das Risiko einer Überlastung zu vermeiden. Dabei geht es insbesondere darum, sicherzustellen, ob das häusliche Stromsystem die Gesamtleistung der beiden Balkonkraftwerke tragen kann. Konkret wird wie folgt vorgegangen:

  • Gesamtleistung der beiden Geräte bestimmen: Die Nennleistung eines einzelnen Balkonkraftwerks wird ermittelt und anschließend die Gesamtleistung beider Anlagen berechnet.

  • Überprüfung der Parameter des häuslichen Stromsystems: Es sollten die Spezifikationen der Leitungsschutzschalter im Sicherungskasten sowie der Querschnitt der Hausanschlussleitung überprüft werden. Ziel ist es, die maximale Belastbarkeit des Systems zu bestimmen und sicherzustellen, dass die Gesamtleistung beider Anlagen die Systemgrenze nicht überschreitet.

  • Einhaltung der gesetzlichen Leistungsgrenzen in Deutschland: Die Gesamtleistung der Wechselrichter darf 800 W nicht überschreiten, und die Gesamtspitzenleistung der Solarmodule darf maximal 2 000 Wp betragen.

  • Besondere Prüfung bei älteren Gebäuden: Wenn die elektrische Anlage eines Hauses bereits älter ist, sollte unbedingt ein qualifizierter Elektriker die Leitungen auf Alterung und den Zustand der Isolierung überprüfen. So lassen sich Risiken vermeiden, die durch eine unzureichende Belastbarkeit alter Leitungen entstehen können.

Schritt 2: Trennung unabhängiger Stromkreise

Die Trennung der Stromkreise ist ein zentraler Schritt zur Gewährleistung der Systemsicherheit und zur Vermeidung elektrischer Unwuchten. Dabei muss strikt das Prinzip „eine Anlage – ein Stromkreis“ eingehalten werden:

  • Für jedes der beiden Balkonkraftwerke wird ein separater Stromkreis eingerichtet. Jeder Stromkreis ist mit einem eigenen Leitungsschutzschalter ausgestattet, sodass beide Anlagen elektrisch voneinander unabhängig bleiben und sich nicht gegenseitig beeinflussen.

  • Es ist strengstens verboten, zwei Wechselrichter direkt parallel an denselben Stromkreis anzuschließen. Ebenso dürfen keine Mehrfachsteckdosen oder Mehrfachsteckdosenleisten verwendet werden, um die Wechselrichter in Reihe zu schalten oder zu erweitern, da dies zu Überlastung des Stromkreises oder Kurzschlüssen führen kann.

  • Für im Außenbereich installierte Steckdosen muss mindestens die Schutzart IP44 gewählt werden. Sie sollten gegen Regen, Staub und Spritzwasser geschützt sein, um das Risiko eines Stromschlags bei Regen oder in feuchten Umgebungen zu vermeiden. Die Kabelverlegung muss fest und sicher befestigt werden. Es sollten UV-beständige und witterungsresistente Kabel verwendet werden, um eine Alterung der Isolationsschicht durch langfristige Sonneneinstrahlung zu verhindern.

Schritt 3: Genehmigung des Netzbetreibers einholen

In Deutschland muss der Anschluss eines Balkonkraftwerks an das Stromnetz gemeldet werden. Beim Betrieb von zwei Anlagen an demselben Stromzähler ist eine vorherige Abstimmung besonders wichtig, um Regelverstöße zu vermeiden:

  • Kontaktieren Sie aktiv Ihren Stromversorger sowie den zuständigen Netzbetreiber und informieren Sie diese über den geplanten Betrieb von zwei Balkonkraftwerken an einem Stromzähler. Dabei sollten Angaben wie Gerätemodelle, Gesamtleistung und Installationsort übermittelt werden.

  • Bestätigen Sie die konkreten Anforderungen des Netzbetreibers und halten Sie die entsprechenden Vorschriften ein, um eine Genehmigung für die Installation zu erhalten. In einigen Regionen kann es erforderlich sein, einen Installationsplan, Gerätespezifikationen und weitere Unterlagen einzureichen. Erst nach erfolgreicher Prüfung darf die Installation durchgeführt werden, um spätere Nachrüstungen oder Korrekturen aufgrund von Verstößen zu vermeiden.

  • Nach Inbetriebnahme des Systems muss die Registrierung im Marktstammdatenregister (MaStR) innerhalb eines Monats erfolgen.

Schritt 4: Auswahl eines normgerechten Wechselrichters

Der Wechselrichter ist die zentrale Komponente eines Balkonkraftwerks. Seine Qualität und Spezifikationen haben direkten Einfluss auf die Sicherheit des gesamten Systems. Bei der Auswahl sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Stellen Sie sicher, dass der Wechselrichter den deutschen VDE-Normen sowie den Anforderungen für den Netzanschluss entspricht. Seine Spezifikationen müssen zum häuslichen Stromsystem und zur Gesamtleistung des Balkonkraftwerks passen, um Schäden am Gerät oder Systemfehler durch Leistungsinkompatibilitäten zu vermeiden.

  • Bevorzugen Sie Wechselrichter mit integrierten Sicherheitsfunktionen, insbesondere mit Anti-Inselbetriebsschutz. Bei einem Netzausfall muss der Wechselrichter automatisch abschalten, um zu verhindern, dass die PV-Anlage weiterhin Strom ins Netz einspeist und damit die Sicherheit von Wartungspersonal gewährleistet wird. Zusätzlich sind Modelle mit Überlastschutz, Kurzschlussschutz und Überspannungsschutz empfehlenswert, um die Systemsicherheit weiter zu erhöhen.

