Notfallvorsorge Checkliste: So bereiten Sie sich richtig auf Krisen vor

EcoFlow

Im Juli 2021 stand ein Teil des Ahrtals tagelang ohne Strom, Trinkwasser und Mobilfunknetz da. Was viele Betroffene später berichteten, war weniger die Flut selbst als das, was danach fehlte: kein Licht am Abend, kein geladenes Handy, kein sauberes Wasser aus dem Hahn.

Notfallvorsorge beginnt nicht mit Extremfällen wie diesem. Sie beginnt mit einfachen Vorkehrungen, die sich in wenigen Schritten umsetzen lassen. Häufigere Hitzewellen, Unwetterwarnungen und die Sorge um die Energieversorgung haben die Vorsorge für Krisen und Katastrophen in Deutschland zuletzt wieder stärker in den Fokus gerückt.

Für den Stromteil einer solchen Vorsorge kann je nach Haushaltsgröße eine tragbare Powerstation einen guten Teil der Lücke schließen, selbst wenn das öffentliche Netz mehrere Tage ausfällt. Wie der Rest der Vorsorge aussehen sollte, zeigt der Blick auf die Empfehlungen der zuständigen Behörden.

Tragbare Powerstation für autarke Stromversorgung

Warum gewinnt Notfallvorsorge in Deutschland an Bedeutung?

Lange galt Notfallvorsorge hierzulande als Thema für Aussteiger oder Prepper. Das hat sich verschoben. Strommangellagen im Winter, große Unwetterschäden und ein Hochwasser mit über 180 Toten haben gezeigt, wie schnell aus einer abstrakten Gefahr eine sehr konkrete Situation werden kann. Notfallvorsorge bedeutet grundsätzlich, dass ein Haushalt auch ein paar Tage ohne fremde Hilfe auskommt.

Aktuelle Risiken: Stromausfälle, Extremwetter und Versorgungsengpässe

Im bundesweiten Schnitt fällt der Strom pro Verbraucher nur etwa 11 Minuten im Jahr aus. Bei Sturmschäden oder Hochwasser sieht die Rechnung anders aus. Dann können es, je nach Region, mehrere Tage werden, weil Leitungen unter Wasser stehen oder Bäume auf Freileitungen fallen.

Dazu kommt eine steigende Zahl heißer Tage über 30 Grad und immer häufigere Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes. Beide Entwicklungen sind ein zusätzlicher Grund, sich vorzubereiten, auch wenn sich die genauen Zahlen zu Wetterereignissen und Behördenempfehlungen ändern können. Aktuelle Warnungen lassen sich jederzeit über die Apps des DWD oder NINA prüfen.

Überflutung einer Straße

Der BBK-Ratgeber als offizielle Grundlage

Wer eine verlässliche Quelle sucht, findet sie beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Die Behörde veröffentlicht einen Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen, inklusive einer ausführlichen Checkliste für den eigenen Haushalt.

Der Gedanke dahinter ist einfach. In den ersten Stunden nach einem größeren Ereignis sind Rettungskräfte oft noch nicht überall gleichzeitig vor Ort. Wer in dieser Zeit selbst zurechtkommt, entlastet nicht nur sich, sondern auch die Einsatzkräfte.

Notfallvorsorge Checkliste: Diese Bereiche gehören dazu

Die Empfehlungen des BBK lassen sich grob in ein halbes Dutzend Kategorien gliedern. Keine davon ist für sich genommen kompliziert, in der Summe ergibt sich daraus aber eine solide Notfallvorsorge-Liste.

Trinkwasser- und Lebensmittelvorrat anlegen

Als Richtwert nennt das BBK etwa 2 Liter Trinkwasser pro Person und Tag. Bei den Lebensmitteln kommt es weniger auf die Menge als auf die Haltbarkeit an. Konserven, Trockenprodukte und Getreide lassen sich über Wochen lagern, ohne dass eine Kühlung nötig wäre.

Medikamente, Hygieneartikel und Erste-Hilfe-Ausstattung

Wer dauerhaft Medikamente nimmt, sollte davon einen Vorrat für mehrere Tage zurücklegen, ergänzt um Verbandsmaterial und die üblichen Hygieneartikel. Der Erste-Hilfe-Kasten gehört dabei regelmäßig auf den Prüfstand, nicht nur wegen der Vollständigkeit, sondern auch wegen abgelaufener Verfallsdaten.

Dokumentenmappe und Notgepäck für den Ernstfall

Ausweise, Verträge und Versicherungsunterlagen sollten griffbereit liegen, am besten als Original mit einer Kopie. Für den Fall einer spontanen Evakuierung lohnt sich ein bereits gepacktes Notgepäck, im Rucksack statt im Koffer, damit beide Hände frei bleiben.

Notbeleuchtung und Notstrom bei Stromausfall

Fällt der Strom aus, betrifft das selten nur eine Sache. Licht, Kühlung und Kommunikation hängen in den meisten Haushalten am selben Netz und fallen deshalb gleichzeitig aus. Eine doppelte Absicherung, batteriebetriebene Geräte für die Grundversorgung plus eine größere Stromreserve, macht diesen Ausfall deutlich weniger dramatisch.

Warum eine zuverlässige Stromversorgung in der Notfallvorsorge so wichtig ist

Von den sechs zentralen Vorsorge-Bereichen ist Strom der einzige, der praktisch alle anderen mitzieht, sobald er ausfällt. Der Kühlschrank hört auf zu kühlen, und mit ihm oft auch Medikamente, die durchgehend kalt gelagert werden müssen, etwa Insulin. Wer auf ein elektrisches Sauerstoffgerät oder eine Beatmungshilfe angewiesen ist, hat im schlimmsten Fall nur wenige Stunden Pufferzeit über den eingebauten Akku. Auch die Heizung betrifft das: Moderne Gas- und Ölheizungen brauchen Strom für Steuerung und Umwälzpumpe. Ohne Netzstrom bleibt es kalt, selbst wenn noch genug Brennstoff im Tank ist.

Dazu kommt die Kommunikation. Ein Smartphone ist in den ersten Stunden eines Stromausfalls meist noch geladen, ohne Lademöglichkeit sinkt der Akkustand aber kontinuierlich, gerade wenn NINA oder KATWARN im Hintergrund laufen und regelmäßig Standortdaten senden. Wer dann keine Möglichkeit zum Nachladen hat, verliert genau in dem Moment den Zugang zu Warnmeldungen, in dem er sie am dringendsten braucht.

Das Tückische an Strom ist, dass er im Alltag unsichtbar bleibt, bis er fehlt. Ein Wasser- oder Lebensmittelvorrat lässt sich anfassen und zählen, eine funktionierende Stromversorgung wird dagegen erst dann zum Thema, wenn sie weg ist. Genau deshalb gehört eine eigene Lösung für den Stromausfall auf jede Katastrophenschutz-Checkliste, nicht als Nebenpunkt neben Kerzen und Taschenlampen, sondern als eigener Baustein.

Batteriebetriebene Beleuchtung und Rundfunkgeräte

Kerzen, Taschenlampen und ein batteriebetriebenes oder Kurbelradio für Durchsagen der Behörden gehören in jeden Haushalt. Wichtig dabei: Grill oder Gaskocher haben in geschlossenen Räumen nichts zu suchen. Die Erstickungs- und Kohlenmonoxid-Gefahr ist real und wird regelmäßig unterschätzt.

Tragbare Powerstations als flexible Stromreserve

Reine Batterien und Powerbanks stoßen schnell an ihre Grenzen, sobald mehr als ein Gerät gleichzeitig laufen soll. Eine Powerstation mit größerer Kapazität kann dagegen Kühlschrank, Router und mehrere Ladegeräte parallel versorgen, teils über Stunden oder sogar Tage hinweg. EcoFlow bietet dafür mehrere Modelle an, die sich je nach Haushaltsgröße unterschiedlich gut eignen.