  • Die Wechselrichter beider Anlagen müssen separat verdrahtet und jeweils an den entsprechenden Stromkreis angeschlossen werden. Es darf kein gemeinsamer Wechselrichter verwendet werden, und eine Mischverkabelung ist unzulässig.

Schritt 5: Installation von Überwachungsgeräten

Die Installation von Monitoring-Systemen hilft dabei, Systemfehler frühzeitig zu erkennen, Sicherheitsrisiken zu vermeiden und gleichzeitig die Stromerzeugung besser zu verwalten:

  • Es wird empfohlen, einen bidirektionalen intelligenten Stromzähler zu installieren. Dieser kann sowohl die gesamte erzeugte Energie der beiden Balkonkraftwerke als auch den ins Netz eingespeisten Strom präzise erfassen, was eine einfache Abrechnung der Stromkosten und eine genaue Ertragsauswertung ermöglicht.

  • Zusätzlich können intelligente Monitoring-Apps oder Überwachungsgeräte eingesetzt werden, um die Stromproduktion und den Betriebsstatus jedes einzelnen Balkonkraftwerks in Echtzeit zu überwachen. Bei Überlastung, Kurzschluss oder technischen Störungen können sofort Warnmeldungen ausgegeben werden, sodass schnell reagiert werden kann.

Schritt 6: Erhöhung von Sicherheit und Stromertrag

Durch die Optimierung der Installationsdetails und der Nutzungsweise lässt sich sowohl die Sicherheit gewährleisten als auch den Ertrag der beiden Balkonkraftwerke maximieren:

  • Optimierung der Position der Solarmodule: Je nach Ausrichtung des Balkons und Dauer der Sonneneinstrahlung sollten die Solarmodule der beiden Anlagen unterschiedlich ausgerichtet werden. Dadurch wird eine gleichmäßigere Stromerzeugung über den gesamten Tag erreicht. Gleichzeitig sollten Verschattungen der Module vermieden werden, um die Energieeffizienz zu maximieren.

  • Nutzung von Tools zur Optimierung der Konfiguration: Mithilfe eines Solarrechners können Parameter wie Balkonfläche, Lichtverhältnisse und Spezifikationen der Solarmodule eingegeben werden, um die optimale Installationslösung zu berechnen. So lassen sich Energieverluste durch eine ungeeignete Konfiguration oder eine Überlastung der Anlage vermeiden.

  • Regelmäßige Wartung und Inspektion: Nach der Installation sollten monatlich Kabel, Steckdosen, Wechselrichter und Solarmodule überprüft werden, um mögliche Probleme wie lose Verbindungen, beschädigte Isolierungen oder Verschmutzungen der Module frühzeitig zu erkennen. Zusätzlich wird empfohlen, einmal jährlich einen qualifizierten Elektriker für eine umfassende Wartung hinzuzuziehen, um einen langfristig sicheren Betrieb des Systems zu gewährleisten.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass zwei Balkonkraftwerke an einem Zähler grundsätzlich realisierbar sind. Entscheidend ist dabei die konsequente Einhaltung der gesetzlichen und technischen Vorgaben. Für die meisten Haushalte ist der unreflektierte Einsatz von zwei Anlagen jedoch nicht unbedingt die optimale Lösung. Oft ist ein einzelnes, regelkonformes Komplettsystem mit intelligentem Speicher und Anpassung an deutsche Normen sinnvoller. Es vereinfacht die Installation und den Betrieb, reduziert potenzielle Risiken und ermöglicht gleichzeitig eine möglichst hohe Nutzung der erzeugten Solarenergie.

FAQs

Was passiert, wenn ich zwei Balkonkraftwerke betreibe?

Wenn zwei Balkonkraftwerke strikt gemäß den geltenden Vorschriften betrieben werden, kann die Solarstromerzeugung deutlich gesteigert werden. Dadurch lassen sich die Stromkosten weiter senken, und durch die flexible Anordnung der Solarmodule kann zudem eine stabilere Energieversorgung erreicht werden. Bei einem nicht regelkonformen Betrieb hingegen – etwa durch Überdimensionierung, fehlende Registrierung oder unsachgemäße Verkabelung – drohen nicht nur rechtliche Konsequenzen wie Nachrüstungsauflagen durch den Netzbetreiber oder mögliche Bußgelder, sondern auch erhebliche Sicherheitsrisiken, beispielsweise durch eine Überlastung der Stromleitungen.

Was passiert, wenn man mehr als 800 Watt einspeist?

Wenn die Einspeiseleistung ins Stromnetz 800 Watt überschreitet, erfüllt das Balkonkraftwerkssystem nicht mehr die gesetzlichen Anforderungen für steckfertige Mini-PV-Anlagen in Deutschland. Damit verliert es den Status eines „privilegierten Kleinstsystems“. In diesem Fall ist eine einfache Registrierung im Marktstammdatenregister (MaStR) der Bundesnetzagentur nicht mehr möglich. Stattdessen muss eine formelle Genehmigung beim Netzbetreiber beantragt werden. Zusätzlich ist eine technische Prüfung nach VDE-Standards erforderlich, und es sind umfassende Melde- und Genehmigungsverfahren einzuhalten.

Wie viele Balkonkraftwerke pro Zähler?

In Deutschland ist es grundsätzlich erlaubt, mehrere Balkonkraftwerke an demselben Stromzähler zu betreiben. Die entscheidende Begrenzung liegt nicht in der Anzahl der Geräte, sondern darin, dass die gesamte Einspeiseleistung aller Wechselrichter 800 Watt nicht überschreiten darf. Solange die Gesamtleistung innerhalb dieses Grenzwerts bleibt, können mehrere Anlagen installiert werden. Wird die Leistungsgrenze überschritten, ist jedoch eine separate Genehmigung beim Netzbetreiber erforderlich.