Kommunikation im Notfall aufrechterhalten

Ist die Stromversorgung für den Ernstfall geklärt, bleibt die Frage, wie man überhaupt an verlässliche Informationen kommt. Ein größerer Stromausfall trifft selten nur den eigenen Haushalt, sondern meist eine ganze Region gleichzeitig, und genau dann zählt jede Minute, in der Warnungen oder Anweisungen der Behörden noch ankommen. Wer vorher weiß, welche Kanäle dafür infrage kommen und wie lange sie im Ernstfall tatsächlich funktionieren, verliert später keine Zeit mit Ausprobieren.

Warn-Apps und alternative Kommunikationsmittel

Die im Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen empfohlenen Warn-Apps sind NINA und KATWARN. Beide liefern Behördeninformationen meist schneller als klassische Medien. Fällt das Mobilfunknetz aus, bleibt als Rückfallebene ein batteriebetriebenes Radio, über das auch dann noch Durchsagen ankommen, wenn das Handy längst leer ist. Auch bei einem Stromausfall lässt sich mit der richtigen Checkliste gezielt vorsorgen, unabhängig davon, ob Warnmeldungen noch ankommen oder nicht.

Warum geladene Geräte und Powerbanks wichtig sind

Mobilfunknetze fallen bei einem Stromausfall nicht sofort aus, viele Basisstationen haben eigene Notstromversorgungen für einige Stunden. Der Engpass verschiebt sich dadurch auf die Endgeräte selbst. Ist der Akku leer, nützt das beste Netz nichts mehr. Als Ergänzung lohnt sich außerdem etwas Bargeld im Haus, denn Geldautomaten und Kartenterminals fallen bei einem längeren Stromausfall in der Regel als Erste aus.

Heizen und Wärme ohne Stromversorgung

Auch Wärme gehört fest auf die Katastrophenschutz-Checkliste, gerade im Winter, wenn ein Stromausfall mit Kälte zusammenfällt.

Warme Kleidung und alternative Wärmequellen

Mehrere Kleidungsschichten und ein paar zusätzliche Decken bringen schon viel, ohne dass es dafür Technik braucht. Wo ein Kamin oder Ofen vorhanden ist, lässt sich damit ein Raum auch über längere Zeit warmhalten. Wer sich generell auf eine autarke Energieversorgung vorbereitet, profitiert auch bei Kälteperioden ohne Netzstrom.

Sicherheitshinweise für den Innenraum

Auch beim Heizen gilt: keine offenen Flammen und keine Grills ohne ausreichende Belüftung. Ein funktionierender Rauchmelder ist an dieser Stelle die einfachste und günstigste Absicherung, die sich denken lässt.

Passende Notstromlösung je nach Haushaltsgröße

EcoFlow bietet tragbare Powerstations an, die sich mit Solarpanelen kombinieren lassen und dadurch auch bei einem längeren Stromausfall nachgeladen werden können, unabhängig vom öffentlichen Netz.

Für 1- bis 2-Personen-Haushalte oder Wohnungen eignet sich die DELTA 3 Plus in Kombination mit der DELTA 3 Zusatzbatterie. Mit 2.048 Wh Kapazität und einem Gewicht von höchstens 12,5 kg pro Einheit lässt sie sich noch gut tragen. 1.800 W Dauerleistung, mit X-Boost bis zu 2.400 W, reicht für Router, Kühlschrank, Ladegeräte und einen kleinen Heizlüfter gleichzeitig. Bei einem Stromausfall schaltet das Gerät in unter 10 Millisekunden um, ohne dass angeschlossene Geräte das überhaupt bemerken.

DELTA 3 Plus + DELTA 3 EB
Speicherkapazität 1.024 Wh, erweiterbar mit Zusatzbatterie auf bis zu 5 kWh AC-Ausgangsleistung 1.800 W, Spitzenleistung 3.600 W Ladezeit über AC: 56 Minuten für volle Ladung Fünf Lademöglichkeiten: AC, Solar, KFZ, Generator, Multi-Charge Bis zu 4.000 Ladezyklen bis 80 % Kapazität Batteriepack mit IP65-Schutz USV-Umschaltzeit unter 10 Millisekunden 5 Jahre Herstellergarantie

Größere Haushalte mit mehr Verbrauchern kommen mit der DELTA 2 Max samt 400-W-Solarpanel und STREAM Mikro-Wechselrichter besser zurecht. Die Kapazität beginnt ebenfalls bei 2.048 Wh, lässt sich bei Bedarf aber bis auf 6 kWh erweitern. Mit 2.400 W Dauerleistung und bis zu 3.100 W über X-Boost lassen sich mehrere Kühlgeräte, Heizlüfter und die Beleuchtung im gesamten Haus gleichzeitig betreiben. Der "AC immer Ein"-Modus hält die Anschlüsse zudem auch dann aktiv, wenn das öffentliche Netz zwischenzeitlich wieder da ist. Die Umschaltung passiert im Hintergrund.

DELTA 2 Max + 400 W Solarpanel + STREAM Mikro-Wechselrichter
Speicherkapazität 2.048 Wh, mit Zusatzbatterien erweiterbar auf bis zu 6 kWh AC-Ausgangsleistung 2.400 W, 3.100 W über X-Boost, Spitzenleistung 4.800 W Solareingang bis 1.000 W über zwei unabhängige MPPT-Eingänge 0–80 % Ladung in ca. 43 Minuten bei kombinierter AC+Solar-Ladung Bis zu 3.000 Ladezyklen bis über 80 % Kapazität App-Steuerung über WLAN und Bluetooth Enthält 400-W-Solarpanel und STREAM Mikro-Wechselrichter 5 Jahre Herstellergarantie

Fazit: Notfallvorsorge als fester Bestandteil eines krisenfesten Alltags

Wasser, Lebensmittel, Beleuchtung, Kommunikation, Wärme und Medikamente, das sind die sechs Bereiche, um die es bei der Notfallvorsorge im Kern geht. Wer sie einmal durchgeht und die eigenen Lücken schließt, ist bei Stromausfall, Unwetter oder anderen Notlagen spürbar besser aufgestellt als vorher.

Ein klassischer Notvorrat deckt dabei die Grundversorgung ab. Eine tragbare Powerstation übernimmt den Teil, der ohne Strom sonst als Erstes ausfällt, und schließt so genau die Lücke, die zwischen Kerze und Steckdose liegt.

FAQ

Was gehört in eine Notfallvorsorge-Checkliste?

Kern sind Trinkwasser und haltbare Lebensmittel für mehrere Tage, dazu Medikamente, Hygieneartikel, wichtige Dokumente, eine Möglichkeit zur Beleuchtung sowie ein batteriebetriebenes Radio. Wer zusätzlich für einen längeren Stromausfall vorsorgen will, ergänzt das Ganze um eine tragbare Powerstation.

Wie viel Wasser sollte man für den Notfall vorrätig haben?

Das BBK empfiehlt rund 2 Liter Trinkwasser pro Person und Tag. Bei einem Vorrat für mehrere Tage kommt dabei schnell eine zweistellige Literzahl pro Person zusammen.

Wie lange sollte ein Notvorrat reichen?

Als Orientierung gelten mehrere Tage. In der Praxis wird häufig ein Zeitraum von etwa zehn Tagen genannt, in dem keine externe Versorgung nötig sein sollte.

Was tun bei einem längeren Stromausfall?

Zunächst zählt Ruhe bewahren und Radio oder Warn-App checken, sofern der Akku es zulässt. Kühlschrank und Gefriertruhe möglichst geschlossen halten, Kerzen nur mit Vorsicht einsetzen und keinesfalls Grill oder Gaskocher in Innenräumen betreiben. Eine geladene Powerstation kann in dieser Phase die wichtigsten Geräte weiterlaufen lassen.

Welche Apps warnen vor Katastrophen und Notfällen?

NINA und KATWARN sind die beiden etablierten Warn-Apps des BBK und der Kommunen. Beide senden Push-Benachrichtigungen bei akuten Gefahrenlagen in der jeweiligen Region.

Eignet sich eine tragbare Powerstation für die Notfallvorsorge?

Ja, insbesondere weil sie mehrere Geräte gleichzeitig versorgen kann und sich mit Solarpanelen auch ohne Netzstrom wieder aufladen lässt. Modelle wie die DELTA 3 Plus oder die DELTA 2 Max decken je nach Haushaltsgröße einen unterschiedlich großen Bedarf ab.